Abschuss von Raketen 02.12.2013, 06:59 Uhr

US-Luftwaffe bereitet Einbau von Laserwaffen in Kampfflugzeuge vor

Die US-Luftwaffe will Kampfjets ab dem Jahr 2030 zusätzlich mit Laserwaffen ausrüsten. Offenbar soll als erstes Flugzeug die Lockheed Martin F-35 mit der neuen Waffe ausgestattet werden. 

Die Lockheed Martin F-35 dürfte das erste Kampfflugzeug sein, in das Laserwaffen eingebaut werden. Die F-35 wird in Europa von Großbritannien, Italien, Norwegen und den Niederlanden eingesetzt.

Die Lockheed Martin F-35 dürfte das erste Kampfflugzeug sein, in das Laserwaffen eingebaut werden. Die F-35 wird in Europa von Großbritannien, Italien, Norwegen und den Niederlanden eingesetzt.

Foto: Lockheed Martin

Die ersten in den USA entwickelten Laserwaffen für Flugzeuge waren so groß und schwer, dass sie lediglich in eine Boeing 747, den „Jumbo Jet“, eingebaut werden konnten. Inzwischen hat die Weiterentwicklung zu ungleich kleineren und leichteren Laserwaffen geführt. In einer aktuellen Ausschreibung der Laserwaffen gibt die US Air Force für die zu liefernden Laserwaffen ein maximales Gewicht von 750 Kilogramm und einen maximalen Raumbedarf von zwei Kubikmetern vor.

Mit Sicherheit ist davon auszugehen, dass die Weiterentwicklung der Laserwaffen in den kommenden zehn Jahren zu Waffen führen wird, die deutlich unter den genannten Maximalwerten bleiben dürften.

Elektrische Leistung der Laser ist massiv gestiegen

Die allerersten Laserwaffen wiesen eine elektrische Leistung des Radar Beam von nur einem Kilowatt auf. Seit etwa fünf Jahren beläuft sich die Standardleistung auf 15 Kilowatt.  Die Laserwaffen für die Flugzeuge der US Air Force werden eine Leistung von wenigstens 150 Kilowatt haben. Aller Voraussicht nach wird die Leistung in den kommenden Jahren allerdings nochmals erheblich steigen.

Aber bereits die 150 Kilowatt reichen aus, um eine gegnerische Rakete auszuschalten. Bei dieser Leistung ist die Laserwaffe dafür ausgelegt, Raketen, Lenkwaffen und Artilleriegeschosse auszuschalten.

Finanziert wurde die bisherige Entwicklung in den Vereinigten Staaten vor allem von der DARPA, der Defense Advanced Research Projects Agency des amerikanischen Verteidigungsministeriums. Außerhalb der Vereinigten Staaten experimentieren zumindest noch Israel und Großbritannien mit Laserwaffen. Vermutlich forschen auch Russland und die Volksrepublik China an dieser Waffentechnik.

Unterschiedliche Lasertypen für unterschiedliche Einsatzzwecke

Die Laserwaffen lassen sich grob in zwei große Kategorien unterteilen. Im ersten Fall handelt es sich um flüssige Laser, die in der Lage sind, kontinuierlich zu schießen. Der Nachteil dieser Laser liegt in der aufwändigen erforderlichen Kühlung der Waffe, die bei Dauerleistung sehr heiß wird.

Die zweite Kategorie betrifft Feststofflaser, die aber nur Schuss für Schuss abgefeuert werden dürfen, weil auch sie zu überhitzen drohen. Derzeit scheint sich die Entwicklung vor allem auf die Feststofflaser zu konzentrieren, weil hier das Kühlungsproblem leichter in den Griff zu bekommen ist.

Im Auftrag der DARPA arbeiten im wesentlichen General Atomics Photonics und Textron Systems an der Entwicklung der Laserwaffen. Eine wichtige Rolle spielt dabei aber auch Lockheed Martin als so genannter Integrator, der die Laserwaffen in bestehende Waffensysteme wie Flugzeuge, Land- und Seefahrzeuge technisch integriert.

Ein Beitrag von:

  • Peter Odrich

    Peter Odrich studierte Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Verkehrsbetriebe. Nach 28 Jahren als Wirtschaftsredakteur einer deutschen überregionalen Tageszeitung mit langer Tätigkeit in Ostasien kehrte er ins heimatliche Grossbritannien zurück. Seitdem berichtet er freiberuflich für Zeitungen und Technische Informationsdienste in verschiedenen Ländern. Dabei stehen Verkehrsthemen, Metalle und ostasiatische Themen im Vordergrund.

Stellenangebote im Bereich Luft- und Raumfahrt

Dynamic Engineering GmbH-Firmenlogo
Dynamic Engineering GmbH Ingenieur / Techniker Versuch (m/w/d) – Automotive / Rail / Luft- und Raumfahrt München
SCHROTH Safety Products GmbH-Firmenlogo
SCHROTH Safety Products GmbH Entwicklungsingenieur (w/m/d) für den Bereich Luftfahrt Arnsberg
RUAG Aerostructures-Firmenlogo
RUAG Aerostructures Berechnungsingenieur (m/w/d) Coswig bei Dresden
RUAG Aerostructures-Firmenlogo
RUAG Aerostructures Konstruktionsingenieur (m/w/d) Gilching
RUAG Aerostructures-Firmenlogo
RUAG Aerostructures Berechnungsingenieur (m/w/d) Gilching
RUAG Aerostructures-Firmenlogo
RUAG Aerostructures Konstruktionsingenieur (m/w/d) Coswig bei Dresden
RUAG Space Germany GmbH-Firmenlogo
RUAG Space Germany GmbH Testingenieur (m/w/d) Coswig
Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH Schwieberdingen-Firmenlogo
Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH Schwieberdingen System and Requirements Engineer (m/w/d) Schwieberdingen bei Stuttgart
COMTRONIC GmbH-Firmenlogo
COMTRONIC GmbH Systemingenieur (m/w/d) Schönau bei Heidelberg

Alle Luft- und Raumfahrt Jobs

Top 5 Raumfahrt

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.