Extremes Unwetter 02.09.2021, 15:21 Uhr

New York versinkt im Starkregen – Riesiges U-Bahn-Netz überflutet

Binnen einer Stunde sind in New York 80 Millimeter Regen gefallen – Rekord seit Wetteraufzeichnungen. Die Ausläufer des Hurrikans “Ida” haben die Straßen New Yorks in reißende Flüsse verwandelt.

New York steht nach schweren Unwettern infolge des Hurrikans "Ida" unter Wasser. Foto (Archiv): Panthermedia.net/Zarathustra

New York steht nach schweren Unwettern infolge des Hurrikans "Ida" unter Wasser. Foto (Archiv): Panthermedia.net/Zarathustra

Binnen einer Stunde sind in New York 80 Millimeter Regen gefallen, das entspricht 80 Litern pro Quadratmeter– Rekord seit Wetteraufzeichnungen. Die Ausläufer des Hurrikan “Ida” haben die Straßen New Yorks in Flüsse verwandelt.

Notstand in New York: Die Mega-Metropole steht unter Wasser. Das riesige U-Bahn-Netz von New York ist zum Stillstand gekommen. Videos auf Twitter zeigen Fluten an Wassermassen, die Treppen überströmen und die Schienen wie reißende Flüsse überspülen. Diese Bilder erinnern an die Hochwasserkatastrophe Mitte Juli in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Diesmal passiert es mitten in einer der größten Städte der Welt.

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“Ida” hat New York den stärksten Regen in der Geschichte eingebracht. Schwere Überschwemmungen, Avenues als mitreißende Flüsse und Wohnungen, die mindestens einen Meter unter Wasser stehen. Bislang ist von sieben Todesopfern die Rede.

 

 

„Wir erleben heute Abend ein historisches Wetterereignis mit Rekordregen in der ganzen Stadt, brutalen Überschwemmungen und gefährlichen Bedingungen auf unseren Straßen“, schrieb New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio bei Twitter.

„Ida“ wütet in New York: 80 Millimeter Regen in einer Stunde

Im Central Park in Manhattan fielen innerhalb einer Stunde 80 Millimeter Regen, so der Nationale Wetterdienst. Diese Massen toppen den Tropensturm “Henri”, der vor erst einer Woche knapp 50 Millimeter Regen in einer Stunde brachte. Der Sommer 2021 sei insgesamt der regenreichste in New York seit der Wetteraufzeichnung.

Hochwasser: Welche technischen Maßnahmen helfen?

Wegen der extremen Überschwemmungen hat die Stadt New York eine Reisesperre innerhalb der Millionenmetropole verhängt. “Alle Nicht-Notfallfahrzeuge müssen sich außerhalb der Straßen und Autobahnen von NYC befinden”, teilte die Stadt mit.

Hurrikan verwüstet Teile von New Jersey

Zuvor hatte der Hurrikan “Ida” im US-Bundesstaat New Jersey gewütet und Häuser schwer beschädigt. Videos zeigen abgedeckte Dächer, zerstörte Fassaden und herumfliegende Trümmerteile.
Gouverneur Phil Murphy, der für New Jersey den Notstand ausrief, sagte den Betroffenen via Twitter Hilfe beim Wiederaufbau zu. Die Unwetter infolge des Hurrikans “Ida” hätten auch zu massiven Stromausfällen geführt, schrieb der Gouverneur. Rund 80.000 Haushalte seien bislang betroffen.

Toter bei Extremregen in New Jersey und New York

Weitere Tornados wurden aus dem benachbarten Bundesstaat Maryland gemeldet. Der Nationale Wetterdienst (NWS) hatte vor ähnlichen Phänomenen auch in Pennsylvania und Delaware gewarnt.

Ebenfalls in New Jersey starb ein Mann infolge des Unwetters. Er war in der Stadt Passaic in seinem Auto von den Wassermassen überrascht worden und ertrunken, wie Bürgermeister Hector Lora dem Sender CNN sagte.

“Ida” war am Sonntag als gefährlicher Hurrikan der Stärke vier von fünf nahe New Orleans auf die Küste des südlichen Bundesstaates Louisiana getroffen. Danach schwächte der Sturm sich ab und zog weiter nach Nordosten.

(mit dpa)

Ein Beitrag von:

  • Peter Sieben

    Peter Sieben schreibt über Forschung, Politik und Karrierethemen. Nach einem Volontariat bei der Funke Mediengruppe war er mehrere Jahre als Redakteur und Politik-Reporter in verschiedenen Ressorts von Tageszeitungen und Online-Medien unterwegs.

  • Sarah Janczura

    Sarah Janczura

    Sarah Janczura schreibt zu den Themen Technik, Forschung und Karriere. Nach einem Volontariat mit dem Schwerpunkt Social Media war sie als Online-Redakteurin in einer Digitalagentur unterwegs. Aktuell arbeitet sie als Referentin für Presse und Kommunikation beim VDI e.V.

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