Ein Auto von Yamaha 27.02.2015, 15:05 Uhr

Umweltfreundlicher Zweisitzer soll 2019 auf den Markt kommen

Ab 2019 will Yamaha offenbar wieder unter die Autohersteller gehen. Mit einem zweisitzigen Kleinstwagen nimmt das japanische Unternehmen vor allem den europäischen Markt in den Fokus. Der Wagen soll sich an umweltbewusste Fahrer richten und in einer Benzin- sowie Elektro-Variante gebaut werden. Auch eine Fertigung in Europa sollen die Japaner planen. 

In der Motorradbranche zählt Yamaha zu den ganz Großen. 

In der Motorradbranche zählt Yamaha zu den ganz Großen. 

Foto: Yamaha Motor Co., Ltd.

In der Motorrad-Branche gehört Yamaha zu den ganz Großen. Jetzt hat es den Anschein, als wolle der japanische Hersteller sich auch im Automobilbau einen Namen machen. Die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“ berichtet von einem Fahrzeug mit zwei Sitzen, das ab dem Jahr 2019 hergestellt werden und sich vor allem an umweltbewusste Fahrer richten soll. Dem Artikel zufolge will das Unternehmen eine zweistellige Milliardensumme der Währung Yen investieren.

Fokus liegt auf Europa

Laut Nikkei plant Yamaha zwei verschiedene Antriebsversionen für den Kleinstwagen: eine Variante mit niedrigem Benzinverbrauch sowie ein Elektrofahrzeug. Die Ein-Liter-Benzinmotoren wollen die Japaner selbst produzieren, Elektromotoren und Batterien allerdings bei anderen Herstellern einkaufen. Das Auto soll in erster Linie den europäischen Markt erobern. Offenbar ist auch geplant, dafür eigens eine Fabrik auf dem Kontinent zu errichten, wo genau, ist bislang jedoch nicht bekannt.

Seine Konzeptstudie Motiv stellt Yamaha bereits 2013 auf der Tokyo Motor Show vor. Jetzt ließ der Konzern durchsickern, ab 2019 in Europa mit einem Kleinstwagen auf den Markt zu kommen.

Seine Konzeptstudie Motiv stellt Yamaha bereits 2013 auf der Tokyo Motor Show vor. Jetzt ließ der Konzern durchsickern, ab 2019 in Europa mit einem Kleinstwagen auf den Markt zu kommen.

Foto: Morio/Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Die Wahl für Europa, heißt es, sei vor allem auf die dortige Art der Städteplanung zurückzuführen. Mit einem zweisitzigen Kleinstwagen würde Yamaha den Kampf mit Daimler oder auch Volkswagen mit ihren Modellen Smart und Up! aufnehmen. Bereits 2013 hatte Yamaha mit dem „Motiv“ ein solches kleines Konzeptauto vorgestellt.

Yamaha kein Unbekannter im Autobau

Ein gänzlicher Neuling ist das Unternehmen in der Autobranche aber nicht. Beispielsweise lieferte Yamaha einst den Motor für den Sportwagen Toyota 2000 GT, der von 1967 bis 1970 gebaut wurde und an einen Jaguar E-Type erinnert. In den Ford-Modellen Fiesta, Puma und Focus kamen in den 90er-Jahren zudem sogenannte Zeteck-SE-Motoren zum Einsatz, die Yamaha zusammen mit Ford entwickelte. Ebenfalls in diesem Jahrzehnt baute Yamaha Motoren für die Formel Eins und stellte zeitweilig sogar ein eigenes Team. Noch immer fertigt der Konzern Motoren für Toyotas Luxusmarke Lexus.

Für den Sportwagen Toyota 2000 GT, der von 1967 bis 1970 gebaut wurde, lieferte Yamaha den Motor. 

Für den Sportwagen Toyota 2000 GT, der von 1967 bis 1970 gebaut wurde, lieferte Yamaha den Motor. 

Foto: Gnsin/Wikimedia (CC BY-SA 3.0)

Im Motorrad- und Autobau firmiert das Unternehmen unter dem Namen Yamaha Motors. Ohne den Zusatz stellt es aber auch Musikinstrumente aller Art her sowie Audiotechnik – zum Beispiel Mischpulte oder Lautsprecher. Seine Musikaffinität zeigt Yamaha auch in der Motorenbranche: Auf Zweirädern prangt ebenfalls das Logo mit den drei gekreuzten Stimmgabeln. 

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