Unbekanntes Flugobjekt vor Kalifornien 21.05.2021, 15:50 Uhr

Ufo-Sichtung vor Kalifornien: Videoaufnahmen von US-Soldaten aufgetaucht

Ein Video soll ein unbekanntes Flugobjekt zeigen, das US-Verteidigungsministerium bestätigt die Aufnahmen. Was steckt hinter der Ufo-Sichtung?

Grüne Männchen in der Untertasse? Wohl eher nicht. Aber Videoaufnahmen einer Ufo-Sichtung vor Kalifornien sorgen für Aufsehen. Das Pentagon hat die Existenz der Bilder bestätigt. Foto/Symbolbild: Panthermedia.net/Homeworks244

Grüne Männchen in der Untertasse? Wohl eher nicht. Aber Videoaufnahmen einer Ufo-Sichtung vor Kalifornien sorgen für Aufsehen. Das Pentagon hat die Existenz der Bilder bestätigt. Foto/Symbolbild: Panthermedia.net/Homeworks244

Ufo-Sichtungen sind so eine Sache. Schnell assoziiert man solche Berichte mit kleinen grünen Männchen und anderen Albernheiten. Jüngste Berichte über ein Ufo sorgen indes international auch unter seriösen Gesichtspunkten für Aufsehen: Denn Videoaufnahmen davon stammen offenbar von der US-Marine und das US-Verteidigungsministerium hat die Sichtungen bestätigt.

Mit grünen Männchen wird das alles nichts zu tun haben, unklar ist aber, was genau die US-Soldaten auf dem Pazifik vor der Küste Kaliforniens gesehen haben könnten. Unter anderem der US-TV-Sender NBC hatte prominent über den Vorfall berichtet und Videoaufnahmen veröffentlicht, die von der Besatzung des Kampfschiffs „USS Omaha“ aufgezeichnet worden seien und dem Sender vom Dokumentarfilmer Jeremy Corbell zur Verfügung gestellt worden sein sollen. Corbell wiederum ist vielen vor allem bekannt für seinen Dokumentarfilm „Bob Lazar: Area 51 and Flying Saucers“ über den Ufologen Robert „Bob“ Lazar. Lazar behauptet, in den späten 80er Jahren im Auftrag des US-Militärs Untersuchungen an Ufos durchgeführt zu haben.

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Ufo-Sichtung vor Kalifornien: US-Verteidigungsministerium bestätigt Filmaufnahmen

Corbell hatte einige Wochen zuvor bereits angebliche Szenen einer anderen Ufo-Sichtung veröffentlicht. Zu sehen sind dreieckige Objekte, die ebenfalls im Jahr 2019 in der Nähe des US-Schiffs „USS Russell“ fliegen. Bei genauerer Betrachtungen wirken die Dreiecke allerdings eher wie unscharfe Spiegelungen von Lichtpunkten innerhalb des Kameraobjektivs, die wiederum die Form der Kamerablende oder einzelner Blendenlamellen nachbilden könnten oder aber durch die geringe Tiefenschärfe als Bokeh nicht rund, sondern eher dreieckig erscheinen.

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Am Ende vielleicht ein Marketinggag eines Dokumentarfilmers für einen neuen Film? Dagegen spricht zumindest, dass das US-Verteidigungsministerium die Sichtung bestätigt hat. Die Unidentified Aerial Phenomena Task Force untersuche den Vorfall. Diese Arbeitsgruppe war erst im vergangenen Jahr gegründet worden: Sie soll „das Verständnis für die Natur und den Ursprung von unidentifizierten Luftphänomenen verbessern“, heißt es beim Verteidigungsministerium.

Kugelförmiges Objekt über dem Pazifik

Die Aufnahmen wurden den Berichten zufolge im Juli 2019 von Marineflugzeugpiloten gemacht und auf der „USS Omaha“ gespeichert.  Zu sehen ist – recht undeutlich – ein kugelförmiges oder ovales Objekt, das über dem Wasser des Pazifik schwebt, zeitweise in der Luft zu stehen scheint und schließlich augenscheinlich im Ozean verschwindet. „Ganz schön nah“, kommentiert eine aufgeregte Stimme aus dem Off, und „es ist ins Wasser getaucht, es ist ins Wasser getaucht.“

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Der ehemalige Pentagon-Spitzenbeamte Christopher Mellon sagte einem Interview mit dem TV-Sender NBC, es gebe durchaus Übereinstimmungen zwischen den jüngsten Ufo-Sichtungen und anderen Beobachtungen, die bereits vor Jahrzehnten gemacht wurden. Mellon arbeitete für das Verteidigungsministerium während der Präsidentschaft von Bill Clinton und George W. Bush.

Stigma hemmt Augenzeugen

Mellon sagt in dem Interview: „Wir sehen eine Reihe teils unterschiedlicher Dinge. Manchmal sehen wir zum Beispiel ein 15 Meter langes Objekt, das mit Überschallgeschwindigkeit fliegen und anscheinend in die Erdumlaufbahn fliegen kann oder aus Höhen von mehr als 30.000 Metern herunterkommt.“ Weil es durchaus stigmatisierend sein könne, mit solchen Sichtungen an die Öffentlichkeit zu gehen, würden Augenzeugen oft lange ruhig halten, so Mellon.

Sichtungen stellen sich oft als optische Täuschungen heraus

Was letztlich hinter dem nicht identifizierten Flugobjekt steckt, ist vorerst unklar. Nicht selten erweisen sich Ufo-Sichtungen als optische Täuschungen oder vergleichbare Phänomene.

Ein Beitrag von:

  • Peter Sieben

    Peter Sieben ist Content Manager und verantwortlicher Redakteur für ingenieur.de. Nach einem Volontariat bei der Funke Mediengruppe war er mehrere Jahre als Redakteur und Politik-Reporter in verschiedenen Ressorts von Tageszeitungen und Online-Medien unterwegs. Er schreibt über Forschung, Politik und Karrierethemen.

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