Die große Wolke 30.05.2018, 08:08 Uhr

Cloud Computing

Die Cloud entwickelt sich zu einem neuen Standard der dezentralen Datenversorgung. Nicht nur Unternehmen, sondern auch Privatanwender profitieren von der vielseitig nutzbaren Technologie. Für einen sicheren Einstieg in das Thema Cloud Computing bietet dieser Leitfaden einen guten Überblick.

Die Cloud-Wolke

Foto: panthermedia/maximsamos

Was ist Cloud Computing?

Heiter bis wolkig – Das Wetter fasziniert den Menschen seit Anbeginn und bietet immer wieder unverfänglichen Gesprächsstoff bei einem Smalltalk. Wolken sind in der Natur sinnbildlich eine Ansammlung von Wasserdampf in der Atmosphäre. Wird dabei die digitale Welt betrachtet, ist eine Cloud nichts anderes als ein Kollektiv von einer enormen Menge an Daten. In anderen Worten: Cloud Computing bedient sich der Technologie des Internets, um auf Daten zuzugreifen, die sich auf einem anderen Gerät, in einer anderen Räumlichkeit befinden. Jeder Computer, der mit dem Internet verbunden ist, kann Daten in eine große „Wolke“ senden.

Natürlich sieht der Vorgang in der Realität etwas komplexer aus, als es auf den ersten Blick zu sein scheint. Je nachdem, welche Aktion vorgesehen beziehungsweise durchgeführt wird, werden Daten an die Cloud gesendet, addiert, zwischengespeichert, eingepflegt oder abgelegt. In gewissen Fällen werden diese Informationen auch per Software in der Wolke weiterverarbeitet. Ein stationäres System kann diese dann abrufen, um die Daten wiederzugeben, lokal zu verarbeiten, neu zu katalogisieren oder abzugleichen. Ausgelagerte Rechenleistung, Speicherkapazitäten, Datenverarbeitung, Software und eine Vielzahl an anderen Dienstleistungen sind durch das Cloud Computing einfach über das Internet erreichbar. Wir möchten Ihnen in diesem Artikel die verschiedenen Aspekte, die unter dem Schlüsselbegriff Cloud Computing zusammengefasst werden, näher bringen.

Die E-Mail als Vorreiter des Cloud Computing

Das weitverbreitetste Anwendungsbeispiel für Cloud Computing ist mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit die E-Mail – der eigene Briefkasten im Internet. Diverse Onlinesevices, wie zum Beispiel die sozialen Netzwerke, Streamingdienste oder Online-Shoppingportale verlangen eine verifizierte E-Mail-Adresse. Der Einstieg in das Cloud Computing wird durch die Erstellung eines E-Mail-Accounts geebnet und ist der erste notwendige Schritt, um die virtuelle Welt zu entdecken. Die Daten, die auf dem Bildschirm vom Nutzer eingetippt werden, verlassen den lokalen Rechner und werden mit den Daten von anderen Millionen Nutzern katalogisiert – in die virtuelle Kartei des jeweiligen Anbieters. Wird eine Nachricht über den Posteingang empfangen, befindet sich der Inhalt meist nicht lokal auf dem eigenen Empfangsgerät, sondern auf einem Server in einem Rechenzentrum. Dieses befindet sich möglicherweise auf der anderen Seite der Welt. Die persönlich an die jeweilige E-Mail-Adresse zugestellte elektronische Post wird während des Lesens von einem anderen Computer abgerufen und nur im Browserfenster oder einem E-Mail-Verwaltungsprogramm (Microsoft Outlook, Mozilla Thunderbird etc.) angezeigt. Schreibt der Nutzer nun eine E-Mail direkt im Browser, wird das Dokument direkt in der Cloud verfasst und über den Onlineanbieter an den Empfänger versendet. Dieser öffnet die Nachricht und liest sie, ohne dass diese auf dem Gerät gespeichert wird. So wird der gesamte Nachrichtenverkehr in der Cloud zentral verwaltet, zugestellt und gespeichert.

Natürlich beschränkt sich das Nutzen einer Cloud nicht nur auf den E-Mail-Dienst. Die Reichweite der Möglichkeiten, eine Cloud-Lösung in Betracht zu ziehen, ist enorm. Sie reichen von betriebswirtschaftlichen Lösungen über Kommunikationsmöglichkeiten bis hin zum EDV- und IT-Management im Unternehmen. Dies umfasst beispielsweise auf gewinnbringender Ebene das Betreiben eines Online-Shops, Bezahldienste, Dokumenten- und Projektmanagement, Personaleinsatzplanung oder auch die Optimierung von Produktionsketten in einer Fabrik. Die Kommunikationskanäle, die das Internet bietet, heben die Zusammenarbeit an Projekten auf einen ganz anderen Level. Diese werden in den meisten Fällen ebenfalls durch eine Cloud-Lösung realisiert. Darunter sind unter anderem die IP-Telefonie, das Teilen eines Kalenders mit Kollegen oder Geschäftspartnern und das Abhalten von Web-Konferenzen zusammengefasst. Vertreter des IT-Managements sind zum Beispiel das Speichern und Sichern von Daten in zugänglichen Cloud-Lösungen. Im digitalen Zeitalter werden Datenansammlungen immer größer und vielfältiger. Unternehmen erschließen mit dem Cloud Computing eine lukrative Schnittstelle (intern sowie extern). Ebenso wie private Nutzer, die einen einschlägigen Vorteil aus dieser Technologie ziehen.

Ursprünge der Cloud

Der Hype rund um den Begriff „Cloud Computing“ ist vergleichsweise alles andere als neu und dennoch in den Medien präsent, wie nie zuvor. Bereits in den 1950er Jahren wurde der Grundstein für die bahnbrechende Idee gelegt. Der Visionär und Computer-Wissenschaftler Herb Grosch träumte von separaten Datenstationen im IBM-Forschungslabor, die von einem externen Rechenzentrum versorgt werden. Anfang der 60er Jahre entwickelt John McCarthy – wissenschaftlicher Pionier auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz – die Idee weiter. Während seiner Forschungsarbeit wird ihm klar, dass die Zukunft für das Cloud Computing spricht. Hinter dem Konzept steht, dass Rechenleistung und Speicher zentral und bedarfsgerecht verteilt werden. Schon damals gelang es, die Leistung von Großrechnern via Telefonanschluss abzurufen. Durch die geringe Bandbreite war dies aber nur bei einfachen Aufgaben möglich. Abhängig von der Netzstruktur war dieses Unterfangen aber noch in den Kinderschuhen. Das ändert sich jedoch rasant zu Beginn der 70er. Dem Glashersteller Corning aus den USA gelingt es, Lichtwellenleiter zu entwickeln. Diese sind in der Lage, Signale beinahe verlustfrei über längere Strecken zu transportieren.

Durch die stetige Weiterentwicklung der Glasfasern und dem auch heute noch andauernden Ausbau der Glasfaserinfrastruktur feiert die Technologie der Cloud den Durchbruch.

Die Cloud – Zentrale der Daten

Der Nutzer weiß, dass seine Daten in der Datenwolke liegen. Dabei entsteht jedoch die Frage: Wo genau legt eigentlich der jeweilige Anbieter die ihm anvertrauten Daten ab?

Einige Dienstleister behaupten, dass der Speicherort der Datensätze physisch nicht genau zugeordnet werden kann. Dies ist allerdings aufgrund der Natur von digitalen Daten gar nicht möglich. Jeder Bit eines Datensatzes hat einen genauen physischen Standort im Serverturm x auf Festplatte y in Partition z.

In der Regel befinden sich Daten zentral gespeichert in eigenen oder fremden Server- beziehungsweise Rechenzentren. Dies sind mehr oder weniger große Räumlichkeiten, in denen Computer an Computer stehen. Um interne Systemausfälle und andere technische Komplikationen zu vermeiden, werden bereitgestellte Informationen, Bit für Bit auf verschiedene Geräte und Festplatten verteilt. Außerdem wird jeder Datensatz doppelt gespeichert. So kann er beim Ausfall eines der Geräte leichter rekonstruiert werden. Oftmals werden größere Datenmengen per Clustering verarbeitet. Dabei werden die Rechenoperationen nicht von einem zentralen Rechner ausgeführt, sondern direkt auf verschiedene Rechner verteilt. Bei Ausfall einer Einheit kann dann direkt auf ein anderes Gerät umgeschaltet werden, ohne dass der Kunde dies überhaupt bemerkt.

Neue physische Grenzen, unendliche Möglichkeiten

Jedes Gerät, das mit dem Internet verbunden ist, ist grundsätzlich dazu in der Lage, mit einer Cloud zu kommunizieren. Durch Zugangsdaten geschützt, kann nach Eingabe dieser die externe Daten-Wolke und jede darin gespeicherte Information von überall aus abgerufen werden. Ganz egal, ob es sich dabei um Kundeninformationen, wichtige Unterlagen oder mediale Inhalte handelt.

Früher musste alles per Speichermedium oder Kabel auf ein anderes Gerät transferiert werden, um es mitnehmen zu können. Erst die Cloud ermöglicht den unkomplizierten Zugriff auf alle benötigten Daten – zu jeder Zeit von jedem Standort – über das Internet. Ein Griff zum Mobiltelefon, um einen Blick auf den Kalender zu werfen, in dem zuvor am Laptop ein Termin eingetragen wurde. Auf der Heimfahrt im Zug problemlos an einem Dokument weiter arbeiten, um es dann ganz bequem weiterzuleiten. On-Demand Filme und Serien können per WLAN aus der eigenen Cloud oder der des Anbieters abgerufen werden. Wird die Wiedergabe gestoppt, läuft der Film auf einem anderen Endgerät zu einem anderen Zeitpunkt genau an dieser Stelle weiter. Auf einem anderen Rechner können spontan Fotos mit den Bekannten und Verwandten angesehen werden.

Die bereitgestellte Vielfalt kann sich sehen lassen. Viele Unternehmen nutzen die Technologie des Cloud Computing bereits als festen Bestandteil, um ihre Angebote zu planen, zu erstellen und letztendlich an den Endnutzer weiterzuleiten.

Eine Kosten-Nutzen-Analyse

Hauseigene Systeme und Software manuell auf dem neuesten Stand zu halten ist langsam und umständlich. Eine Reihe neuer firmeneigener E-Mail-Adressen zu erstellen oder Updates durchzuführen kann schon mal Wochen dauern. Die Cloud-Giganten versprechen dabei einen deutlichen Vorteil, wenn es um die Entwicklung von Software, Updates und Infrastruktur geht. Ein zentrales System, welches für alle Anwender gleichzeitig programmiert und Hand in Hand mit der Hardware optimiert wird. Das Anlegen neuer Firmenadressen kann zeitnah realisiert werden. Die automatische Aktualisierung der Soft-und Hardware gelingt im Stundentakt. Dies ist nur ein Bruchteil der Möglichkeiten, die Cloud Computing bietet. Anbieter versprechen höchste Leistung und Geschwindigkeit. Außerdem hat die Software in der Cloud, durch die ständige Aktualisierung, dauerhaft Bestand. Bei internen Systemen droht die Einstellung des Softwaresupports, ein Problem, welches nicht von der Hand zu weisen ist.

Der Kostenfaktor einer Cloud kann unter Umständen den Betrieb eigener Hardware um Längen schlagen. Gerade die öffentlichen Cloud-Möglichkeiten, bei der keine Kosten für Softwarelizenzen anfallen, sparen bares Geld. Kleinere Datenmengen und einfache Anwendungsprogramme werden teilweise gratis angeboten oder mit Werbeeinnahmen finanziert. Kostenpflichtige Varianten setzen sich im Idealfall aus einem Basistarif und variablen Erweiterungspaketen zusammen. Die Aktualisierung der Cloud-Dienste findet meist ohne Aufpreis statt und amortisiert die Cloud im Handumdrehen. Management- und Kostentransparenz ermöglichen Unternehmen bei Cloud-Anbietern eine langfristige Kalkulation und Sicherheit.

Effizienzlösung mit Potenzial

Allgemein betrachtet ist Cloud Computing ein Multitool, welches in einer Vielzahl von Bereichen zum Einsatz kommt. Von der E-Mail über Bürosysteme bis hin zur Nachbildung einer kompletten IT-Landschaft im Unternehmen – Cloud Computing bildet eine Gesamtlösung in der Datenhaltung und unterstützt Privatpersonen und Unternehmen tagtäglich bei diversen Anforderungen.

Das Internet verteilt Datenströme auf Servern in der ganzen Welt, die gleichzeitig Milliarden von komplexen Rechenaktionen durchführen. In großen Karteien werden Kunden- und Unternehmensdaten von jedem Standort aus einfach zugänglich und abrufbar. Gut vorbereitet mit nahezu unbegrenzter Skalierbarkeit und Speicherkapazität, praktischen Werkzeugen und Ansätzen in der Zeit des digitalen Wandels.

Dabei werden oftmals nicht nur Einzelheiten übernommen, sondern der gesamte Prozess. Der Dienstleister pflegt die Soft- und Hardware, stellt die Räumlichkeiten zur Verfügung und kümmert sich um die Sicherheit seiner Anlagen. Sowohl im physischen als auch im digitalen Sinne, ist er dafür zuständig, neue Datenschutzrichtlinien einzuhalten und umzusetzen. Die Notwendigkeit, die eigene IT ständig auf den neuesten Stand zu bringen, sowie eigene kosten- und wartungsintensive Geräte und Räume vor zu halten, entfällt. Bezahlt wird nur das Volumen, das auch tatsächlich genutzt wird. Dies ermöglicht eine neue, ungeahnte Flexibilität, was sich auch auf die Produktivität im Unternehmen auswirkt.

Gefahren beim Cloud Computing

Natürlich gibt es beim Cloud Computing nicht nur Vorteile. Deshalb ist es besonders wichtig, dass sich vor allem Unternehmen mit den potenziellen Risiken beschäftigen.

Ein Beispiel hierfür sind eventuelle Komplikationen bei der Integration von Daten oder Software in die Cloud. Dabei sollte bereits im Vorfeld sichergestellt werden, dass eigene IT-Systeme mit der Plattform des Service-Anbieters kompatibel sind. Unter Umständen sind nachträgliche Anpassungen mit einem hohen Aufwand verbunden. Deshalb sollte das Angebot des Cloud-Anbieters auf vorhandene Schnittstellen und im Allgemeinen auf die Integrationsfähigkeit überprüft werden.

Nicht nur technische Probleme können einen Einstieg erschweren. Allein ein Wechsel der Benutzeroberfläche kann für den Nutzer eine einschneidende Veränderung des Arbeitsalltags bedeuten. Kommen zudem noch laufende Updates hinzu – in Form von Funktionserweiterungen und -anpassungen – müssen hier regelmäßige Schulungen des Personals durchgeführt werden.

Die hohe Vernetzung von Daten birgt ein weiteres Risiko, welches nicht zu unterschätzen ist: Die Fehlerquelle Mensch. Es besteht die Möglichkeit, dass Mitarbeiter Zugriff auf wichtige Unterlagen erhalten und diese unwissentlich löschen oder nachhaltig verändern. Beim Cloud Computing ist es unter Umständen schwierig, verloren gegangene Daten wiederherzustellen beziehungsweise wiederzuerlangen. Bei der Wahl des Anbieters sollte darauf geachtet werden, dass eine Anpassung der Nutzerrechte auf verschiedenen Ebenen innerhalb der Software möglich ist. Dazu bieten weitere Funktionen, wie Versionierungen (das bedeutet, dass im Ernstfall eine ältere Version der Datensätze wiederhergestellt werden kann) und die Erstellung von Backups zusätzliche Optionen der Datensicherung.

Die Voraussetzung für das Cloud Computing ist eine Internetverbindung, die je nach Anforderung eine höhere Bandbreite benötigt. Nicht an jedem Standort ist diese auch verfügbar. Daneben bringen fatale Verbindungsfehler auch zuweilen die Übertragung (natürlich meist genau dann, wenn das Backup gerade aktualisiert wird) durcheinander. Das erschwert es dem Cloud-System, Daten zu verarbeiten und/oder zu speichern.

Große Themen bei der Cloud-Lösung sind zudem Cyberkriminalität und rechtliche Schlupflöcher. Geleakte Datensätze, Schadsoftware, die die Endgeräte der Kunden mit Viren infiziert oder Wirtschaftsspionage – ein Hackerangriff kann enormen Schaden anrichten. Im schlimmsten Fall kann der Anbieter der Cloud-Software alle Schadensersatzansprüche abwälzen. Deshalb sollten vor der Auswahl des Cloud-Providers Informationen über die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen des Datenschutzgesetzes der Europäischen Union eingeholt werden. Befindet sich das Unternehmen oder die Anlagen im Ausland, können unter Umständen ganz andere Gesetze und Sicherheitsbestimmungen greifen. Ein Gefahrenpotenzial, das hierbei entsteht ist, dass sensible Daten in fremde Hände gelangen.

Eine einheitliche Sicherheitszertifizierung gibt es noch nicht. Der ISO Standard 27001 nach dem IT- Grundschutz des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bietet hierfür jedoch einen Leitfaden. Entsprechende Zertifikate des Anbieters und die Beratung durch ein auf Datenschutz spezialisiertes Unternehmen können das Vorhaben besser absichern und eventuelle Risiken minimieren.

Eine Zwischenbilanz – Vor- und Nachteile des Cloud Computing

Die Globalisierung erfordert in jeglicher Hinsicht immer mehr Flexibilität und Verfügbarkeit auf allen Ebenen. Mit Hilfe der Technologie des Cloud Computing wird der Informationsfluss in der digitalen Welt kontinuierlich vorangetrieben. Dabei entstehen durch die Vernetzung sowie Auslagerung von Diensten und Daten verschiedene Vor- und Nachteile.

Die Integration der Daten in eine Cloud ermöglicht Einsparungspotenzial in Hardware, Software und Verwaltungsaufwand. Insgesamt ergibt sich eine Produktivitätssteigerung für das gesamte Unternehmen. Die Kosten richten sich dabei nach der Grundgebühr sowie dem anfallenden zusätzlichen Bedarf. Im Vergleich zu einer Standort-abhängigen Lösung kann der Aufwand transparenter nachvollzogen werden. Zusätzlich muss dabei auf einzelne Landesbestimmungen und damit verbundene Rechtsauflagen gerade im Bereich des Datenschutzes geachtet werden. Die Daten stehen für berechtige Nutzer in einer Cloud zu jedem Zeitpunkt auf der ganzen Welt zur Verfügung. Daraus ergeben sich potenzielle Sicherheitslücken. Angriffe von außen drohen aber auch bei lokalen Geräten, insofern diese mit dem Internet verbunden sind. Die Verbindungsgeschwindigkeit ist dabei außerdem vom Standort abhängig, da die Infrastruktur unterschiedlich stark ausgebaut ist.

Der Nutzen von Cloud-Computing nimmt nachhaltigen Einfluss auf Nutzerverhalten und Unternehmensstrukturen und ist schon lange keine Zukunftsmusik mehr. Der Wandel wird jedoch noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Cloud-Services-Typen

Die Überführung in sogenannte Cloud-Dienstleistungen kann auf verschiedene Weise erfolgen und wird in unterschiedlichen Modellen angeboten. Dabei können sich Interessenten für eine Integration, vollständig oder teilweise, entscheiden. Je nachdem, welche Anforderungen und Bedürfnisse versorgt werden müssen. Die Verfügbarkeit der bereitgestellten Komponenten wird über ein sogenanntes Service Level Agreement festgelegt. Darin ist auch eine Vereinbarung für die Entstörzeit enthalten. Diese gibt vor, wie viel Zeit der Service-Provider für die Behebung einer gemeldeten Störung hat, bis das System wieder zur Verfügung stehen muss. Beim Cloud-Computing kann zwischen drei Diensten unterschieden werden, die aufeinander aufbauen:

  • Infrastructure-as-a-Service (IaaS),
  • Platform-as-a-Service (PaaS) und
  • Software-as-a-Service (SaaS).

Infrastructure-as-a-Service (IaaS)

IaaS beschreibt die Verlagerung der IT-Infrastruktur in die Cloud. Dabei wird sie virtuell nachgebildet, was zum Beispiel Computer, Netzwerke und sogar Betriebssysteme umfassen kann. Die implementierten Systeme sind dabei frei skalierbar und lassen sich deshalb bedarfsgerecht anpassen. Hier können Leistungsschwankungen erheblich einfacher abgefangen werden, als mit konventionellen Systemen.

Die Verwaltung der Infrastruktur kann dabei vollständig vom Dienstleister übernommen werden. Dies umfasst Hardware-bezogene Aktualisierungen – Software muss jedoch vom Kunden selbst verwaltet und gepflegt werden.

Diese Form der Cloud-Lösung ist besonders für kleinere Unternehmen interessant. Größere Projekte lassen sich trotz kleiner oder gänzlich fehlender IT-Infrastruktur kostengünstig realisieren.

Platform-as-a-Service (PaaS)

PaaS ist der nächste Schritt im Cloud Computing und verlagert zusätzlich zur IaaS die gesamte Entwicklungsumgebung für Software in die Cloud. Die verschiedenen Komponenten werden vollständig in Wartung und Aktualisierung vom Dienstleister verwaltet.

Eine Entwicklungsumgebung ist die Basis aller notwendigen Funktionen, die benötigt werden, um Anwendungen, wie zum Beispiel Apps, Webseiten oder sogar Betriebssysteme zu entwickeln. Dies umfasst Dienste zur Programmierung, dem Testen der entwickelten Software und die Organisation der Entwicklungsschritte.

Die hauptsächlichen Interessenten für das Servicemodell Platform-as-a-Service sind in erster Linie Software- und Webentwickler sowie Geschäftsanwender. Gebühren für die Nutzung von Software lassen sich bedarfsgerecht an den tatsächlichen Konsum anpassen.

Software-as-a-Service (SaaS)

SaaS ist die letzte aufbauende Stufe des Dienstleistungspakets für Anwendungsentwickler, um entwickelte Software dem Endnutzer zur Verfügung zu stellen. Der Anbieter übernimmt das vollständige Management und die Wartung der Anwendung.

Sollte ein Update fällig werden, so wird der gesamte Prozess zur Einführung durch den Cloud-Anbieter betreut. Darunter fallen unter anderem die Nutzerverwaltung, die Aktualisierung der Funktionen sowie die Bereitstellung der Inhalte auf den Endgeräten der Nutzer.

Anwendungsentwickler können sich auf die Weiterentwicklung ihrer Software konzentrieren, während die organisatorischen Aufgaben durch den Cloud-Dienstleister abgedeckt werden. Kunden müssen nur die tatsächlich anfallenden Kosten tragen, da Lizenzmodelle in Abhängigkeit der genutzten Ressourcen vom Anbieter in Rechnung gestellt werden. Deshalb ist Software-as-a-Service für Unternehmen jeder Größe geeignet.

Everything-as-a-Service (EaaS)

EaaS umfasst die vollständige und aufeinander aufbauende Nutzung von IaaS, PaaS und SaaS. Bei der Buchung eines Komplett-Service-Pakets entstehen Vorteile. Dadurch, dass vertrauliche Inhalte nur an einen Cloud-Anbieter weitergereicht werden, entstehen weniger Sicherheitslücken. Zudem verringert sich der Verwaltungsaufwand möglichweise um ein Vielfaches, da technische Komponenten sowie Entwicklungsumgebungen aufeinander abgestimmt sind.

Cloud-Typen

Neben der technischen Umsetzung sollte geklärt werden, welche Zielgruppen auf die Inhalte in der Cloud Zugriff erhalten sollen. Dabei wird grob in drei Kategorien und deren Subtypen unterteilt:

  • Die Public Cloud,
  • die Private Cloud und
  • die Hybrid Cloud.

Public Cloud

Die Public Cloud stellt, wie im Namen schon vorweggenommen, ihre Dienste für jeden bereit. Nutzer und Unternehmen lassen ihre Daten gemeinsam verarbeiten und speichern. Speicher- und Rechenkapazität sind frei skalierbar und werden, wenn überhaupt, auf Abrechnung oder Abonnementbasis verrechnet. Dies ist durch die gemeinsam genutzte Infrastruktur und Ressourcen die günstigste Variante des Cloud Computing. In dieser werden die Datensätze der einzelnen Benutzer fein säuberlich getrennt. Jeder hat nur Zugriff auf seinen eigenen privaten Datensatz – die Daten liegen aber alle in der selben Cloud.

Die praktischen Beispiele, um die Public Cloud zu veranschaulichen, sind: Social Networks, E-Mail-Dienste, Streaming- und Shoppinganbieter, Browsergames, die meisten Google-Services, Amazon-Web-Services, Microsoft Office 365, SAP Business ByDesign und viele mehr.

Ein Subtyp der Public Cloud ist die Community Cloud. Bei dieser Form schließen sich mehrere Endnutzer und/oder Unternehmen zu einem großen Ganzen zusammen, um die Cloud-Dienste als Kollektiv zu nutzen. Der Zugang wird zwar einer größeren Gruppe gewährt, aber nur diese hat Zugriff auf die Cloud und deren Inhalte. Vorrangige Nutzer sind unter anderem Gemeinden, Forschungszentren oder Nachbarschaften.

Private Cloud

Bei der Private Cloud handelt es sich überwiegend um das Verwalten eigener Ressourcen am eigenen Standort. Dazu wird eine IT-Systemstruktur benötigt, weil die Private Cloud sich ausschließlich aus dem System, das sich vor Ort befindet, bedient. Dieses kann dann ebenso über IaaS (Infrastructure-as-a-Service), bereitgestellt vom Cloud-Provider oder durch eine eigene IT-Landschaft, bedarfsgerecht realisiert werden. Der physische Speicherort der Daten befindet sich damit am eigenen Unternehmensstandort. Für Skeptiker des Cloud-Konzepts werden dadurch einige Vorteile der Technologie nutzbar, während wichtige Daten ausschließlich in den Händen des Unternehmens bleiben.

Die häufigste Anwendungsform der Private Cloud ist deshalb vor allem die Einrichtung und Bereitstellung einer virtuellen Rechnerstruktur durch sogenannte Virtualisierungssoftware. Dadurch lassen sich IT-Ressourcen effizient auf die benötigten Anwendungsgebiete aufteilen. Dies betrifft beispielsweise die Optimierung von Produktionsketten, die Verwaltung aller Unternehmensressourcen, wie zum Beispiel Personal und Betriebsmitteln, sowie die Nutzung von Analysetools.

Ein abgewandeltes Konzept der Private Cloud ist die Virtual Private Cloud. Den Nutzern wird ein eigener abgeschotteter Bereich innerhalb einer Public Cloud zur Verfügung gestellt. Erreichbar sind diese ausschließlich über entsprechende Login-Daten. Die Kommunikation zwischen dem virtuellen Speicher und dem Endgerät wird zusätzlich verschlüsselt.

Hybrid Cloud

Die Hybrid Cloud vereint die Vorteile der Private Cloud mit denen der Public Cloud. Sensible Daten verbleiben dabei weiterhin am lokalen Standort. Bei temporär höheren Anforderungen können so weniger sensible Prozesse in die Public Cloud ausgelagert werden.

Diese Kombination wird häufig bei saisonalen oder projektbedingten Mehraufwand in Betracht gezogen, wenn die eigene IT-Infrastruktur die Last nicht mehr bewältigen kann. Ein Unternehmen kann so Leistungsspitzen zeitnah und kostengünstig abfangen und je nach Bedarf weitere Ressourcen hinzu buchen. Durch diese Cloud-Lösung lassen sich die unternehmensinterne IT und externe Leistung flexibel und sicher miteinander verbinden.

Werden verschiedene Cloud-Typen miteinander verbunden, wird von einer Multi Cloud gesprochen. Diese baut auf dem Konzept der Hybrid Cloud auf. Hinzu werden zahlreiche Cloud-Computing-Dienste in einer heterogenen Systemarchitektur vereint, die gleichzeitig genutzt werden können.

Die weltweit größten Cloud-Computing-Anbieter

Die Konkurrenz schläft nicht – Überall auf der Welt versuchen Konzerne und Unternehmen den Cloud-Markt zu erschließen. Dabei gibt es vier Kontrahenten, die aber bereits über die Hälfte des gesamten Marktanteils für sich beanspruchen. Die Rede ist von namentlich bekannten Weltkonzernen:

  • Microsoft,
  • Amazon,
  • Google und
  • IBM.

Microsoft Corporation

Bekannt wurde Microsoft vor allem durch die Entwicklung des Betriebssystems Windows. Begonnen hat alles mit einem kleinen Team in einer Garage. Eine Hand voll Rechner und eine Idee standen in den 80er Jahren am Anfang der Computernutzung, wie wir sie heute kennen. Die Geschichte um Bill Gates und seinem Team ist in den Aufzeichnungen nicht nur der Beginn der Nutzung des Computers im privaten Bereich. Microsoft ist bis heute der ungeschlagene Standard auf dem Markt.

Der Hard- und Softwaregigant erzielt regelmäßig Meilensteine in der Rechner- und Softwareentwicklung. Einem Unternehmen wie Microsoft entgeht der Trend zu mehr Aktivität in Cloud-Systemen natürlich nicht. Deshalb geht Microsoft 2010 mit Microsoft Azure, ihrer hauseigenen Cloud-Lösung an den virtuellen Start. Azure bietet ein abwechslungsreiches Angebot, das auf allen Service-Ebenen arbeitet. Von der einfachen Lagerung bis zu komplexen virtuellen Computerlösungen, Programmiertools und Sicherheitsanwendungen, welches insgesamt über 100 Anwendungen umfasst. Nicht nur eigene Services werden über Azure vertrieben. Um das Angebot abzurunden stehen im Marketplace auch Dienste von Drittanbietern zur Verfügung.

Amazon.com, Inc.

Mit der simplen Idee eines elektronischen Buchgeschäfts vor 24 Jahren gelang Jeff Bezos mit Amazon ein Geniestreich. Heute steht der Onlineriese mit seinem gigantischen Angebot an der Börse und erzielt regelmäßig Rekordquoten. Der Online-Marktplatz beschränkt sich dabei schon lange nicht mehr auf Bücher. Ein kolossales Produkt-Angebot, von A wie AAA-Akkumulatoren bis Z wie Zylinder lässt den Shopping-Giganten wie einen Monopolisten dieser Branche erscheinen. Hinzu gesellen sich diverse Abonnement-Funktionen für verschiedene Situationen und Endgeräte, Schnell-Lieferung und Produktvorschläge. Das alles macht Amazon zum Marktführer im Online-Shoppingsegment. Weitere Services und Unternehmenszweige, wie Amazon Vine, das Produkte bewusst testen lässt und Amazon Go, ein Ladengeschäft ohne Kasse, erweitern den Konzern.

Seit 2006 bietet der amerikanische Großkonzern mit seiner Tochterfirma Amazon Web Services auch eine umfassende Cloud-Computing-Lösung an. Angefangen beim simplen Speicherplatz bis hin zur komplexen virtuellen IT-Lösung für Großunternehmen. Namentlich bekannte Größen, wie der Streamingdienst Netflix oder das Datensharingportal Dropbox, bedienen sich der Cloud-Technologie von Amazon. Jeder kommerzielle Kunde wird bei Amazon finden, was er benötigt. Ein integriertes Streamingangebot, E-Books, eigens entwickelte Hardwarelösungen und umfangreiche IT-Angebote für Privatverbraucher machen Amazon ebenso zum Allroundanbieter in Sachen Cloud. 2013 wurde Amazon von Gartner, einem renommierten Anbieter von Marktanalysen, als führender internationaler Anbieter im Cloud Computing eingestuft.

Google LLC

Google, die größte Suchmaschine im Netz, wurde 1998 in einer Garage gegründet und verzeichnet seither stetig steigende Nutzerzahlen. Im Zuge der Digitalisierung und der wachsenden Bedeutung des Internets wuchs der Konzern und erweiterte sein Angebot. Die Suchmaschine selbst wurde um viele Optionen und Filter erweitert. Nachrichten und Routenplanung runden das Portfolio ab. Das hauseigene Großprojekt Google Maps hat mit digitalen Karten und Navigation die Weltkugel digitalisiert. Mit eigens entwickelten Bezahloptionen, Analysewerkzeugen und patentierter Hardware macht sich Google, sowohl im Unterhaltungs- als auch Marketingsegment, unverzichtbar.

Der Cloud-Sektor von Google ist so flexibel und wird stetig erweitert, dass es unmöglich ist, einen Überblick zu behalten. Dabei überschneiden sich mobile und stationäre Lösungen und/oder arbeiten Hand in Hand. Die Betriebssysteme der meisten Smartphones befinden sich im Besitz von Google und sind unwiderruflich mit weiteren Webanwendungen des Konzerns verknüpft. Organisationstools, die sich mit anderen Nutzern teilen lassen, Fotoanwendungen, E-Mail, Videoplattformen und Entwicklungstools seien hier nur kurz erwähnt.

IBM Corporation

Als eines der weltweit führenden Unternehmen in der Beratung und Entwicklung des IT-Bereichs ist IBM seit seiner Gründung im Jahr 1911 maßgeblich beteiligt. Angefangen unter anderem Namen im Jahre 1896 entwickelt die Tabulating Machine Company spezielle Maschinen für die Auswertung von Lochkarten, kommerzielle Waagen und Uhren. Das Unternehmen vergrößert sich stetig im Lauf der folgenden Jahrzehnte und setzt hin und wieder entscheidende technologische und technische Meilensteine. Die Worte Thomas J. Watsons, seinerzeit CEO bei IBM, aus dem Jahr 1943, es gäbe weltweit vielleicht einen Markt für fünf Computer, werden nur wenige Jahre darauf widerlegt. Das Unternehmen verwandelt sich in einen Weltkonzern. Die Produktpalette steht unter ständiger Erweiterung und beinhaltet neben Hard- und Software auch Dienste wie e-Business-Hosting-Services, Business Analytics oder Point-of-Sale sowie Kiosksysteme und dazugehörige periphere Geräte an.

Bereits 1960 mit der Entwicklung von virtuellen Maschinen begonnen und erfahren in den Bereichen Großrechnersysteme und Virtualisierungstechnologien, setzt IBM im Jahr 2007 den Startschuss zum Cloud Computing. Ziel ist es, Geschäftskunden Cloud-Dienste anzubieten und Lücken in bereits existierenden Cloud-Umgebungen zu füllen. Aus diesen Bemühungen entsteht die IBM Smart Cloud, auch IBM Cloud genannt. Sie beinhaltet sowohl IaaS, SaaS und PaaS, jeweils als Public-, Private- und Hybrid-Cloud-Modell. Durch die gezielte Bereitstellung von Hard- und Softwarebausteinen bietet IBM eine skalierbare Cloud-Lösung mit virtualisierungsfähigen Servern und Software-as-a-Service, welche allen Unternehmensanforderungen gerecht wird.

Die größten Cloud-Provider in Deutschland

Trends zeigen, dass das Interesse an Cloud-Computing-Lösungen in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewinnt. Bisher werden die Möglichkeiten aber hauptsächlich von großen Unternehmen ausgeschöpft. Der häufigste Grund gegen eine Transformation der eigenen IT-Landschaft sind Bedenken um die Datensicherheit. Die größten Cloud-Anbieter in Deutschlands sind zeitgleich die umsatzstärksten in der EU.

Deutsche Telekom AG

Die Deutsche Telekom AG ist der größte deutsche Telefonanbieter. Sie ging 1995, im Zuge der Privatisierung der Deutschen Post aus dem Bereich für Telekommunikation und Fernmeldewesen hervor. Heute hat die Deutsche Telekom Tochtergesellschaften und Beteiligungen auf fünf Kontinenten.

Mit einer kostenfreien Telekom-E-Mail-Adresse lässt sich sowohl auf das kostenfreie Angebot der Open Telekom Cloud, sowie auf die kostenpflichtige Variante seiner Cloud-Dienste zugreifen. Die Daten von Privat- sowie Unternehmenskunden werden zu 100 Prozent in Deutschland verarbeitet und gespeichert. Zum Angebot gehören E-Mail, Speicher, Server, Rechenleistung, Office-Anwendungen, Virenschutz sowie Entwickler- und App-Tools. In Zusammenarbeit mit den Unterhaltungsdiensten Sky und maxdome liefert die Deutsche Telekom auch Streaming-Angebote und Internetfernsehen.

1&1 Telecommunication SE

1&1 ist bekannt dafür, nicht-unternehmenseigene Leitungen zu nutzen, um Endkunden günstige DSL-Verbindungen zu liefern. 1988 in Montabaur gegründet, erschloss sich die 1&1-Gruppe, in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom AG den Platz als zweitgrößter Internetanbieter Deutschlands. Die Übernahme einiger Unternehmen, wie Schlund+Partner, Web.de und GMX führte in Zusammenarbeit mit Größen aus der Telekommunikation, wie Vodafone, E-Plus und Telefónica dazu, dass 1&1 bislang etwa sechs Millionen DSL-Kunden verzeichnen kann. 2017 übernahm die Drillisch AG, deren Hauptaktionär die United Internet darstellt, 100 Prozent an der 1&1 Telecommunication SE.

1&1 hat den Trend zur Cloud erkannt und bietet ein umfassendes Cloud-Konzept für Business- sowie Privatkunden. Mit Vertrag sind sogar einige Services inklusive. Für deutsche Kunden auf deutschen Servern und damit datenschutzrechtlich auf der sicheren Seite. Mit eigenen Apps werden Musik, Bilder und Dokumente on- und offline zugänglich und automatisch bei nächster Gelegenheit aktualisiert.

Strato AG

Die Strato AG, deren Firmensitz sich in Berlin befindet, ist im Besitz des Konzerns United Internet. Sie existiert seit 1997. Mit Servern, die zu 100 Prozent in Deutschland positioniert sind, ist die Strato AG auch deutschen Datenschutzrichtlinien unterworfen.

Das Cloud-Angebot deckt alle Bereiche ab, es lockt Privatkunden mit Abonnements und Firmenkunden mit optionalen Prepaid-Tarifen. Mit über zwei Millionen Kunden und circa vier Millionen Domains gehört die Strato AG zu den größten Anbietern Deutschlands. Zum Leistungsumfang gehören Office-Anwendungen, Buchhaltungssoftware, Sicherheitspakete, Webhosting-Services, Speicher-, Server- und Rechenleistung. Mit HiDrive und HiDrive business unterteilt die Strato AG strikt nach Verwendung.

Die Zukunft der Grundversorgung

Die Cloud ist nicht nur ein komplexes System auf mehreren Ebenen, sondern auch einer der wichtigsten Faktoren des digitalen Wandels. Durch immer höhere Anforderungen im Bereich der IT ist die Technologie eine gelungene Lösung mit Potenzial – nicht nur für kleine Unternehmen. Trotzdem wäre die Cloud als Alleskönner gerade für diese und mittelständische Vertreter eine kostengünstige Alternative. Natürlich gilt es aber dabei auch, Vor- und Nachteile abzuwägen, Sicherheitsmaßnahmen bereits im Vorfeld zu klären und den Kostenfaktor genau zu kalkulieren.

Ein etabliertes Unternehmen, das langfristig einen ständig gleichbleibenden IT-Fluss ohne große Spitzen und Neuerungen zu bewältigen hat, ist womöglich mit einer hausinternen IT-Infrastruktur besser beraten. Treten jedoch Lastspitzen auf, kann kurzfristig eine Hybrid-Cloud-Lösung als Überbrückung in Erwägung gezogen werden. Benötigen Unternehmen dagegen eine hohe physische wie auch virtuelle Flexibilität und aktuellste IT-Produkte, kann eine externe Cloud genau das Richtige sein. Das Konzept fängt hohe Investitions- und Instandhaltungskosten ab. Zudem werden zeitnahe Zugangs- und Volumenveränderungen ermöglicht. Eine Cloud-Lösung bietet den nötigen Rundum-Service, um sich auf das Kerngeschäft konzentrieren zu können.

Im Privatsegment ist die Cloud weniger eine Kostenfrage, mehr eine persönliche Einstellung. Für den Privatgebrauch ist Cloud Computing unumgänglich, wenn der Nutzer in der digitalen Welt Schritt halten will.

Mit E-Mail, sozialen Netzwerken und Videoplattformen werden unbewusst Clouds genutzt. Welche Daten und Einstellungen dabei in der Cloud gespeichert werden, hängt von der Verwendung ab. Der Besitz einer E-Mail-Adresse bedeutet dabei nicht, dass der Endverbraucher auch Möglichkeiten zum Speichern von Fotos, Dokumenten und Kontoinformationen nutzen muss. Wird bewusst auf solche Angebote verzichtet, reduziert sich das Risiko von Datenmissbrauch auf ein absolutes Minimum. Werden aber sämtliche Konten miteinander verknüpft, ist es möglich, die Vorteile der Cloud auszukosten. Die Option, von überall aus auf Bilder, Musik und wichtige Daten zugreifen zu können, bietet den vollen Komfort.

Das Cloud Computing ist demnach eine bahnbrechende Technologie und für den digitalen Wandel essentiell. Dadurch, dass alles miteinander vernetzt ist und Ressourcen auf effiziente Weise genau dahin gelangen, wo diese benötigt werden, beginnt mit der Cloud eine neue Ära im Zeitalter der IT-Services.

Von Silvia Hühn

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