Kein Vorteil für Verbraucher 20.11.2013, 13:49 Uhr

Smarte Stromzähler sind weder intelligent noch kostensparend

Digitale Stromzähler lohnen sich nicht für deutsche Haushalte. Die Geräte sind weder intelligent noch kostensparend. Im Gegenteil: Nach einem Gutachten im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums verursachen digitale Stromzähler Kosten für Anschaffung und Betrieb, die sich kaum durch Einsparungen ausgleichen lassen.

Intelligente Zähler für Strom, sogenannte Smart Meter, vermitteln den Kunden zeitnah Informationen über ihren Verbrauch. Allerdings hat jetzt eine Studie ergeben, dass die Stromeinsparungen gering und die Kosten der Zähler deutlich über den Einsparungen liegen.

Intelligente Zähler für Strom, sogenannte Smart Meter, vermitteln den Kunden zeitnah Informationen über ihren Verbrauch. Allerdings hat jetzt eine Studie ergeben, dass die Stromeinsparungen gering und die Kosten der Zähler deutlich über den Einsparungen liegen.

Foto: RWE

Digitale Stromzähler sollen helfen, Energie je nach Zeit und Bedarf einzusetzen und damit Kosten zu sparen. Ob dies tatsächlich möglich ist und welche Einsparungen mit dem digitalen Stromzähler möglich sind, wollte das Bundeswirtschaftsministerium wissen und beauftragte die Unternehmensberatung Ernst & Young mit einer Prüfung.

Das Ergebnis ist ernüchternd: Demnach kann ein privater Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 6000 Kilowattstunden etwa 39 Euro jährlich durch Einsatz eines digitalen Stromzählers einsparen. Nicht viel, wenn man bedenkt, dass diese Strommenge nur Haushalte mit vier und mehr Personen verbrauchen.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Excellence AG-Firmenlogo
GreenTech Engineer (m/wd) Elektrotechnik Excellence AG
Großraum Essen Zum Job 
RICHARD WOLF GmbH-Firmenlogo
Konstrukteur (m/w/d) für medizinische Instrumente und Endoskope RICHARD WOLF GmbH
Knittlingen Zum Job 
Excellence AG-Firmenlogo
GreenTech Engineer (m/wd) Automatisierung Excellence AG
deutschlandweit Zum Job 
Excellence AG-Firmenlogo
GreenTech Engineer (m/wd) Verfahrenstechnik Excellence AG
deutschlandweit Zum Job 
Excellence AG-Firmenlogo
GreenTech Engineer (m/wd) Bauingenieurwesen Excellence AG
deutschlandweit Zum Job 
Max Wild GmbH-Firmenlogo
Bauleiter (m/w/d) Großprojekte Bereich Umspannwerke Max Wild GmbH
Berkheim Zum Job 
Max Wild GmbH-Firmenlogo
Bauleiter (m/w/d) Heavy Move Max Wild GmbH
Heidelberg Zum Job 
Excellence AG-Firmenlogo
GreenTech Engineer (m/w/d) Embedded Software Excellence AG
deutschlandweit Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Ingenieur (w/m/d) für Planung und Entwurf von Ingenieurbauwerken Die Autobahn GmbH des Bundes
Halle (Saale) Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Statiker & Prüfingenieur (w/m/d) für Ingenieurbauwerke im Straßenbau Die Autobahn GmbH des Bundes
Halle (Saale) Zum Job 
THOST Projektmanagement GmbH-Firmenlogo
Ingenieur*in / Wirtschaftsjurist*in (m/w/d) für Contract & Claimsmanagement in Immobilienprojekten THOST Projektmanagement GmbH
Pforzheim Zum Job 
EF Holding GmbH-Firmenlogo
Betriebsleiter (m/w/d) Stahlwerk EF Holding GmbH
Salzgitter Zum Job 
Hillenbrand-Firmenlogo
Elektrotechnikingenieur Hardwarekonstruktion (m/w/d) Hillenbrand
Weingarten Zum Job 
Hillenbrand-Firmenlogo
Inbetriebnahmeingenieur/-techniker (m/w/d) Verfahrenstechnik Hillenbrand
Stuttgart Zum Job 
Hillenbrand-Firmenlogo
Projektingenieur Forschung & Entwicklung (m/w/d) Hillenbrand
Weingarten Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Projektleiter/in Bau und Erhaltung im Bereich Ingenieurbau (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
Freiburg Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur/in konstruktiver Ingenieurbau (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
Stuttgart Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Projektleiter/in (w/m/d) Straßenbau Die Autobahn GmbH des Bundes
Freiburg Zum Job 
SWM GmbH-Firmenlogo
Senior Projektmanager*in Programme in der Mobilität (m/w/d) SWM GmbH
München Zum Job 
atmosfair-Firmenlogo
Business Developer / Negativ-Emissionen / technische CO2-Speicherung (m/w/d) atmosfair

Kleinere Haushalte sparen noch weniger ein. Der durchschnittliche Verbrauch der Haushalte in Deutschland liegt bei 3500 Kilowattstsunden. Damit zahlen die meisten Haushalte drauf. Denn smarte Stromzähler sind teuer im Betrieb: Je nach dem zahlen Haushalte dafür zwischen 89 und 109 Euro – pro Jahr.

Transparenz des Verbrauchs soll Kosten sparen

 Damit schürt das Gutachten erhebliche Zweifel am Zwang, die neuen Zähler in Neubauten verpflichtend einzubauen. Bis 2020 sollen europaweit 80 Prozent der Haushalte mit einem digitalen Stromzähler ausgestattet werden. Eigentlich sollen die Verbraucher dadurch die Möglichkeit erhalten, ihren Bedarf je nach aktuellem Strompreis anzupassen. Günstigere Nebenzeiten in der Nacht beispielsweise könnten für Waschmaschine oder Spülmaschine verwendet werden. Das Problem: Die Strompreise sind rund um die Uhr gleich. Wer nachts die Wäsche wascht, schafft zwar Verbrauch zu Zeiten schwacher Stromnachfrage, wird dafür aber zur Zeit nicht durch niedrigere Preise belohnt.

Doch die Studie stellt auch in Frage, ob die Verbraucher überhaupt auf den smarten Zahler achten. „Es gibt keinen Beleg dafür, dass alleine die Sichtbarkeit des aktuellen Stromverbrauchs zu einer nachhaltigen Verhaltensänderung führt – zumal wenn der Einbau bei Verbrauchern erfolgt, die ihn nicht wollen“, kritisiert der schleswig-holsteinische Piratenabgeordnete Patrick Breyer.

Strompreise belohnten keinen Verbrauch zur Nachtzeit

Dabei ist die Idee der smarten und intelligenten Stromzähler überzeugend: Stromkunden sollen die Möglichkeit haben, ihr Verhalten zu ändern, und ihren Energiebedarf den zeitlich unterschiedlichen Kosten anzupassen. Ein Blick auf den Bildschirm soll genügen, damit der Verbraucher weiß, ob der Strom gerade preisgünstig genug ist, um die Waschmaschine anzuschalten.

Die smarten Stromzähler verfügen über einen Bildschirm, auf dem der Nutzer einen Überblick über seinen Stromverbrauch in Echtzeit erhält. Doch in den meisten Fällen sind die Stromzähler in den Kellerräumen oder im Sicherungskasten angebracht – gut geschützt vor den Blicken der Verbraucher.

Doch ein Blick und das Verschieben stromfressender Tätigkeiten würde kaum etwas bringen. Obwohl Stromanbieter seit dem Jahr 2012 last- und zeitabhängige Tarife anbieten, sind die Strompreise in Deutschland meist gleich – unabhängig von der Tages- und Nachtzeit.

Ein Beitrag von:

  • Petra Funk

Themen im Artikel

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.