Brennstoffzelle 08.07.2026, 12:00 Uhr

Airbus und MTU wollen gemeinsam Wasserstoff-Triebwerke der Zukunft bauen

Airbus und MTU wollen gemeinsam Brennstoffzellen-Triebwerke entwickeln. Andere elektrische Varianten haben sich als Saackgasse erwiesen.

So stellt sich der Triebwerksbauer MTU die fliegende Brennstoffzelle vor.

Die fliegende Brennstoffzelle von MTU in einer schematischen Darstellung.

Foto: MTU Aero Engines

Der Flugzeugbauer Airbus und der Triebwerksspezialist MTU wollen in einem Gemeinschaftsunternehmen Brennstoffzellen-Triebwerke entwickeln. 2027 soll das Joint Venture starten und anschließend den Antrieb bis zur Marktreife bringen und vermarkten.

Die Gründung des Joint Ventures folgt auf eine Ankündigung der beiden Unterehmen auf der letztjährigen Paris Air Show. Die Zustimmung der Behörden steht noch aus. Airbus und MTU wollen auch noch mit den Betrebsräten sprechen.

Alternative zum Kerosintriebwerk

Airbus und MTU sehen im Brennstoffzellentriebwerk eine abgasfreie Alternative zum heutigen Kerosintriebwerk. Im Jahr 2024 überschritten laut der Internationalen Energieagentur die weltweiten CO2-Emission im Luftverkehr zum ersten Mal seit der Corona-Pandemie die Marke von 1 Mrd. t. Das entspricht einem Anteil an den weltweiten Emissionen von mindestens 2 %, Tendenz steigend.

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Die Fluggesellschaften und Flugzeugbauer suchen nach technischen Möglichkeiten, die Emissionen zu senken. Die Triebwerke spielen dabei eine große Rolle.

Einziger Weg zur Elektrifizierung

Brennstoffzellen-Triebwerke gelten für große Flugzeuge verbreitet als einzige Möglichkeit, den Luftverkehr zu elektrifizieren. Batterien wären für Langstreckenflugzeuge zu schwer. Oder anders formuliert: Batteriebetriebene Flugzeuge schaffen aktuell höchstens 150 km Reichweite.

Die gravimetrische (auf das Gewicht bezogene) Energiedichte von Wasserstoff ist etwa 180 Mal höher als die heutiger Lithium-Ionen-Batterien. Unter Einbeziehung des Gewichts der Tanks und den Verlusten in der chemischen Umwandlung reduziert sich dieser Vorteil deutlich. Ein Plus bleibt aber bestehen.

Ein Beitrag von:

  • Iestyn Hartbrich

    Iestyn Hartbrich ist Ingenieur und Journalist mit den Schwerpunkten Werkstoffe, Stahlindustrie, Raumfahrt und Luftfahrt.

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