Stadler RS Zero 01.09.2024, 20:42 Uhr

Weltpremiere: Erster Zug mit Wasserstoff- und Batterieantrieb

Erstmals kombiniert ein Zug Wasserstoff- und Batterietechnologie für emissionsfreien Betrieb. Stadler präsentiert den innovativen RS ZERO.

Der Schienenfahrzeughersteller Stadler hat mit dem RS ZERO ein Modell vorgestellt, das mit Wasserstoff- und Batterieantrieb einen CO2-freien Betrieb ermöglicht. Foto: Stadler

Der Schienenfahrzeughersteller Stadler hat mit dem RS ZERO ein Modell vorgestellt, das mit Wasserstoff- und Batterieantrieb einen CO2-freien Betrieb ermöglicht.

Foto: Stadler

Der Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler hat mit dem RS ZERO ein innovatives Modell vorgestellt, das den CO2-freien Betrieb von Zügen auf eine neue Stufe hebt. Erstmals in der Geschichte des Schienenverkehrs wird ein Fahrzeug sowohl mit Wasserstoff als auch mit Batterien angetrieben und bietet damit eine flexible und umweltfreundliche Lösung für nicht elektrifizierte Strecken. Diese Weltneuheit bietet spannende Möglichkeiten zur Reduzierung von Emissionen und zeigt, wie die Zukunft des Schienenverkehrs aussehen könnte.

Eine neue Ära im Schienenverkehr

Der RS ZERO ist der direkte Nachfolger des erfolgreichen Regio-Shuttle RS1, der seit fast drei Jahrzehnten aus dem deutschen Regionalverkehr nicht mehr wegzudenken ist. Mit über 500 Fahrzeugen, die in Deutschland und Tschechien im Einsatz sind, setzt Stadler auf bewährte Technologie und erweitert diese um modernste, umweltfreundliche Antriebsoptionen. Mit dieser Innovation unterstreicht Stadler sein Engagement, den Schienenverkehr nachhaltig zu gestalten und neue Maßstäbe in der Branche zu setzen.

Das Schienenfahrzeug bietet die Wahl zwischen zwei emissionsfreien Antriebstechnologien: Wasserstoff und Batterie. Diese Kombination bietet eine flexible Lösung für den Betrieb auf nicht elektrifizierten Strecken, die in Deutschland rund 38 Prozent und in Europa sogar 43 Prozent ausmachen. Diese Strecken spielen eine entscheidende Rolle bei der Verkehrswende, da sie den öffentlichen Nahverkehr in ländlichen Regionen stärken und gleichzeitig Emissionen reduzieren können. Mit dem RS ZERO rückt eine CO2-freie Zukunft des Schienenverkehrs in greifbare Nähe.

Innovation trifft auf Tradition

Obwohl der RS ZERO auf dem bewährten RS1 basiert, zeichnet er sich durch modernste Design- und Technologiemerkmale aus. Das Fahrzeug behält die charakteristischen trapezförmigen Fensterbänder des RS1 bei, ist aber mit einem futuristischen LED-Wing ausgestattet, der das Design modernisiert. Diese Mischung aus bewährter Technik und innovativen Lösungen steht für die Zukunft des Schienenverkehrs.

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Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident der Stadler Gruppe, betont die Bedeutung des RS ZERO: „Der Regio-Shuttle RS1 ist ein wichtiger Bestandteil der Geschichte von Stadler. Vor 11 Jahren haben wir das letzte Fahrzeug an einen Kunden ausgeliefert. Nun freue ich mich sehr, mit dem RS ZERO ein neues Kapitel in dieser Erfolgsgeschichte zu beginnen und unsere Technologieführerschaft im Bereich der alternativen Antriebstechnologien weiter ausbauen zu können.“

Anpassungsfähigkeit an lokale Gegebenheiten

Der RS ZERO wurde speziell für den Einsatz auf nicht elektrifizierten Strecken konzipiert und kann flexibel an die jeweiligen Anforderungen des Schienennetzes angepasst werden. Mit einer Achslast von unter 18 Tonnen und seiner Leichtbauweise ist der RS ZERO prädestiniert für den wirtschaftlichen Betrieb auf Nebenstrecken. Diese Flexibilität macht das Fahrzeug nicht nur umweltfreundlich, sondern auch wirtschaftlich.

Jure Mikolčić, Geschäftsführer von Stadler Deutschland, erklärt: „Wir sind sehr stolz darauf, nach dem batterieelektrischen FLIRT Akku mit dem RS ZERO Prototypen das nächste Fahrzeug mit alternativer Antriebstechnologie am Standort in Berlin zu bauen. Durch die technologische Offenheit können wir unseren Kunden immer das passende Fahrzeug anbieten und einen wichtigen Beitrag für die Verkehrswende leisten.“

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Komfort und Barrierefreiheit im Fokus

Neben der umweltfreundlichen Antriebstechnologie legt Stadler beim RS ZERO grossen Wert auf Komfort und Barrierefreiheit. Das Fahrzeug bietet eine niedrige Einstiegshöhe, einen grosszügigen Niederflurbereich und einen barrierefreien Zugang, was insbesondere für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste von Vorteil ist. Der RS ZERO wird in ein- und zweiteiliger Ausführung angeboten und bietet Platz für 70 bis 150 Fahrgäste.

Zusätzlich verfügt der RS ZERO über Mehrzweckbereiche, die Platz für Fahrräder, Kinderwagen und sperriges Gepäck bieten. Verschiedene Sitzkonfigurationen, darunter Loungebereiche und spezielle Einzelsitze, sorgen für Komfort und Flexibilität während der Fahrt. Rollstuhlplätze und behindertengerechte Toiletten sind ebenfalls vorhanden, um den Bedürfnissen aller Fahrgäste gerecht zu werden.

Nachhaltigkeit auch im Innenraum

Stadler legt nicht nur bei den Antriebstechnologien Wert auf Nachhaltigkeit, sondern auch bei der Gestaltung des Innenraums. Der Bodenbelag besteht zu etwa 98% aus nachwachsenden Rohstoffen und ist frei von synthetischem Kautschuk und Weichmachern. Die Seitenwandverkleidungen werden aus recycelten Materialien wie PET-Flaschen hergestellt, und die Klimaanlage verwendet ein besonders klimafreundliches Kältemittel.

Die Weltpremiere des RS ZERO ist für die InnoTrans 2024 in Berlin geplant. Vom 24. bis 27. September 2024 wird der Prototyp auf Gleis T09/40 der Öffentlichkeit präsentiert.

Ein Beitrag von:

  • Dominik Hochwarth

    Redakteur beim VDI Verlag. Nach dem Studium absolvierte er eine Ausbildung zum Online-Redakteur, es folgten ein Volontariat und jeweils 10 Jahre als Webtexter für eine Internetagentur und einen Onlineshop. Seit September 2022 schreibt er für ingenieur.de.

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