Ultraleichte Drohne ist marktreif 03.06.2014, 08:25 Uhr

Solardrohne „Silent Falcon“ fliegt bis zu zwölf Stunden

Bis zu zwölf Stunden lang soll die Drohne „Silent Falcon“ am Himmel ihre Kreise ziehen können. Der ultraleichte und solarbetriebene „Lautlose Falke“ hat in den USA die Praxistests bestanden und soll jetzt auf den Markt gebracht werden. Einsatzmöglichkeiten gibt es in zivilen, kommerziellen und militärischen Bereichen.

Bei der Solardrohne „Silent Falcon“ stehen drei unterschiedliche Tragflächengrößen zur Auswahl. Die elf Kilogramm leichte Drohne fliegt mit Solarenergie und kann im besten Fall bis zu zwölf Stunden in der Luft bleiben. Ausgerüstet mit Spezialkameras kann der „Lautlose Falke“ das überflogene Gebiet fotografieren, filmen oder kartieren. 

Foto: Silent Falcon UAS

Der "Lautlose Falke" schafft maximal zwölf Stunden in der Luft. Für fünf Stunden Flug reicht der Lithium-Ionen-Akku. Die restlichen sieben Stunden müssen mit Benzin zurück gelegt werden. 

Foto: Silent Falcon UAS

Gut zuerkennen: Die Tragflächen der Drohne Silent Falcon dienen auch der Speichung von Sonnenlicht. 

Foto: Silent Falcon UAS

Die Kamera XCAM-A ermöglicht eine geologische 3D-Kartierung.

Foto: Silent Falcon UAS

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„Lautlos fliegen, länger fliegen, mehr sehen“ heißt der Slogan, mit dem die Firma Silent Falcon UAS Technologies ihr Fluggerät bewirbt. UAS steht dabei für „Unmanned Aircraft Systems“ und bezeichnet in diesem Falle eine besonders leichte Drohne, die über Photovoltaik-Module auf ihren Tragflächen die Sonnenenergie anzapft und laut Hersteller bis zu zwölf Stunden in der Luft bleiben kann. Silent Falcon UAS Technologies mit Sitz in Albuquerque im amerikanischen Bundesstaat New Mexico hat die Drohne gemeinsam mit Ascent Solar und Bye Aerospace Inc. entwickelt und marktreif gemacht. Zunächst soll die Solardrohne in den USA, Lateinamerika und in Asien Abnehmer finden. Geliefert werden könnte sie in vier Monaten.

Der „Lautlose Falke“ hat eine Länge von zwei Metern und wiegt elf Kilogramm

„Wir haben etliche technische Herausforderungen gemeinsam meistern können“, sagt Joseph Armstrong, Technikchef von Silent Falcon. „Durch die Integration unserer flexiblen Photovoltaik-Module in die Tragflächen konnten wir die Flugzeit verlängern und eine besonders leichte Version der Drohne herstellen.“ Tatsächlich wiegt der „Lautlose Falke“ bei einer Länge von zwei und einer Spannweite von bis zu fünf Metern nur rund elf Kilogramm im unbeladenen Zustand. Der Karbonkörper der Drohne kann mit drei unterschiedlichen Tragflächen ausgestattet und so an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden.

Im besten Fall bleibt die Solardrohne zwölf Stunden lang in der Luft. Der eingebaute Lithium-Ionen-Akku speichert elektrische Energie für fünf Stunden Flugzeit, danach übernimmt ein Benzinmotor. Die Reichweite von 50 Kilometern erscheint allerdings eher gering, zumal die Drohne eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 112 Stundenkilometern erreichen soll. Bis zu sechs Kilometer hoch kann der Falke aufsteigen und soll schon ab 60 Metern Höhe nicht mehr zu hören sein. Sobald die Drohne ihre Mission beendet hat, geht sie mit einem Fallschirm kontrolliert zu Boden und kann dort eingesammelt werden.

Spezialkameras fotografieren, filmen und kartieren das überflogene Gebiet

Die Anwendungsmöglichkeiten für die neue Solardrohne sind zahlreich, verspricht der Hersteller. Denkbar wären Beobachtungs- und Kartierungsmissionen, zum Beispiel über Forst- und Landwirtschaftsflächen oder Küsten- und Berggebieten. Bei Großevents in Stadien könnte der Falke kreisen und die Lage beobachten, ebenso an Grenzverläufen, bei Waldbränden oder Such- und Rettungsaktionen in weitflächigen Gebieten.

Dafür kann die Drohne mit verschiedenen Kamera- und Kartierungssystemen beladen werden. Die Spezialkamera „Silent Falcon Discoverer“ fotografiert, kartiert und übermittelt die gesammelten Daten in Echtzeit an die Bodenstation. Die genaue Lagebestimmung erfolgt per GPS, während die bewegliche Infrarot-Kamera Einzelaufnahmen oder Videos macht.

Mit der Kamera können Kohlenwasserstoffemissionen entdeckt werden, ebenso wie unterirdische Gas- und Abwasserleitungen oder Blindgänger. Mit einem anderen Kamerasystem, dem „XCAM-A“, ist eine dreidimensionale geologische Kartierung möglich.

 

Ein Beitrag von:

  • Gudrun von Schoenebeck

    Gudrun von Schoenebeck

    Gudrun von Schoenebeck ist seit 2001 journalistisch unterwegs in Print- und Online-Medien. Neben Architektur, Kunst und Design hat sie sich vor allem das spannende Gebiet der Raumfahrt erschlossen.

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