Crowdfunding auf Kickstarter 23.05.2015, 08:27 Uhr

Drei 18-Jährige bieten verständliche Anleitung zum Programmieren

Weil die Schüler das Programmieren auf die harte Tour lernen mussten, haben sie das Jugend-Programmiert-Starterkit entwickelt: Dazu gehören eine Kurzanleitung, Hardware für das erste Projekt und eine Onlineplattform für alle Fragen. Auf Kickstarter kommt die verständliche Programmieranleitung gut an.

Diese drei jungen Herren aus Flensburg wollen Programmieren zum Kinderspiel machen (v.l.n.r.): Samuel Brinkmann, Rune Piper und Thorben Grodon. Alle 18 Jahre jung.

Diese drei jungen Herren aus Flensburg wollen Programmieren zum Kinderspiel machen (v.l.n.r.): Samuel Brinkmann, Rune Piper und Thorben Grodon. Alle 18 Jahre jung.

Foto: Jugend Programmiert

Samuel Brinkmann, Rune Piper und Thorben Grodon aus Flensburg sind in etwa so, wie man sich typische Programmierer vorstellt. Seit ihrer frühen Jugend interessiert sie die Welt der Codes, in die sie sich hineinfuchsten, mit mehr oder weniger großer Hilfe von klobigen Computern und dicken Anleitungswälzern. Viele Lehrbuchtexte waren unverständlich oder nur auf Englisch erhältlich. Und auf entsprechenden Onlineplattformen werden Programmierneulinge, so die Erfahrung der 18-Jährigen, mit ihren Anfängerfragen nicht gerade wohlwollend behandelt. Diese Kindheitserfahrungen waren der Auslöser für ein Projekt mit dem Ziel, jungen Menschen das Programmieren auf einfache, verständliche und unterhaltsame Weise beizubringen.

Programmieren lernen mit dem Einplatinencomputer Raspberry Pi

Die Vision der Schüler: Eine bessere Welt, in der alle einen unkomplizierten Zugang zum Programmieren bekommen. Erste Erfahrungen, wie Grundlagen beim Erstellen von Computerprogrammen am besten weitergegeben werden können, konnten die Schüler in einem Workshop für Jugendliche machen. Gemeinsam bauten und programmierten sie eine Wetterstation mit einem Raspberry Pi. Der Einplatinencomputer ist klein, preiswert und eignet sich besonders gut zum Lernen. Jetzt haben Brinkmann, Piper und Grodon sich auf die Crowdfundingplattform Kickstarter gewagt, die es seit kurzem auch als deutsche Ausgabe gibt.

Das ist das Starterkit von Jugend Programmiert: Es besteht aus Stecksystem und Kabeln, verschiedenfarbigen LEDs, Widerständen, Push-Buttons, Temperatur- und Luftdrucksensor und einem Display. Programmieren kann die Jugend dann beispielsweise mit dem Einplatinencomputer Raspberry Pi.

Das ist das Starterkit von Jugend Programmiert: Es besteht aus Stecksystem und Kabeln, verschiedenfarbigen LEDs, Widerständen, Push-Buttons, Temperatur- und Luftdrucksensor und einem Display. Programmieren kann die Jugend dann beispielsweise mit dem Einplatinencomputer Raspberry Pi.

Quelle: Jugend Programmiert

Das Jugend-Programmiert-Starterkit auf Kickstarter trifft offenbar auf eine Marktlücke. Noch sind es drei Wochen bis zum Ende der Kampagne und das Finanzierungsziel von 3000 Euro ist mit knapp 6000 Euro längst deutlich überschritten. Das Kit, das die jungen Programmierer zusammengestellt haben, enthält ein Verbindungsboard mit Stecksystem und Kabeln, verschiedenfarbige LEDs, Widerstände, Push-Buttons, Temperatur- und Luftdrucksensor und ein Display. Ein Raspberry Pi ist nicht Bestandteil des Sets. Den müssen sich die zukünftigen Programmierer selbst anschaffen.

Hardware, Handbuch und Onlineplattform

Für 35 Euro wird das Set angeboten, davon soll es zunächst 250 Stück geben. Zu dem Starterkit gehört auch das etwa 50 Seiten umfassende Handbuch. Es soll alle wichtigen Informationen für einen problemlosen Start mit dem Programmieren enthalten, inklusive der wichtigsten Befehle für die Kommunikation mit dem Raspberry Pi und einen Notfallplan, für den Fall, dass der eigene Programmcode mal nicht funktioniert.

Außerdem wollen Brinkmann, Piper und Grodon ein weiterführendes Onlineangebot aufbauen. „Viele komplexe Themen lassen sich nämlich schlecht in Buchform darstellen. „Wir bringen sie anschaulich, einfach erklärt und mit viel Witz in das weltweite Web“, heißt es bei Kickstarter. Ein Blog soll es werden, in dem komplexe Themen abgehandelt werden, aber in dem es auch die Möglichkeit gibt, über eine Kommentarfunktion Fragen zu stellen. Die soll die Community so schnell wie möglich beantworten, so dass sich ein Programmierneuling nie mehr alleingelassen fühlen muss.

 

Ein Beitrag von:

  • Gudrun von Schoenebeck

    Gudrun von Schoenebeck

    Gudrun von Schoenebeck ist seit 2001 journalistisch unterwegs in Print- und Online-Medien. Neben Architektur, Kunst und Design hat sie sich vor allem das spannende Gebiet der Raumfahrt erschlossen.

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