Solarenergie 23.11.2023, 14:45 Uhr

Solaranlagen mit Batteriespeicher: Diese Städte liegen vorne

Deutsche Haushalte verstärken ihre Nutzung von Solaranlagen, und die Analyse von Enpal zeigt, dass immer mehr Verbraucher*innen in Städten auf zusätzliche Stromspeicher setzen, um einen höheren Anteil ihres selbst erzeugten Stroms zu nutzen.

Solarenergie

Blick ins Solarzeitalter: Enpal-Analyse zeigt, welche deutschen Städte Spitzenreiter in der Nutzung von Solaranlagen mit Batteriespeichern sind.

Foto: PantherMedia / AirUbon

Die Verbreitung von Solaranlagen auf deutschen Hausdächern nimmt stetig zu. Allerdings stellt sich die Frage, in welchen Städten Verbraucher:innen sich dazu entschließen, neben den Solaranlagen auch Stromspeicher zu installieren, um einen größeren Anteil ihres selbst erzeugten Stroms zu nutzen. Eine kürzlich durchgeführte Analyse von Enpal, einem Energieunternehmen, hat genau diese Dynamik erforscht. Dabei wurden die Städte in Deutschland identifiziert, die den höchsten Anteil ihres Solarstroms speichern, und zugleich wurde die Verbreitung von Stromspeichern in diesen Städten analysiert.

Besitzer von Solaranlagen mit Batteriespeicher haben die Möglichkeit, nicht nur 30 Prozent, sondern 50 bis 80 Prozent des erzeugten Stroms für den eigenen Verbrauch zu nutzen. In einer aktuellen Analyse hat das Energieunternehmen Enpal (www.enpal.de) erforscht, in welchen Städten die Betreiber von Solaranlagen den höchsten Anteil ihres erzeugten Stroms speichern.

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Große regionale Unterschiede

„Unsere Untersuchung zeigt, dass Solaranlagen mit Batteriespeicher in Deutschland auf dem Vormarsch sind. Allerdings gibt es derzeit große regionale Unterschiede. Generell lässt sich sagen, dass der Großteil der Solaranlagen in Deutschland über einen Batteriespeicher verfügt. Deswegen schneiden Städte, die beim Solarausbau vorne liegen, auch bei der Anzahl der Batteriespeicher am besten ab“, sagte Dr. Wolfgang Gründinger, Chief Evangelist bei Enpal. Dabei plädierte er dafür, dass die Politik dafür den richtigen Rahmen schaffen muss, „etwa durch einen Speicher-Flexbonus für den netzdienlichen Einsatz.“

Das Ergebnis der Untersuchung zeigt, dass Mainz mit einer Netto-Nennleistung von 1.260 Kilowatt pro 10.000 Einwohnern den ersten Platz einnimmt. Die Analyse basierte auf Daten des Marktstammdatenregisters, wobei die Anzahl und Nennleistung der Stromspeicher in Deutschland berücksichtigt wurden, die derzeit in Betrieb sind und mit einer PV-Anlage verbunden sind. Alle Städte mit mindestens 100.000 Einwohnern wurden in die Untersuchung einbezogen.

Nach Mainz folgt die nordrhein-westfälische Stadt Neuss auf dem zweiten Platz, wo 1.184 Kilowatt gespeicherter Strom pro 10.000 Einwohner erreicht werden. Ebenso zeichnet sich Osnabrück durch eine vergleichsweise hohe Stromspeicherung aus und belegt den dritten Platz mit 852 Kilowatt.

Frankfurt am Main schneidet in der Untersuchung am schlechtesten ab

Bremen, Offenbach und Frankfurt am Main hingegen schneiden im Städte-Ranking am schlechtesten ab. Der Stadtstaat Bremen erreicht 105 Kilowatt, Offenbach 95 und die Mainmetropole lediglich 79 Kilowatt pro 10.000 Einwohner. Dies entspricht einem Unterschied von etwa 1.181 Kilowatt im Vergleich zu Mainz.

Bereits im April hat Enpal die Städte Paderborn, Gütersloh und Oldenburg als die Solarhochburgen Deutschlands ausgezeichnet, darüber haben wir ausführlich berichtet. In den letzten fünf Jahren wurden hier die meisten Solaranlagen in Betrieb genommen. Auch in Bezug auf die Anzahl der Solaranlagen mit Batteriespeicher pro 10.000 Einwohner führen die drei Städte die Untersuchung an. In Paderborn beträgt die Anzahl der Speicher derzeit 2.165, was 140 Speichereinheiten pro 10.000 Einwohner entspricht. Knapp dahinter liegt Gütersloh mit rund 138 Anlagen, gefolgt von Oldenburg mit fast 113 PV-Anlagen mit Speicher auf dem dritten Platz.

Obwohl die drei Städte die meisten Speicher pro 10.000 Einwohner haben, schneiden sie bei der Nennleistung etwas schlechter ab. Paderborn landet auf Platz vier (836 Kilowatt), während Gütersloh (729 Kilowatt) und Oldenburg (503 Kilowatt) die Plätze sechs und zehn einnehmen.

Bayern als Vorreiter bei der Speicherung von erneuerbarem Strom

Im Bundesländervergleich zeigt sich Bayern als Vorreiter bei der Speicherung von erneuerbarem Strom mit einer Netto-Nennleistung von 856 Kilowatt pro 10.000 Einwohner. Auch Niedersachsen liegt mit 837 Kilowatt weit vorn, gefolgt von Rheinland-Pfalz mit einer Netto-Nennleistung von 829 Kilowatt auf dem dritten Platz.

Bremen hingegen zeigt das Schlusslicht sowohl bei der absoluten Anzahl an Speichern als auch bei der Nennleistung. Das Bundesland weist lediglich 111 Kilowatt gespeicherter Strom pro 10.000 Einwohner in der Untersuchung auf.

Abseits des Rankings zeigen auch kleinere Städte mit einer Einwohnerzahl von mindestens 50.000 und weniger als 100.000 einen hohen Anteil an Speichern. Nordhorn in Niedersachsen führt die Untersuchung an, wobei die Netto-Nennleistung der Speicher bei 1.164 Kilowatt pro 10.000 Einwohner liegt. Auch in Ibbenbüren sind Stromspeicher bei Solaranlagen beliebt, hier kommen 1.143 Kilowatt zusammen. Velbert in Nordrhein-Westfalen belegt den dritten Platz mit einem Wert von 1.038 Kilowatt.

Im Gegensatz dazu liegt die Universitätsstadt Gießen unter den mittelgroßen Städten mit großem Abstand auf dem letzten Platz, da hier nur 128 Kilowatt Strom pro 10.000 Einwohner aus Solaranlagen gespeichert werden.

Ein Beitrag von:

  • Alexandra Ilina

    Redakteurin beim VDI-Verlag. Nach einem Journalistik-Studium an der TU-Dortmund und Volontariat ist sie seit mehreren Jahren als Social Media Managerin, Redakteurin und Buchautorin unterwegs.  Sie schreibt über Karriere und Technik.

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