Kommentar 02.02.2026, 11:00 Uhr

Tesla und die Roboter-Produktion: Eine weitere Wette

Mit seiner Aussage, einen Teil der Automobilproduktion der Produktion humanoider Roboter zu opfern, sorgt Tesla-Chef Elon Musk für Aufsehen. Doch die Erfolgsaussichten sind diesmal andere.

Electrify Expo 2025 in California

Roboter statt Autos? Tesla-CEO Elon Musk hat angekündigt, in seinem Stammwerk in Fremont, Kalifornien, Kapazitäten für den Bau des humanoiden Roboters Optimus schaffen zu wollen. Das Bild zeigt den Roboter auf einer Elektroauto-Veranstaltung in San Francisco Mitte 2025.

Foto: picture alliance / Anadolu / Tayfun Coskun

Elon Musk hat angekündigt, die Produktion seiner Elektroautos Modell S und Modell X einstellen zu wollen. Stattdessen soll sich das Tesla-Stammwerk in Fremont, Kalifornien, auf die Produktion des humanoiden Roboters Optimus fokussieren. Damit überraschte er die Teilnehmenden einer Telefonkonferenz zu den jüngsten Quartalszahlen des Unternehmens.

Einerseits gibt Musk damit zwei Modellreihen auf, die den Aufstieg Teslas als Elektromobilhersteller maßgeblich geprägt haben. Andererseits schafft er damit ausgerechnet in seiner ältesten Fabrik Kapazitäten für den Bau von Hightech-Robotern. Einmal mehr geht der Unternehmer damit eine riskante Wette auf die Zukunft ein. Aber die Vorzeichen sind diesmal andere als beim Aufbau des Elektroauto-Pioniers, der inzwischen mit Umsatzrückgängen zu kämpfen hat.

Tesla: Der angeschlagene Elektroauto-Pionier

Als Tesla zum E-Mobil-Hersteller wurde, gab es wenig ernstzunehmende Konkurrenz. Auch in der Produktion schlüpfte der Hersteller dabei oft in die Rolle des Vorreiters, mit Innovationen wie dem Gigacasting – dem Druckguss großer Metallbaugruppen. Das hat sich geändert. China hat massiv in eigene Produktionskapazitäten investiert und damit einen Preiskampf eröffnet. Zudem haben Europas Automobilhersteller in Sachen Elektromobilität aufgeholt und bieten gleichzeitig Verbrenner sowie Hybridvarianten.

Viele Wettbewerber bei humanoiden Robotern

Beim potenziellen Multimillarden-Dollar-Markt für humanoide Roboter ist das nicht anders. Denn hier ist Tesla ein Anbieter unter vielen. Dank staatlicher Investitionen gibt es nirgends mehr Firmen für humanoide Robotik als in China. Selbst in den USA steht Tesla nicht allein da. Mit Figure gibt es dort einen Hersteller, der bei der Entwicklung eng mit BMW zusammenarbeitet. Apptronik aus Texas erprobt dagegen humanoide Roboter in der Produktion von Mercedes-Benz.

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Selbst wenn sich Tesla vor allem auf Humanoide für den Einsatz in Haushalten oder in Servicebereichen wie Bars fokussiert, dürfte es kaum einfacher werden. Denn ein Teil der Kaufzurückhaltung bei Teslas Automobilen lässt sich auf die Person Elon Musk zurückführen. Das ist spätestens seit seinem Regierungsauftrag für US-Präsident Trump deutlich geworden.

Markt für humanoide Roboter: Zwischen Zukunftsangst und Zuversicht

Genau deshalb habe ich Zweifel, was die Humanoiden von Musk angeht. Schon beim autonomen Fahren gab es immer wieder Bedenken bezüglich der digitalen Eingriffsmöglichkeiten Teslas. Möglicherweise fallen Musk dann auch die Bilder auf die Füße, die er selbst generiert hat. Ich denke da an die Kettensäge, mit der Musk im Februar 2025 als Leiter der US- Effizienzbehörde Doge symbolisch die Bürokratie „beschneiden“ wollte.

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Da drängen sich mir Bilder von Optimus-Robotern auf, die mit Kettensägen in Büros und Privathaushalten „aufräumen“. Genau das wäre aber nicht nur fatal für Musk, sondern für die gesamte Branche. Das sollte allen bewusst sein, die Spaß an Videos von boxenden und kickenden Robotern – vor allem aus asiatischer Produktion – haben. Ja, die verdeutlichen Fortschritte in der Motorik der Maschinen. Aber sie schüren auch Ängste.

Vieles wird deshalb in den nächsten Monaten davon abhängen, ob es die Hersteller schaffen, den Nutzen humanoider Roboter über die potenziellen Risiken zu stellen. Wenn das nicht gelingt, dann sind sämtliche Wachstumsprognosen für die Tonne. Dann wird nur ein Bruchteil der potenziellen Kunden solche Maschinen einsetzen. Das gilt für Privatanwender und erst recht für Unternehmen.

Ein Beitrag von:

  • Martin Ciupek

    Martin Ciupek ist Ingenieur und Technikjournalist mit den Schwerpunkten Maschinenbau, Robotik und Automatisierungstechnik.

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