Technische Meisterleistungen in Skigebieten 15.11.2017, 08:49 Uhr

Diese Ski-Lifte brechen alle Rekorde

Allerorten beginnt die Ski- und Snowboardsaison, Wintersportfreunde freuen sich auf rasante Abfahrten und Parks. Doch zunächst führt der Weg immer hinauf auf den Berg. Dank zahlreicher Ski-Lifte geht das nicht nur bequem, sondern vielerorts auch überaus spektakulär.

Auch in Deutschland gibt es einige Skigebiete wie hier ein Lift in Winterberg (Nordrhein-Westfalen). Rekorde brechen die deutschen Gebiete allerdings nicht.

Auch in Deutschland gibt es einige Skigebiete wie hier ein Lift in Winterberg (Nordrhein-Westfalen). Rekorde brechen die deutschen Gebiete allerdings nicht.

Foto: Oliver Berg/dpa

Bevor der Berg zur sportlichen Abfahrt lädt, gilt es, seine Höhe zu bezwingen. Überaus komfortabel gelingt das mit den vielen modernen Ski-Liften, die in allen großen Ski-Gebieten zu finden sind. Doch Ski-Lift ist nicht gleich Ski-Lift. Bei den hier aufgeführten Anlagen gibt es beeindruckende Rekorde zu bestaunen.

Der höchste Lift der Welt

Bis auf luftige 4.843 Meter hinauf führt die höchste Gondelbahn der Welt. Sie ist in China von der österreichischen Doppelmayr-Gruppe erbaut und 2008 eröffnet worden und verbindet auf einer Länge von 2,4 Kilometern die Bergstation mit dem auf 3.617 Metern gelegenen Startpunkt. Die Bahn führt hinauf auf den Dagu-Gletscher, der sich inmitten eines Nationalparks befindet. Aufgrund der recht dünnen Luft an der Bergstation stehen den Passagieren in den Achter-Gondeln Sauerstoffflaschen und Atemmasken zur Verfügung. Skifahren wäre hier zwar möglich, ist bislang jedoch nicht erlaubt. 

Der höchste Lift in Europa

Doch auch in Europa will man hoch hinaus, ohne beim Erklimmen des Berges auch nur einen Finger zu rühren. Der Schlepplift hinauf zum Gobba di Rollin zieht im Skigebiet Zermatt-Cervinia am kleinen Matterhorn Skisportler bis auf stolze 3.899 Meter empor.

Der höchste Abstand zum Boden

Absolut nichts für Menschen mit Höhenangst ist die „Peak 2 Peak“-Gondelbahn im kanadischen Whistler. Hier schweben die Gondeln in bis zu 436 Metern Höhe über der schneebedeckten Erde. Besonders dramatisch sind die Fahrten mit den Gondeln, die anstatt eines massiven Untergrunds einen durchsichtigen Glasboden besitzen und so den Blick nach unten freigeben.

Die höchste Stütze

Den Titel für die weltweit höchste Seilbahnstütze in einem Skigebiet kann der Lift am österreichischen Kitzsteinhorn für sich beanspruchen. 113,6 Meter ist hier die höchste Trageinrichtung hoch. Doch die Konkurrenz ist schon im Aufbau: Denn die neue Eibseebahn, die hinauf auf die Zugspitze führt, wird von einer Sattelstütze getragen, die 127 Meter hoch sein wird. Im Dezember soll die Bahn eröffnet werden.

Der größte Höhenunterschied in einer Sektion

Und auch die alte Eibseebahn hält derzeit noch einen Rekord, der allerdings von der neuen übernommen werden wird. Innerhalb einer Sektion überwinden die Gondeln stolze 1.950 Höhenmeter.

Der größte Abstand zwischen zwei Stützen

Der dritte Rekord, den sich die Eibseebahn in Kürze schnappen wird, betrifft die längste Seilbahnstrecke zwischen zwei Stützten. Momentan hält die Seilbahn in Whistler diesen Rekord mit einem Abstand von 3,03 Kilometern zwischen zwei aufeinanderfolgenden Seilbahnstützen. Die Gondeln der Eibseebahn werden demnächst eine freitragende Strecke von 3,2 Kilometern überwinden.

Die spektakulärste Liftfahrt

Wer sich den durch die Tour de France bekannten französischen Skiort Alpe d’Huez für seinen Winterurlaub ausgesucht hat, kann hier eine besonders spektakuläre Gondelerfahrung machen. Alpe d’Huez ist durch einen Lift mit dem nächstgelegenen Skigebiet Auris En Oisans verbunden. Um den Berg zu erreichen, stürzt sich die Bergbahn zunächst einmal ins Tal, um sich an der anderen Talseite wieder hinaufzukämpfen. 

Der älteste Lift

Fast schon 90 Jahre hat die Predigtstuhlbahn in Bad Reichenhall auf dem Buckel. Damit ist sie die älteste Großkabinenbahn der Welt. Wanderer, Freunde eines herrlichen Ausblicks und natürlich Skifahrer bringt die Predigtstuhlbahn über eine Strecke von 2,4 Kilometern hinauf auf den 1.614 Meter hohen Predigtstuhl im schönen Berchtesgadener Land. Die erste Auffahrt fand bereits am 1. Juli 1928 statt, doch bislang hält sich der Lift-Senior wacker und beständig.

Der Ski-Life mit dem meisten Hollywood-Glanz

Im italienischen Cortina d’Ampezzo befindet sich die Freccia Kabelbahn. Berg- und Skifreunde bringt sie hinauf auf stolze 3.244 Meter. Doch das ist nicht der Hauptgrund, weshalb man die Bahn kennen sollte: Sie war bereits Filmkulisse. Nicht nur wurde hier im Tal „James Bond – In tödlicher Mission“ gedreht. Ihren großen Auftritt hatte die nicht mehr ganz neue und teilweise bedrohlich knarzende Bahn in „Cliffhanger“ mit Sylvester Stallone.

Der luftigste Ski-Lift

Wer sich während der Fahrt gern den Wind um die Ohren wehen lässt, ist bei der schweizerischen Stanserhornbahn genau richtig. Hier können die Gondelgäste über eine Treppe das nicht überdachte Oberdeck betreten und dort die Freiheit dieser weltweit einzigartigen Cabrio-Seilbahn genießen. Die Stanserhornbahn führt über eine Länge von 2,3 Kilometern auf 1.898 Meter hinauf. Kleiner Tipp: Im Sommer macht das etwas mehr Freude.

Die schnellsten Sesselbahnen

Eine der zwei derzeit schnellsten Sesselbahnen der Welt findet sich im österreichischen Brixen im Thale. Mit einer Geschwindigkeit von 6 Metern pro Sekunde düsen Skifahrer und Bergfreunde mit der Jochbahn zur auf 1.674 Metern Höhe gelegenen Bergstation. Dabei dürfte die Fahrt gern länger dauern, denn Passagiere erwartet allerhand Komfort: Neben Wetterschutzhauben sind die Plätze auch mit Sitzheizungen ausgestattet.

Ebenso komfortabel ist die zweite Expressbahn, die Ifenbahn im Kleinwalsertal. Auch hier gibt es Wetterschutz und Sitzheizung. Und auch hier rauschen Wintersportfreunde mit 6 Metern pro Sekunde ihrem Ziel entgegen.

Der längste Schlepplift

Weniger komfortabel, dafür aber nicht weniger beeindruckent ist der Schlepplift Gandegg in der Nähe von Zermatt. Er ist nicht weniger als der längste Schlepplift der Welt. Über eine Länge von 3.899 Metern führt er vom Trockenen Steg bis zur Talstation des Skilifts Testa 1. Rund 15 Minuten werden Skifahrer hier mit T-Bügeln ihrem Ziel entgegen gezogen, Snowboarder dürften diesen Lift eher meiden.

Von Klara Papp

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