Nie wieder „faszinierend“ 02.03.2015, 16:19 Uhr

Abschied von Mr. Spock: Beam me up, Scotty

Spock ist tot! Diese traurige Nachricht fegte am vergangenen Freitag wie ein Lauffeuer durch die Medien. Verkörpert hat die ikonische Figur des rationalen Halb-Vulkaniers der US-amerikanische Schauspieler Leonard Nimoy. Ein Nachruf.

Die Star-Trek-Fangemeinde nimmt Abschied von Leonard Nimoy. Der Schauspieler wurde berühmt durch seine Rolle des Mr. Spock. Er starb an den Folgen einer chronischen Lungenerkrankung.

Die Star-Trek-Fangemeinde nimmt Abschied von Leonard Nimoy. Der Schauspieler wurde berühmt durch seine Rolle des Mr. Spock. Er starb an den Folgen einer chronischen Lungenerkrankung.

Foto: PA/dpa

Leonard Nimoy alias Mr. Spock ist tot, so die traurige Nachricht vom vergangenen Freitag. Dabei ist der Halb-Vulkanier bereits 1982 den heldenhaften Leinwandtod gestorben. Am Schluss des Films „Star Trek 2 – Der Zorrn des Khans“ rettet Mr. Spock das Raumschiff Enterprise vor dem Zorn des Khan, indem er den Reaktor der Enterprise repariert. Die harte radioaktive Strahlung bringt ihn um und er wird auf dem durch die Explosion der Genesis-Welle neu geschaffenen Planeten Genesis beigesetzt. Doch weil das alles nur Fiktion ist, übernahm Leonard Nimoy putzmunter die Regie für das dritte Sternenabenteuer der Enterprise mit dem Titel „Auf der Suche nach Mr. Spock“.

„Lebe lang und in Frieden“

Sinn für Humor und Ironie konnte man dem Halb-Vulkanier mit den spitzen Ohren, den der US-Amerikaner Leonard Nimoy von 1966 bis 2013 stolze 47 Jahre lang verkörperte, wohl kaum absprechen. Auch wenn er stets diszipliniert wirkte. Manche seiner Sprüche haben eine ganze Generation geprägt.

Die Crew des Raumschiff Enterprise in einer Szene des Films

Die Crew des Raumschiff Enterprise in einer Szene des Films „Star Trek VI“ (1991). Rechts im Bild: Der Halb-Vulkanier Mr. Spock, seit 1966 gespielt von Leonard Nimoy.

Foto: Paramount/dpa

Sein „Live long and prosper“ hielt auf bundesdeutschen Spielplätzen ab Mai 1972 in der deutschen Version „Lebe lang und in Frieden“ bei der Nachmittagsverabredung Einzug. Denn seitdem sendete das ZDF samstags um 18 Uhr die ersten Folgen der amerikanischen Fernsehserie „Raumschiff Enterprise“. Niemand von den kleinen Enterprise-Fans konnte Mr. Spock allerdings bei seinem extrem coolen Vulkaniergruß das Wasser reichen: Lässig hob er seine rechte Hand und spreizte die Finger zum V.

Die hochgezogene Augenbraue hat sich ins Gedächtnis eingebrannt

Das V steht im Kosmos der Enterprise auch für die legendäre Vernunft und bestechende Logik des Halb-Vulkaniers mit dem grünen Blut in seinen Adern. Anders als beim Menschen basiert bei den Vulkaniern das Sauerstoffträgerpigment auf Kupfer, nicht auf Eisen. Doch trotz aller Vernunft blitzte in den Statements oft ein ziemlich humoriges Understatement auf. „Wahnsinn hat keinen Sinn. Oder einen Grund. Aber es könnte ein Ziel sein“, sagte Mr. Spock einmal.

Leonard Nimoy 2009 bei der Premiere des Films Star Trek in Hollywood. Kurz vor seinem 84. Geburtstag ist der Schauspieler an den Folgen einer chronischen Lungenerkrankung gestorben.

Leonard Nimoy 2009 bei der Premiere des Films Star Trek in Hollywood. Kurz vor seinem 84. Geburtstag ist der Schauspieler an den Folgen einer chronischen Lungenerkrankung gestorben.

Foto: Nina Prommer/dpa

Besonders in das kollektive Gedächtnis einer ganzen Kinder-Generation hat sich allerdings der Ausspruch „faszinierend“ mit der dazu so einzigartig nach oben gezogenen Augenbraue eingebrannt, wenn Mr. Spock auf ein unbekanntes Phänomen stieß.

Captain Kirk hat Mr. Spock auf seine letzten Reise alleine gelassen

Nun ist der charismatische Schauspieler am Freitag, den 27. Februar 2015, in seinem Haus in Los Angeles nur wenige Wochen vor seinem 84. Geburtstag gestorben. Er litt an einer chronischen obstruktiven Lungenerkrankung (COPD).

Die alte Star Trek-Crew um Captain James T. Kirk (William Shatner, vorne): (l-r) Mr. Spock (Leonard Nimoy), Sulu (George Takei), Navigator Chekov (Walter Koenig), Chefingenieur Scott (James Doohan),

Die alte Star Trek-Crew um Captain James T. Kirk (William Shatner, vorne): (l-r) Mr. Spock (Leonard Nimoy), Sulu (George Takei), Navigator Chekov (Walter Koenig), Chefingenieur Scott (James Doohan), „Pille“ McCoy (DeForest Kelley) und Kommandant Uhura (Nichelle Nichols).

Foto: Bruce_Birmelin/dpa

Sein ewiger Gefährte William Shatner, der als Captain James Tiberius Kirk der direkte Vorgesetzte von Mr. Spock war, forderte seine 2,12 Millionen Follower auf dem Kurznachrichtendienst Twitter auf, ihm Fragen unter dem Hashtag #LeonardNimoy zu stellen. Am Schluss dieser Twitter-Gedenkfeier für den unvergessenen Leonard Nimoy bedankte sich Captain Kirk bei all seinen Fans: „Ich will allen dafür danke sagen, dass sie heute hier sind, ihre Erinnerungen teilen und das Leben von Leonard Nimoy feiern. Lebt lang und in Frieden.“

Von Detlef Stoller

Top Stellenangebote

Landeshauptstadt München Ingenieur/in der Fachrichtung Bauingenieurwesen München
ABB AG-Firmenlogo
ABB AG Gruppenleiter (m/w) Engineering Paint Friedberg
ADMEDES GmbH-Firmenlogo
ADMEDES GmbH Entwicklungsingenieur (m/w) Pforzheim
ADMEDES GmbH-Firmenlogo
ADMEDES GmbH Messingenieur (m/w) für die Programmierung optischer Messmaschinen im Bereich Applikationen Pforzheim
Instrument Systems Optische Messtechnik GmbH-Firmenlogo
Instrument Systems Optische Messtechnik GmbH Gruppenleiter LED-Messtechnik (m/w) München
Instrument Systems Optische Messtechnik GmbH-Firmenlogo
Instrument Systems Optische Messtechnik GmbH Leiter Produktionsplanung (m/w) mit Arbeitsvorbereitung, Auftragsplanung und -steuerung München
HENSOLDT Service Ingenieur Sekundärradar (m/w) Taufkirchen
Max-Planck-Institut für Physik Werner-Heisenberg-Institut Ingenieur/-in Verfahrenstechnik München
VISHAY ELECTRONIC GmbH ESTA Capacitors Division Sales and Application Engineer (m/w) für den Bereich Leistungskondensatoren Landshut
Toho Tenax Europe GmbH-Firmenlogo
Toho Tenax Europe GmbH Prozessingenieur (m/w) TPUD Heinsberg-Oberbruch