Baukranhersteller 24.06.2011, 12:09 Uhr

Wolffkran punktet mit Wippkrantechnik

„Teamfähigkeit ist die wichtigste Voraussetzung, um in einem hoch technisierten Unternehmen ein modernes Produkt zu entwickeln“, betont Gerd Tiedtke, der als Produktmanager und gelernter Maschinenbauingenieur diese Erfahrung derzeit bei dem Baukranhersteller Wolffkran in Heilbronn macht. Hier fungiert er als Mittler zwischen Gewünschtem und Machbaren.

Wo auf der ganzen Welt Gebäude und Zweckbauten vielfältigster Gestaltung in den Himmel wachsen, prägen weit herausragende Turmdrehkrane das Bild der Baustellen. Entsprechend bleibt das wichtige Hebe- und Fördermittel im Fokus der Betrachtung emsiger Entwicklungsingenieure. Denn es gilt, den einmal angeschafften Kran möglichst langfristig für immer wieder neue Aufgaben am Bau einsetzen zu können. In zunehmendem Maße werden in diesem Zusammenhang schlanke Wippkrane verlangt. Auch Hightech spielt bei ihrem Einsatz eine wichtige Rolle.

Wolffkran ist einer der führenden Anbieter der Wippkrantechnik. Als einer der ältesten Maschinenbauhersteller in Baden-Württemberg wurde das Unternehmen bereits 1854 als Eisengießerei gegründet. Seit 1887 liefert das Unternehmen fördertechnische Erzeugnisse. Wichtiger Meilenstein in der Historie des Unternehmens war die Vorstellung des ersten schnellmontierbaren Turmdrehkrans auf der Leipziger Messe 1913, erläutert der Produktmanager Gerd Tiedtke. „Dieses Produkt war ein Wippkran, der aktuell auf Baustellen weltweit seine Renaissance feiert.“

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Tiedtke, der heute bei dem Kranhersteller die komplexen Produkte von der Entstehung bis zur „Abkündigung“ begleitet, war schon von Jugend an von Technik begeistert: „Mein Vater besaß eine Schlosserei, wo es immer wieder etwas zu bestaunen gab.“ So sei bei ihm schnell der Entschluss gereift, ebenfalls einen technischen Beruf zu erlernen. Der heutige Produktmanager ließ sich an der Fachhochschule Gießen/Friedberg zum Ingenieur ausbilden und stieß nach dem Abschluss auf das Unternehmen Wolffkran, dem er bis heute die Treue hält. Hier begann Tiedtke als Konstrukteur, wurde dann später Niederlassungsleiter.

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Seine heutige Aufgabe als Produktmanager mache ihm besonders viel Spaß, freut sich Tiedtke. Er habe mit Technik, aber auch mit Menschen zu tun. Bei der Betreuung eines Produkts von der Entstehung bis zur Verkaufsreife zahle sich überdies aus, dass er einst als Konstrukteur die vielen Detailfragen und Problemfälle einer Kranentwicklung habe kennenlernen können. Als späterer Niederlassungsleiter wuchs in ihm aber auch das Verständnis für die Belange der Kunden. Tiedtke: „Wir verkaufen nicht eben nur mal einen Kran, sondern ein ganzes Kransystem.“

Als Produktmanager koordiniere er das technisch Gewollte mit dem technisch Möglichen, wobei – so Tiedtke – vor allem eines gefragt sei: Teamfähigkeit. „Wenn mir etwa der Stahlbauschlosser sagt, diese oder jene Strebe des Kranauslegers würde er aus diesem oder jenem Grund an einer anderen Stelle platzieren, als sie vorgesehen ist, dann gehe ich erst einmal auf diese Idee ein. Wer weiß, ob der Mann nicht recht hat.“

Neuentwicklungen beginnen bei Wolffkran mit einem neuen Pflichtenheft

Begonnen werde eine Neuentwicklung mit der Erstellung eines Pflichtenheftes, erläutert Tiedtke, in dem man vermerke, welche Eigenschaften das Gerät unbedingt haben solle. Dabei gelte es, das Gerät auch in das modulare Wolff-System zu integrieren, um dem Anwender nicht zuletzt alle denkbaren Anbaumöglichkeiten einzuräumen.

Hightech spiele natürlich eine große Rolle, schließlich bestückten die Krananbieter seit den 90er-Jahren ihre Produkte mit Elektronik, woraus immer wieder neue Funktionen resultierten. Tiedtke: „Ein wichtiges Thema ist die elektronische Diagnosetechnik im Falle einer Störung.“ Mithilfe des sogenannten Teleservicemoduls und der zugehörigen Bürosoftware könne praktisch jeder Kran weltweit erreicht und wichtige Krandaten abgerufen werden. Darüber hinaus erlaube die Elektronik auch, dass ein Baukran nicht nur vom Führerhaus aus, sondern bei Bedarf auch per Funkfernsteuerung aus der Froschperspektive bewegt werden könne.

Wolffkran punktet neben den klassischen Laufkatzkranen besonders mit seiner Wippkrantechnik. „Wippkrane bieten den Vorteil, dass sie ihren Ausleger einziehen können,“ so Tiedtke. Man könne bequem an Gebäuden und Gegenständen vorbeischwenken. Beispielsweise verfüge der „Wolff 355 B“ mit 7,2 m Länge bei einem 355-mt-Kran (mt = Metertonnen) über einen sehr kurzen Gegenausleger. „Wir haben für diesen Wipper einen ganz neuen Stahlbau konzipiert,“ erläutert Tiedtke, was Vorteile hinsichtlich Transport und Montage mit sich bringe.

Kräne von Wolffkran sind vergleichsweise leicht und schnell montierbar

Bei Wolff-Wippern wird seit 2007 die geschützte Bauform mit aufgelöstem Fachwerk der oberen Turmspitze und des Gegenauslegers eingesetzt. Tiedtke: „Diese Bauweise ermöglicht eine sehr schnelle Montage mit einem kleinen Mobilkran. Besonders stolz sind wir auf die geringen Montagegewichte der einzelnen Krankomponenten. Sie liegen unterhalb von 10 t.“

Wer die roten Wipper im Einsatz sehen möchte, kann sie auf etlichen Baustellen finden. Denn sie werden im Kraftwerksbau, aber auch im Hochbau und hier nicht zuletzt in Großstädten eingesetzt. Wolffkran versteht sich in diesem Zusammenhang – so Tiedtke – als „Premiumpro-
dukthersteller“. 

Ein Beitrag von:

  • Elmar Wallerang

    Redakteur VDI nachrichten. Fachthemen: Hoch- und Tiefbau, Bautechnik.

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