18.03.2014, 16:00 Uhr | 0 |

Pedelec der Superlative 27.000 Euro teures E-Bike beschleunigt auf 120 km/h

Das E-Bike Terminus des US-Herstellers M55 stellt einen Geschwindigkeitsrekord unter den Pedelcs auf. Der Fahrer kann es mit Unterstützung eines 2000-Watt-Motors auf 120 km/h beschleunigen. Kostenpunkt für das futuristische Geschoss: rund 27.000 Euro. 

E-Bike Terminus von M55 schafft bis zu 120km/h.
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Die Motorleistung herkömmlicher E-Bikes liegt zwischen 200 und 800 Watt. Terminus übertrifft sie mit 2000 Watt kräftig. Federgabeln und hydraulische Scheibenbremsen enthalten Komponenten aus der Formel-1. 

Foto: M55

Auf den ersten Blick sieht das Terminus wie ein gewöhnliches Highend-Mountainbike aus. Doch sobald der Fahrer im Werbevideo aufsteigt und in die Pedale tritt, wird klar: Hier ist gar nichts gewöhnlich. Er beschleunigt das E-Fahrrad des ungarischen Herstellers M55 mit lockeren Tritten einfach immer weiter –  bis auf eine sagenhafte Rekordgeschwindigkeit von 120 km/h.

2000-Watt-Motor und 20 Lithium-Ionen-Akkuzellen

Dass der Fahrer Terminus auf diese Geschwindigkeit bringen kann, verdankt er einem 2000-Watt-starken Elektromotor. Dieser ist Teil des futuristisch geformten Aluminiumrahmens und übersteigt die Leistung herkömmlicher E-Bikes, die meist zwischen 200 und 800 Watt liegt, kräftig. 

Die 20 Lithium-Ionen-Akkuzellen des über 30 Kilogramm schweren Geschosses sind in einem Karboncontainer untergebracht. Laut Hersteller reichen sie für bis zu 80 Kilometer lange Fahrten und lassen sich in einer Stunde auf 80 Prozent ihrer Kapazität aufladen. 1000 Ladezyklen sollen sie ohne Leistungseinbußen überstehen.  

Federgabeln und hydraulische Scheibenbremsen aus der Formel-1

Mit Blick auf die hohe Geschwindigkeit hat M55 Federgabeln und hydraulische Scheibenbremsen verbaut. Ihre Komponenten bestehen teilweise aus Titan und haben sich angeblich schon in der Formel-1 bewährt. Trotzdem erfordert eine Beschleunigung auf 120 km/h einiges an Mut und wahrscheinlich auch ein Mindestmaß an körperlicher Fitness. Dieser Eindruck zumindest entsteht, wenn man sich das Video der Helmkamera eines Testfahrers ansieht. Er überholt einen normalen Fahrradfahrer mit enormer Geschwindigkeit im Bruchteil einer Sekunde.

Pedelec der Superlative kostet 27.000 Euro

Interessenten, die sich jetzt auf Hochgeschwindigkeitsfahrten ohne Führerschein freuen, macht die deutsche Gesetzgebung allerdings einen Strich durch die Rechnung. Denn E-Bikes, die über 25 km/h beschleunigen, gelten verkehrsrechtlich nicht mehr als Fahrrad. Der Besitzer muss sich also ein Nummernschild besorgen und Fahrradwege meiden. 

Und dann gibt es für die meisten Fahrradbegeisterten, die gerne das Terminus unter den Füßen spüren möchten, noch einen zweiten Strich durch die Rechnung: Der Preis kann nämlich mit einem guten Mittelklassewagen mithalten. Stolze 27.000 Euro verlangt M55 für das E-Bike in der günstigsten Ausstattung. 

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Von Patrick Schroeder
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