Kultauto 17.02.2022, 15:39 Uhr

Delorean DMC-12 wird wiedergeboren – aber anders als viele denken

Nach 9.000 produzierten Deloreans war Schluss: die Delorean Motor Company 1982 ging Konkurs. Nun die Wende: Das Kultauto kehrt als E-Auto “zurück in die Zukunft”.

Der Delorean DMC 12 ist bekannt aus "Zurück in die Zukunft". Jetzt kommt das Auto zurück. Foto: Panthermedia.net/Blackfarm

Der Delorean DMC 12 ist bekannt aus "Zurück in die Zukunft". Jetzt kommt das Auto zurück.

Foto: Panthermedia.net/Blackfarm

88 Meilen pro Stunde – so schnell musste der Delorean sein, damit Marty Mcfly in die Vergangenheit und wieder zurück in die Zukunft reisen konnte. Das Auto mit den Flügeltüren ist spätestens seit dem Sci-Fi-Hit “Zurück in die Zukunft” von Robert Zemeckis Kult.

Traurig für alle Fans, die je mit dem Gedanken gespielt haben, selbst ein solch cooles Gefährt zu besitzen: Der berühmte Wagen war lange Zeit extrem rar – denn die Delorean Motor Company machte 1982 pleite. Jetzt soll es den Wagen in einer Neuauflage geben: Für die Auferstehung soll es kein Verbrenner, sondern ein zukunftsträchtiges E-Auto sein. Die charakteristischen Flügeltüren sollen erhalten bleiben, die Formen des Autos nicht mehr so kantig wie beim Original sein.

Delorean DMC-12 kommt wieder – als Elektroauto

In die Front wird laut der Vorabankündigung ein Lichtakzent in Form einer leuchtenden Spange integriert. Noch 2022 soll der elektrische DMC-12 erscheinen. Zu weiteren Informationen schweigt sich das Unternehmen aus. Hinter dem Revival steckt nicht der Hersteller des Original-Delorean, sondern die gleichnamige Delorean Motor Company, die in Texas ansässig ist. Diese wurde 1995 gegründet, um DMC-12-Besitzer mit Service, Wartung und Ersatzteilen für ihre Fahrzeuge zu versorgen.

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Die kuriose Geschichte hinter dem Original: Der Wagen galt als sicher, langlebig, und das Design als progressiv futuristisch. Regisseur Robert Zemeckis wählte den Wagen seinerzeit genau deswegen aus: Die Karosserie erinnerte ihn an ein Raumschiff. Die Anforderungen an die Entwicklung des Delorean waren hoch. Das Coupé mit der Karosserie aus rostfreiem Edelstahl schaffte dennoch keinen Durchbruch auf dem Markt.

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Fluxkompensator mit an Bord?

Die Flügeltüren designte Giorgetto Giugiaro, der unter anderem den Look des VW Golf I und Maserati Quattroporte III kreierte. Im Heck lief ein Euro-V6 mit 132 PS und 220 Nm Drehmoment. Bis zu 200 km/h schnell konnten Fahrende mit dem Delorean ans Ziel gelangen. Der letzte Neupreis lag bei 34.000 Euro. Schätzungen zufolge sollen noch 6.500 Deloreans auf den Straßen dieser Welt fahren.

Was im Film Weltruhm erlangte, enttäuschte in der Realität mit überschaubarer Fahrleistung. Qualitätsmängel sorgten weiterhin für einen schlechten Ruf des Delorean. Ob das beim neuen Delorean anders aussieht, muss sich zeigen. Ob allerdings ein Fluxkompensator zum Zeitreisen an Bord ist, ist bislang nicht bekannt …

Ein Beitrag von:

  • Peter Sieben

    Peter Sieben schreibt über Forschung, Politik und Karrierethemen. Nach einem Volontariat bei der Funke Mediengruppe war er mehrere Jahre als Redakteur und Politik-Reporter in verschiedenen Ressorts von Tageszeitungen und Online-Medien unterwegs.

  • Sarah Janczura

    Sarah Janczura schreibt zu den Themen Technik, Forschung und Karriere. Nach einem Volontariat mit dem Schwerpunkt Social Media war sie als Online-Redakteurin in einer Digitalagentur unterwegs. Aktuell arbeitet sie als Pressesprecherin beim VDI e.V.

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