Leichte Verbund-Karosserie 15.09.2016, 14:55 Uhr

Ein Elektrobus, der mit einer Akkuladung fast 600 km weit fährt

Das wäre eine tolle Strecke: Fast 600 km weit soll der Elektrobus des amerikanischen Start-ups Proterra fahren, wenn er mit dem größten Akku-Pack ausgerüstet ist. Zwar kostet der Bus 800.000 Dollar. Und doch soll er nicht teurer sein als ein gewöhnlicher Dieselbus.

Der Elektrobus Catalyst soll in seiner stärksten Ausführung E2 fast 600 km mit einer Akkuladung fahren können. Nächstes Jahr kommt der Bus auf den Markt.

Foto: Proterra

Das Start-up Proterra will den Elektrobus Catalyst im nächsten Jahr von 800.000 Dollar auf den Markt bringen. Trotzdem soll der Bus wegen der geringeren Betriebskosten günstiger sein als ein Dieselfahrzeug.

Foto: Proterra

Foto: Proterra

Foto: Proterra

Besonders leistungsfähige Ladestationen sollen den Catalyst in 3,5 bis 5,0 Stunden aufladen.

Foto: Proterra

Foto: Proterra

Foto: Proterra

Die Karosserie des Catalyst ist aus Verbundstoffen gefertigt, um Gewicht zu sparen.

Foto: Proterra

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
GOLDBECK West GmbH-Firmenlogo
Bauleiter im Innendienst (m/w/d) für die Ausschreibung und Vergabe im Schlüsselfertigbau GOLDBECK West GmbH
BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH-Firmenlogo
Ingenieur Versorgungstechnik / Gebäudetechnik / Bauingenieur als Fachplaner im Bereich HLS (m/w/d) BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH
GOLDBECK West GmbH-Firmenlogo
Architekt / Bauingenieur als Projektleiter Planung (m/w/d) GOLDBECK West GmbH
Bochum, Düsseldorf (Monheim am Rhein) Zum Job 
Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr-Firmenlogo
Energie- und Gebäudetechnik / Maschinenbau (m/w/d) Master - Traineeprogramm Maschinenwesen, Staatsbauverwaltung des Freistaats Bayern Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr
Bayernweit Zum Job 
Schleifring GmbH-Firmenlogo
Konstruktionsingenieur im Änderungswesen (m/w/d) Schleifring GmbH
Fürstenfeldbruck Zum Job 
RATISBONA-Firmenlogo
Tiefbauplaner / Bauingenieur für Tiefbau & Außenanlagen (m/w/d) RATISBONA
Regensburg Zum Job 
DYWIDAG-Systems International GmbH-Firmenlogo
Bauingenieur / Bautechniker für technische Produktlösungen (alle Geschlechtsidentitäten) DYWIDAG-Systems International GmbH
Porta Westfalica Zum Job 
DFS Deutsche Flugsicherung-Firmenlogo
Projektmanager* Technische Infrastruktur DFS Deutsche Flugsicherung
TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH-Firmenlogo
Sachverständige/-r (m/w/d) Elektrotechnik TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH
Clees Wohnimmobilien GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Bauingenieur (m/w/d) Clees Wohnimmobilien GmbH & Co. KG
Düsseldorf Zum Job 
Schleifring GmbH-Firmenlogo
Head of Sales and Project Management (m/w/d) Schleifring GmbH
Fürstenfeldbruck Zum Job 
ERGO Group AG-Firmenlogo
Technischer Objektmanager (m/w/d) ERGO Group AG
Schmoll Maschinen GmbH-Firmenlogo
Support-Techniker/-Ingenieur (m/w/d) LED-Lithographieanlagen Schmoll Maschinen GmbH
Rödermark Zum Job 
Crawford & Company (Deutschland) GmbH-Firmenlogo
Technical Expert / Sachverständiger (w/m/d) Bereich Global Technical Services Crawford & Company (Deutschland) GmbH
verschiedene Einsatzorte Zum Job 
Schmoll Maschinen GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur / Maschinenbauingenieur (m/w/d) im Bereich Digitale LED-Anlagen Schmoll Maschinen GmbH
Rödermark Zum Job 
GVE Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/d) Schulbau GVE Grundstücksverwaltung Stadt Essen GmbH
KLEBL GmbH-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/d) für Hoch- und Schlüsselfertigbau KLEBL GmbH
Raum Berlin-Brandenburg Zum Job 
KLEBL GmbH-Firmenlogo
Kalkulator (m/w/d) im Bereich Hochbau- und Schlüsselfertigbau KLEBL GmbH
Berlin-Brandenburg Zum Job 
KLEBL GmbH-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/d) für Hoch- und Schlüsselfertigbau KLEBL GmbH
Frankfurt Zum Job 
KLEBL GmbH-Firmenlogo
Bauleiter (m/w/d) im Hausbau KLEBL GmbH
Neumarkt Zum Job 

Während hiesige Verkehrsbetriebe mit Elektrobussen experimentieren, die laufend an Haltestellen per Induktion aufgeladen werden, setzt das kalifornische Start-up Proterra auf riesige Akkus. Warum auch nicht? Schließlich hat ein Bus genug Platz für große Energiespeicher, wenn man Dieseltechnik, Tanks und Getriebe durch einen Elektroantrieb ersetzt. Und so soll der Elektrobus Catalyst E2, ausgestattet mit dem stärksten Akku, fast 600 km weit mit einer Akkuladung fahren.

Der knapp 13 m lange Bus bietet 40 Reisenden Platz, etwas weniger als ein europäischer Reisebus mit Dieselmotor. Der Travego von Daimler, den auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft fährt, hat Platz für 42 bis 51 Passagiere, je nach Komfortklasse. Ein kleineres Modell, das rund 11 m lang ist, hat 28 Sitze.

Kaufpreis von 800.000 Dollar soll sich trotzdem lohnen

Trotz des höheren Anschaffungspreises sollen Busunternehmer den Catalyst E2 wirtschaftlich betreiben können. Laut Proterra-Finanzierungsmodell liegen die jährlichen Kosten von Diesel- und Elektrobussen mit 65.000 Dollar gleichauf, wobei der Preis des Elektrobusses, der bei rund 800.000 Dollar liegt, einberechnet ist, der eines Dieselfahrzeugs nicht. Die größten Einsparungen gebe es beim Treibstoff und bei der Wartung.

Nach fünf Stunden sind die Batterien wieder voll

Den Elektrobus gibt es in mehreren Varianten. Die mit der kleinsten Batterie schafft rund 80 km, die mittlere rund 220 km und die mit dem größten Akku, der eine Kapazität von 660 kWh hat, 560 km. Das sind die von Proterra garantierten Reichweiten. In der Praxis sollen es mehr sein.

Der leistungsfähigste Catalyst E2 kann damit eingesetzt werden, um amerikanische Metropolen zu verbinden, sagt das Unternehmen. Der Bedarf an größeren Tagesentfernungen sei gering.

Über Nacht wird der Bus aufgeladen. Das dauert bis zu fünf Stunden. Die größten Ladegeräte haben eine Leistung von 500 kW. Angesichts der großen Reichweite müssen diese Ladeströme aber nur an wenigen Standorten zur Verfügung stehen.

Die Bremsen sollen fünfmal länger halten

Bei der Konstruktion setzen die Ingenieure auf Leichtbau. Die Karosserie des Busses besteht aus faserverstärktem Kunststoff. Außerdem begnügt er sich angesichts des geringen Gewichts von 13 Tonnen mit einem 220-Kilowatt-Motor. Er übernimmt auch das Bremsen. Dann schaltet er um in den Generator-Modus, so dass Strom in die Batterien zurückfließt.

Zusätzlich ist das Fahrzeug mit einer konventionellen Bremse ausgestattet. Weil sie nur selten benutzt wird hält sie, so Proterra, 100.000 km. Bei einem Dieselbus sei sie nach 20.000 km verschlissen. Im nächsten Jahr sollen die ersten Catalyst E2 ausgeliefert werden.

Unterdessen sind die ersten Kleinbusse mit Elektroantrieb schon in Sitten in der Schweiz im Einsatz. Das Besondere: Sie fahren autonom.

 

Ein Beitrag von:

  • Wolfgang Kempkens

    Wolfgang Kempkens studierte an der RWTH Aachen Elektrotechnik und schloss mit dem Diplom ab. Er arbeitete bei einer Tageszeitung und einem Magazin, ehe er sich als freier Journalist etablierte. Er beschäftigt sich vor allem mit Umwelt-, Energie- und Technikthemen.

Themen im Artikel

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.