Energiewende 25.01.2024, 10:56 Uhr

Experten: Wärmepumpe langfristig günstiger als Gasheizung

Wer soll das bezahlen? Der Aufschrei war groß, als die Bundesregierung beschlossen hat, Gasheizungen langfristig zu verbieten. Hier die gute Nachricht: Experten das Fraunhofer ISE haben herausgefunden, dass Wärmepumpen trotz hoher Anfangsinvestitionen langfristig günstiger als Gasheizungen sind.

Wärmepumpen

Auch wenn die Anfangsinvestitionen bei Wärmepumpen höher sind, lohnen sie sich auf lange Sicht.

Foto: PantherMedia / olgaguiskaja@gmail.com

Wer sich für ein neues Heizsystem entscheidet, schaut häufig nur auf die anfänglichen Investitionskosten. Der Blick in die Zukunft ist hingegen schwierig, da sich die Gesamtkosten über die Lebensdauer nur schwer kalkulieren lassen. Das wäre jedoch wichtig, um beurteilen zu können, was langfristig günstiger ist: Wärmepumpe oder Gasheizung. Forschende des Energiewende-Projekts Ariadne haben nun die Kosten verschiedener Heiztechnologien in bestehenden Wohngebäuden über 20 Jahre analysiert. Dabei berücksichtigten sie zukünftige Preise für Energieträger und die erwartete Entwicklung der CO2-Kosten. Ihre Ergebnisse zeigen, dass Investitionen in Wärmepumpen und Fernwärme nicht nur umweltfreundlicher, sondern auf lange Sicht auch kosteneffizienter sind als Gasheizungen.

So ist das Forschungsteam vorgegangen

Das Team des Fraunhofer ISE hat die Kosten und Emissionen verschiedener Heizsysteme analysiert. Die Studie konzentriert sich auf bestehende Wohngebäude, unter Beachtung der seit 1. Januar 2024 geltenden Förderungen laut Gebäudeenergiegesetz (GEG) und der Richtlinie zur „Bundesförderung für effiziente Gebäude-Einzelmaßnahmen“.

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Die Forschenden betonen, dass bei der Auswahl eines Heizsystems nicht nur die Anschaffungskosten entscheidend sind. Vielmehr sollten alle zu erwartenden Kosten, insbesondere die Preise für Energieträger inklusive des CO2-Preisanteils über die gesamte Nutzungsdauer, berücksichtigt werden.

Die Wahl des kosteneffektivsten Systems hängt maßgeblich vom Verhältnis der Preise für Strom, Gas und eventuell Fernwärme ab. Robert Meyer vom Fraunhofer ISE weist darauf hin, dass diese Betrachtungsweise zwar schon früher wichtig war, jedoch durch die prognostizierte Steigerung der CO2-Preise in den nächsten 20 Jahren noch an Bedeutung gewinnt.

Wärmepumpen auch in Altbauten kostengünstiger

Die Studie zeigt, dass Wärmepumpen in Einfamilienhäusern nicht nur die umweltfreundlichste, sondern auch die kosteneffizienteste Energiequelle sind. Die Gesamtausgaben können durch den Einsatz von Photovoltaikanlagen für den Eigenverbrauch weiter reduziert werden. Auch in Mehrfamilienhäusern erweist sich der Wechsel zu Wärmepumpen oder Fernwärme als günstiger im Vergleich zur Erneuerung von Gasheizungen.

Auch auf Altbauten hat das Forschungsteam geschaut. Dort heißt es häufig, dass Wärmepumpen nicht wirtschaftlich betrieben werden können. Die Studie zeigt jedoch, dass diese Kosteneffizienz auch für Wärmepumpen und für Fernwärme in unsanierten oder teilweise sanierten Altbauten gilt. Und das, obwohl hier aufgrund höherer Verbrauchs- und Anfangsinvestitionen die Kosten zunächst über denen von energetisch sanierten Altbauten liegen.

Das wurde für die Studie betrachtet

Die Forschenden analysierten für die Studie die anfänglichen Investitionen und Installationskosten sowie die laufenden Betriebskosten verschiedener Heizsysteme. Dazu zählen Gas-Brennwertkessel, die mit fossilem Gas, Biogas oder Wasserstoff betrieben werden, Luft-Wärmepumpen mit optionaler Photovoltaikanlage, Erdwärmepumpen, Pelletheizungen und Fernwärme.

Die Untersuchung bezieht sich zudem auf Ein- und Mehrfamilienhäuser und berücksichtigt unterschiedliche Standards der Gebäudeeffizienz. Aktuelle gesetzliche Rahmenbedingungen, wie das Gebäudeenergiegesetz (GEG), und die erwartete Entwicklung von CO2– und Energiepreisen fließen in die Analyse ein.

Angesichts der komplexen Entscheidungsfaktoren bei der Modernisierung von Heizsystemen empfehlen die Experten, Verbraucherinnen und Verbrauchern fundierte Informationen über die zu erwartenden Emissionen und Energiekosten, zur Verfügung zu stellen. Das gilt insbesondere auch für die CO2-Preise. Dies könnte beispielsweise im Zuge einer Energieberatung erfolgen.

Ein Beitrag von:

  • Dominik Hochwarth

    Redakteur beim VDI Verlag. Nach dem Studium absolvierte er eine Ausbildung zum Online-Redakteur, es folgten ein Volontariat und jeweils 10 Jahre als Webtexter für eine Internetagentur und einen Onlineshop. Seit September 2022 schreibt er für ingenieur.de.

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