Abtauchen bis 120 Meter 01.09.2014, 14:43 Uhr

Exklusives Privat-U-Boot für den Unterwasserflug

Das neue U-Boot Dragon lässt sich unter Wasser wie ein Flugzeug fliegen. Einen Pilotenschein braucht man trotzdem nicht, nur das nötige Kleingeld von 1,5 Millionen Dollar. Durch den festen positiven Auftrieb taucht der Dragon selbstständig auf.

Das U-Boot Dragon lässt sich bis zu einer Tiefe von 120 Metern steuern und schafft rund 7,4 Kilometer pro Stunde

Das U-Boot Dragon lässt sich bis zu einer Tiefe von 120 Metern steuern und schafft rund 7,4 Kilometer pro Stunde

Foto: DeepFlight

Es fühle sich genauso an, als ob man im Wasser fliege, versucht Graham Hawkes eine Fahrt mit dem Dragon zu beschreiben. Hawkes ist Ingenieur und baut seit 1996 in Kalifornien U-Boote, die weder wissenschaftliche noch militärische Zwecke erfüllen sollen, sondern dem reinen Privatvergnügen dienen. Das neueste Modell aus dem Hause DeepFlight ist der Dragon, den Hawkes im September auf der Monaco Yacht Show vorstellen will.

Dragon hat keine Tauchtanks

Der Markt für private U-Boote ist hochexklusiv, aber wer eine Superyacht sein eigen nennt, den wird auch der Kaufpreis von 1,5 Millionen US-Dollar nicht verschrecken. Hinzu kommen zwei wesentliche Merkmale des neuen „Dragon“, die dessen Attraktivität auch für Freizeit-Kapitäne erheblich steigern: Zum Steuern des privaten U-Bootes ist erstens kein Pilotenschein erforderlich und zweitens hat der Dragon einen positiven festen Auftrieb, ein unkontrolliertes Absinken ist also unmöglich.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
N-ERGIE Netz GmbH-Firmenlogo
Maßnahmenplaner für das Netzgebiet (m/w/d) N-ERGIE Netz GmbH
Rothenburg Zum Job 
Nanotec Electronic GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Projektleiter (w/m/d) Nanotec Electronic GmbH & Co. KG
Feldkirchen Zum Job 
APOprojekt GmbH-Firmenlogo
Prozess- und Qualitätsmanager (all genders) APOprojekt GmbH
Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt Zum Job 
Schüller Möbelwerk KG-Firmenlogo
Umweltingenieur (m/w/d) Schüller Möbelwerk KG
Herrieden bei Ansbach Zum Job 
Menlo Systems GmbH-Firmenlogo
Ingenieur / Techniker (m/w/d) für die Produktion von Frequenzkämmen Menlo Systems GmbH
Planegg Zum Job 
ANDRITZ Küsters GmbH-Firmenlogo
Inbetriebnahme-Ingenieur (m/w/d) ANDRITZ Küsters GmbH
Krefeld Zum Job 
WEMAG Netz GmbH-Firmenlogo
Prozessorganisator Grundzuständiger Messstellenbetrieb (m/w/d) WEMAG Netz GmbH
Schwerin Zum Job 
Karlsruher Verkehrsverbund GmbH-Firmenlogo
Angebots- / Verkehrsplaner*in (m/w/d) regionale Busverkehre Karlsruher Verkehrsverbund GmbH
Karlsruhe Zum Job 
Aerologic GmbH-Firmenlogo
Engineer Aircraft Reliability & Maintenance Program (m/f/x) Aerologic GmbH
Leipzig/Halle Airport Zum Job 
THOST Projektmanagement GmbH-Firmenlogo
Consultant Digital Transformation (m/w/d) Schwerpunkte IT, Industrie und Engineering THOST Projektmanagement GmbH
Freiburg im Breisgau, Mannheim, München, Stuttgart Zum Job 
P+R Betriebsgesellschaft mbH-Firmenlogo
Bauingenieur / Architekt P+R-Parkhäuser (w/m/d) P+R Betriebsgesellschaft mbH
Hamburg Zum Job 
Brüninghoff GmbH & Co.KG-Firmenlogo
Ingenieurin (m/w/divers) als Führungskraft für Arbeitssicherheit / Gesundheitsschutz Brüninghoff GmbH & Co.KG
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur Konstruktiver Ingenieurbau/Brückenbau (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
Frankfurt-Gelnhausen Zum Job 
Quantum-Systems GmbH-Firmenlogo
Junior Recruiter (m/f/d) Quantum-Systems GmbH
Gilching Zum Job 
Kromberg & Schubert Automotive GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Ingenieur für Funktionale Sicherheit (m/w/d) Kromberg & Schubert Automotive GmbH & Co. KG
Abensberg bei Regensburg Zum Job 
Hamamatsu Photonics Deutschland GmbH-Firmenlogo
Vertriebsingenieur (m/w/d) Bereich Spektrometer und Mikroskopie Hamamatsu Photonics Deutschland GmbH
Herrsching am Ammersee Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur/in als Bauwerksprüfer (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
Darmstadt Zum Job 
Quantum-Systems GmbH-Firmenlogo
Manager (m/w/d) Export/Zoll & Auftragsabwicklung Quantum-Systems GmbH
Gilching Zum Job 
Quantum-Systems GmbH-Firmenlogo
.Net Software Developer (Munich or Kyiv) (f/m/d) Quantum-Systems GmbH
Gilching, Kiew (Ukraine) Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur Planung Bauwerke (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
Dragon ist knapp fünf Meter lang und 1800 Kilogramm leicht. So passt das fliegende U-Boot prima in eine Luxus-Yacht. 

Dragon ist knapp fünf Meter lang und 1800 Kilogramm leicht. So passt das fliegende U-Boot prima in eine Luxus-Yacht.

Quelle: DeepFlight

„Falls es Probleme mit dem Antrieb gibt, oder dieser abgeschaltet wird, sinkt das U-Boot nicht nach unten, sondern kommt automatisch zur Wasseroberfläche“, erklärt Hawkes in einem Beitrag des Magazins Gizmag. Er habe das ungewollte Sinken in einem normalen U-Boot vor vielen Jahren selbst erlebt, erzählt Hawkes, und das sei nicht lustig gewesen. Für den Dragon hat er sich also eine andere als die herkömmliche Tauchtechnik bei U-Booten einfallen lassen.

Dragon wird wird mit sechs Propellern gesteuert

Normalerweise tauchen U-Boote ab und auf, indem ihre Ballasttanks mit Wasser oder mit Luft gefüllt werden. Der Dragon besitzt dagegen keine Tanks, sondern vier vertikale und zwei horizontale Propeller. Mit ihnen lässt sich das U-Boot bis zu einer Tiefe von 120 Metern steuern, die Höchstgeschwindigkeit beträgt vier Knoten, rund 7,4 Kilometer pro Stunde. Es kann auf der Stelle im Wasser schweben und sogar Saltos schlagen. Wird der elektrische Batterie-Antrieb abgeschaltet, steigt das Gefährt durch den eigenen Auftrieb zur Oberfläche.

„Den Schlüssel zum Ferrari geben Sie auch nicht Ihrem Chauffeur“

Konzipiert ist der knapp fünf Meter lange, anderthalb Meter hohe und 1800 Kilogramm schwere Dragon für zwei Besatzungsmitglieder, die nach einer kurzen Einführung das U-Boot auch ohne vorherige Erfahrung steuern können. Die Instrumente seien leicht zu verstehen und intuitiv zu bedienen.

1,5 Millionen US-Dollar kostet das U-Boot Dragon. Hersteller DeepFlight verspricht Sicherheit: Wird der elektrische Batterie-Antrieb abgeschaltet, steigt das Gefährt durch den eigenen Auftrieb zur Oberfläche. 

1,5 Millionen US-Dollar kostet das U-Boot Dragon. Hersteller DeepFlight verspricht Sicherheit: Wird der elektrische Batterie-Antrieb abgeschaltet, steigt das Gefährt durch den eigenen Auftrieb zur Oberfläche.

Quelle: DeepFlight

So würden zum Beispiel der Kabinendruck und die Sauerstoffsättigung automatisch abgelesen und digital angezeigt. Dafür benötige man keinen ausgebildeten Piloten, sagt Hawkes. Schließlich wolle man als Besitzer sein neues Spielzeug selbst steuern: „Den Schlüssel zu Ihrem Ferrari würden Sie auch nicht Ihrem Chauffeur geben.“

U-Boot passt leicht in eine Yacht

Hawkes setzt auf den exklusiven Markt der Superyachten, um die Käufer für den Dragon zu finden. Von der Größe her passe das U-Boot leicht in eine Yacht und könne genutzt werden, um von dort aus Ausflüge in die Unterwasserwelt zu machen. Um das leichte Ein- und Aussteigen zu ermöglichen, konzipiert der U-Boot-Bauer zurzeit ein aufblasbares Kissen, das den Dragon sanft aus dem Wasser hebt.

Vorstellen kann Hawkes sich auch, dass der Dragon für touristische Zwecke in Urlaubsanlagen eingesetzt wird. Eine ganze „Unterwasser-Flug-Industrie“ schwebt dem Unternehmer vor. Allerdings, so schränkt Hawkes seine Vision vom Unterwasserflug für Jedermann ein, werde es noch eine Weile dauern, bis die Preise für ein privates U-Boot spürbar fallen werden.

 

Ein Beitrag von:

  • Gudrun von Schoenebeck

    Gudrun von Schoenebeck

    Gudrun von Schoenebeck ist seit 2001 journalistisch unterwegs in Print- und Online-Medien. Neben Architektur, Kunst und Design hat sie sich vor allem das spannende Gebiet der Raumfahrt erschlossen.

Themen im Artikel

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.