Obere Mittelklasse im Test 17.02.2012, 12:00 Uhr

Audi A6, BMW 5er, Mercedes E-Klasse und Volvo S80/V70 im Vergleich

Sie sind Autos der oberen Mittelklasse und gelten als klassische Business-Autos. Audi A6, BMW 5er, Mercedes E-Klasse und Volvo S80 bzw. V70 – ob als Limousine oder Kombi, wer lange Strecken zu fahren hat, weiß ihre Qualitäten zu schätzen. Mit den vielen Ausrüstungsoptionen vermitteln sie das Feeling der Luxusklasse. Dieselmotoren zeigen, dass sich ihr Verbrauch im Bereich der Golfklasse bewegt. Überzeugend demonstrierte dies im Test der BMW 520d Efficient Dynamics Edition (135 kW) mit 5,8 l/100 km.

Einsteigen in die Premiumfahrzeuge der oberen Mittelklasse – und schon hat man das Feeling von Sicherheit und Luxus. Das vermitteln die Limousinen und Kombis der getesteten Modelle – Audi A6, BMW 5er, Mercedes E-Klasse und Volvo S80/V70.

Obwohl einzuwenden ist, dass es für dieses Feeling einiges mehr als den Basispreis ab fast 40 000 € braucht. Alle Autos sind reichhaltig ausgestattet, doch einige Assistenzsysteme und weiteres angenehmes technisches sowie komfortsteigerndes Zubehör gehören zum optionalen Angebot. Wer sich da nicht zurückhält oder halten muss, zahlt zusätzlich mehr als die Hälfte des Basispreises für Sonderausstattungen.

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Bei der Motorisierung hält jede Marke für jedes Modell ein breites Angebot bereit. Wer meint, das leistungsstärkste Aggregat fahren zu müssen, findet dieses mit weit über 200 kW, in der Sportversion M und AMG bei BMW bzw. Mercedes sogar mit rund 400 kW – Höchstgeschwindigkeit begrenzt auf 250 km/h.

Rasen und Reisen passen irgendwie nicht zusammen. Die Wahl der Dieselmotoren in den Testwagen ist zügigem und umweltverträglichem Reisen angemessen. Die Diesel der Limousinen haben Leistungen um 130 kW (bis auf Volvo S80 D5; 158 kW), die der Kombifahrzeuge 150 kW bis 160 kW. Damit lässt sich rund 230 km/h schnell fahren. Es sei vorweggenommen: Die Testautos wurden mit vorgeschriebenen bzw. empfohlenen Geschwindigkeiten gefahren.

Alle Autotest-Fahrzeuge bestechen durch relativ niedrigen Verbrauch

Alle Testfahrzeuge sind mit den gewählten Aggregaten flott motorisiert. Egal, ob mit Schaltgetriebe oder Automatik, in jeder Fahrsituation fühlte sich der Fahrer sicher. Relativ niedrig ist der Verbrauch, der im Mittel je 100 km zwischen 5,8 l und 7,2 l (s. Tabelle) liegt, und selbst den Dieseln in der Golfklasse gut stehen würde, die etwa 300 kg Fahrzeugmasse weniger auf die Waage bringen.

Der BMW 520d Efficient Dynamics Edition (135 kW, 380 Nm) zeugt von der Klasse der Motoreningenieuren des Unternehmens: Mit 5,8 l Diesel je 100 km war der Münchner 0,4 l vom zweitplatzierten Audi A6 2.0 TDI (130 kW, 380 Nm) entfernt und 1,4 l vom Schlusslicht Volvo S80 D5 (158 kW, 440 Nm), der statt 6-Gang-Handschaltung jedoch mit 6-Gang-Automatik gefahren wurde.

Ob 6-Gang-Schaltgetriebe, stufenloses oder 6- bzw. 8-Gang-Automatikgetriebe, das Fahren mit den Oberklässlern war ohne Fehl und Tadel. Alle Fahrzeuge – bis auf Volvo serienmäßig mit Start-Stopp-Funktion ausgerüstet – haben sichere Fahreigenschaften und angenehm geringe Innenraumgeräusche. Bei Volvo ist wohl der Turboeinsatz deutlich zu vernehmen, was im Vergleich mit seinesgleichen ein wenig stört.

Alle Limousinen und Kombis verfügen über ein agiles Handling, sehr gut abgestimmte Federung und bis auf Volvo über eine präzise bzw. direkte Lenkung.

Zur angenehmen Fahrt auf langen Strecken gehört ein Tempomat, der die gewählte Geschwindigkeit hält, oder ein Abstandsregeltempomat (ACC), der zuzüglich Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug sichert, das Auto bis zum Stillstand bremst bzw. beschleunigt auf das eingestellte Tempo, wenn der Verkehr es wieder ermöglicht. – Dieses Assistenzsystem ist sehr angenehm, besonders im Stop-and-go-Betrieb auf der Straße.

Der Tempomat lässt sich bei der Mercedes E-Klasse einfach bedienen

Die Bedienung der Tempomatassistenz ist bei den Marken unterschiedlich eingerichtet: Audi und Mercedes über Hebel links am Lenkrad, BMW und Volvo mit Tasten auf dem Lenkrad. Die mit Hebeln ist eindeutig besser zu bedienen als die mit Lenkradtastatur, wobei insgesamt die Tempomatbedienung von Mercedes als vorzüglich bezeichnet werden muss.

Generell ist festzustellen das die Bedienbarkeit von Audi, BMW und Mercedes erste Klasse ist. Seitdem die Marken eine zentrale Bedieneinheit verwenden, geschieht dies einfach und ohne Aufmerksamkeitsverlust. Volvo muss da noch aufholen, wenn der Premiumanspruch ganz ausgefüllt werden soll.

Nicht viel fehlt bei den Testkandidaten am 5-m-Längenmaß. Kein Wunder, dass alle über großzügige Platzverhältnisse für die erste und zweite Sitzreihe bieten. Dementsprechend ist auch das Kofferraumvolumen angepasst und reicht bei Limousinen von 480 l (Volvo) bis 540 l (Mercedes) und bei Kombis von 530 l bis 1670 l (BMW) und bis 695 l bis 1950 l (Mercedes).

Beim Innenraumdesign überzeugen Audi, BMW und Mercedes mit Schick und vielfältigen, optionalen Erweiterungen; die überzeugende Verarbeitungsqualität und exzellente Sitze runden den sehr guten Eindruck ab. Die Gestaltung bei Volvo wirkt dagegen sportlich, kühl; insgesamt sind V70 und S80 solide verarbeitet.

Konkurrenz von „unten“: Der VW Passat Variant BlueMotion Technology 2.0 TDI

Die gefahrenen Premiumautos sind schon eine Klasse für sich, aber dennoch nicht ohne Konkurrenz – die von „unten“ kommt. Etwa der VW Passat Variant BlueMotion Technology 2.0 TDI.

Der Kombi der Mittelklasse in Highline-Ausstattung ist schick, bietet viel Platz vorn wie hinten und ist mit seinem 125-kW-Dieselmotor (350 Nm) gut motorisiert. Sein offeriertes Kofferraumvolumen von 603 l bis 1731 l übertrumpft lediglich der Mercedes E250 CDI T.

Der Passat mit 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DSG) verbraucht im EU-Zyklus „insgesamt“ 6,3 l/100 km (CO2: 139 g/km), die im Test mit durchschnittlich 6,5 l Diesel je 100 km lediglich um 0,2 l überschritten wurden. Basispreis: 37 875 €. Das Testauto aus Wolfsburg war mit Assistenz-, Kommunikations- und Komfortsystemen reichlich ausgestattet und erreicht so mit 52 472 € schon die Preisregion der Premiumautos. (s. auch Letzte Seite)

 

Ein Beitrag von:

  • Wolfgang Pester

    Ressortleiter Infrastruktur bei VDI nachrichten. Fachthemen: Automobile, Eisenbahn, Luft- und Raumfahrt.

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