21.01.2015, 06:55 Uhr | 0 |

Für pakistanischen Markt Akkubetriebener LG-Fernseher überbrückt Stromausfälle

LG hat einen 32-Zoll-Fernseher mit integriertem Akku entwickelt. Der südkoreanische Elektronikhersteller will damit pakistanischen Verbrauchern zur Hilfe eilen. Sie leiden unter häufigen Stromausfällen. 

LG-Fernseher mit Akku
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Auf der Rückseite des LG-Fernsehers befindet sich ein austauschbarer Akku, der bis zu 60 Minuten lange Stromausfälle überbrückt. In Pakistan kommt das Gerät für knapp 340 Euro auf den Markt. 

Foto: LG

Fast jeder kennt es, wenn nicht selbst erlebt, dann zumindest aus einem Hollywood-Film: In der spannendsten Schlüsselszene eines Thrillers oder vor dem entscheidenden Elfmeter im Fußballspiel fällt plötzlich der Strom aus. Großes Entsetzen und Geschrei. In Deutschland passiert das nicht oft, in Pakistan schon. Derzeit steigt der Energiebedarf des Landes jedes Jahr um acht Prozent, mit dem Netzausbau kommt die Regierung allerdings nicht hinterher.

LG hat sich deswegen exklusiv für den pakistanischen Markt etwas einfallen lassen. Der südkoreanische Elektronikhersteller hat den LB552R entwickelt – einen HD-Fernseher, der auf den ersten Blick wie ein ganz gewöhnliches 32-Zoll-Gerät aussieht. Die Besonderheit: Auf der Rückseite befindet sich ein austauschbarer Akku, der sich während des normalen Betriebs auflädt und auf den Notfall vorbereitet.

Akku überbrückt 60 Minuten lange Stromausfälle

Kommt es dann zu einem Stromausfall, übernimmt die Batterie die Stromversorgung. Laut LG lassen sich bis zu 60 Minuten lange Blackouts überbrücken, die dem pakistanischen Fernsehfan bislang regelmäßig einen Strich durchs Fernsehvergnügen machen. Der Fernseher ist deswegen eine Marktlücke, ist sich D. Y. Kim, Präsident LG Electronics Gulf FZE, sicher: „Wir sind davon überzeugt, dass unsere pakistanischen Kunden sehr über dieses neue Produkt erfreut sein werden.“ 

Smartphone wird zur Fernbedienung

Abgesehen vom Akku bietet der LB552R nichts Außergewöhnliches: Der Fernseher hat USB-Ports, 2 AV-Anschlüsse und einen MHL-Anschluss. Letzterer ist eine Schnittstelle für Smartphones und Tablets, sodass sich Audio- und Videodaten auf den Bildschirm übertragen lassen. Ein Smartphone mit dem Google Betriebssystem Android kann der Besitzer mit der Smart-TV-Remote-App zudem kurzerhand zur Fernbedienung umfunktionieren.

In den Fernseher integriert sind außerdem Satelliten- und Aufnahmefunktionen. Beim Display kommt die Technik Inplane-switching (IPS) zum Einsatz. Sie ermöglicht neben realitätsnaher Farbdarstellung eine hohe Blickwinkelstabilität, so dass auch Zuschauer an der Seite gute Sicht haben.

In Pakistan soll das Gerät für knapp 340 Euro auf den Markt kommen. In Deutschland müssen sich Fans akkubetriebener Fernseher weiterhin mit kleineren Mobilgeräten begnügen. 

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Von Patrick Schroeder
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