Statista-Studie 28.05.2019, 15:02 Uhr

Digitalmarkt von 5 US-Technologieunternehmen beherrscht

Fünf Tech-Riesen halten ein „Quasimonopol“ auf digitale Dienste – auch in Deutschland. Dabei schneidet eins besonders schlecht ab. Was Verbraucher tun können.

Techriesen: Menschengestalt vor schwarzem Hintergrund

Foto: panthermedia.net/Kheng Ho Toh

Das Statistikportal Statista hat rund 2.000 Deutsche zu den fünf größten Tech-Riesen befragt. Zentrale Ergebnisse sind:

Bekanntheit: 9 von 10 Deutschen kennen die US-Giganten Google, Amazon, Facebook, Apple und Microsoft. Die chinesischen Tech-Unternehmen sind weniger bekannt. Gerade einmal 38 % der Befragten kannte Alibaba, 12 % kennen Baidu und 7 % Tencent.

Nutzung: Mindestens zwei Drittel nutzt die Dienste von Google, Amazon und Microsoft regelmäßig. Ebenso viele der Befragten nutzten den digitalen Bezahldienst Paypal. Apple wird von jedem vierten Befragten genutzt, Facebook von rund 55 % der Befragten.

Quasimonopole bei digitalen Diensten

Allerdings gehört zur Facebook-Welt neben dem sozialen Netzwerk ein eigener Messenger sowie WhatsApp und Instagram. Damit stellt das Zucekrberg-Imperium vier der fünf größten Social-Media- und Messenger-Dienste bereit. Einzig Youtube kann es mit der Konkurrenz aufnehmen, jeder dritte deutsche Verbraucher nutzt die Videoplattform. Insgesamt spricht Statista von einem „Quasimonopol der Großen 5 auf viele digitale Dienste“. So nähmen die fünf größten Technologiefirmen der USA eine marktbeherrschende Stellung bei Office-Suiten, Social Media, Messaging, Cloudspeicher und virtuellen Assistenten ein. Einzig Paypal kann es mit den Giganten aufnehmen: „67 Prozent der deutschen Internetnutzer nutzen PayPal und verzwergen damit die fünf Technologieriesen in diesem Sektor“, so Statista.

Während die meistgenutzten Dienste auch eine überdurchschnittliche Markensympathie verbuchen können, wird Facebook nur von jedem dritten Befragten positiv bewertet. 36 % der Befragten sagen dagegen, sie bewerten das meistgenutzte soziale Netzwerk Deutschlands eher negativ. Damit erhält Facebook die meisten roten Karten von allen bewerteten Portalen. Apple hat zwar auch viele Gegner (21 %), erntet aber auch wesentlich mehr Zustimmung, nämlich 44 % im Vergleich zu 34 %.

Facebook kämpft mit schlechtem Image

Statista fragte die deutschen Konsumenten nach verschiedenen Merkmalen und wie sehr diese auf die verschiedenen Marken zutreffen. Facebook schnitt dabei unterdurchschnittlich schlecht ab. Ob im Kundenservice, in der Bedienerfreundlichkeit, der Qualität oder der Sicherheit der Produkte und Dienstleistungen ­– Zuckerbergs Kernprodukt kann nicht mithalten.

Besonders zwei Erwartungen der Konsumenten an Technologiefirmen dürfte Facebook verfehlen. So stimmen je 44 % der Konsumenten der Aussage zu, dass Technologiefirmen angemessen Steuern zahlen und politisch neutral bleiben sollten. Mit beiden Aussagen verbindet man Facebook – allerdings im negativen Sinne. Den Konzern, der in Irland Steuern spart und dem Datenanalysten Cambridge Analytics massenhaften Zugriff auf Nutzerdaten gewährte.

Allerdings: Facebook hinterzieht in der EU nicht aktiv Steuern, es hat sich nur das Land mit der geringsten Steuerlast für seine Dienstleistungen ausgesucht. Und bezüglich des Datenschutzes gilt: Auch die Nutzer gehen bisweilen sehr (fahr-)lässig mit ihren Daten um.

Datenschutz ist auch Aufgabe der User

Der Schutz der eigenen Daten und der Privatsphäre sind vielen Verbrauchern in der digitalen Welt nicht so wichtig. Gerade einmal ein Drittel der Befragten im Altre zwischen 18 und 29 Jahren gab an, darauf zu achten, welche Daten sie Technologiefirmen zur Verfügung stellten. Etwas mehr machte sich immerhin Sorgen um die eignen Daten bei der Nutzung digitaler Dienste im Allgemeinen und speziell bezüglich Hackerangriffen. Bei den Ü50-Jährigen lagen die Zahlen im Schnitt etwas höher, der Schutz der Privatsphäre scheint aber keine wirklich großen Sorgen zu bereiten. Nutzer sollten sich ohnehin nicht darauf verlassen, dass alle Unternehmen sorgfältig mit den ihnen zur Verfügung gestellten Daten umgingen, warnte Datenschutzjournalist Alexander Kretschmar im Gespräch mit ingenieur.de. Und rät zur Datensparsamkeit. Zum kompletten Interview über Social Media und Datenschutz

 

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