Tipps für die Bewerbung

Wie sinnvoll ist eine Telefonbewerbung?

In Zeiten, in denen Unternehmen nicht mehr alle Stelle offen in Zeitungsanzeigen ausschreiben, kann die Telefonbewerbung ein effektiver Schritt auf dem Weg zum neuen Arbeitgeber sein. Statt Blindbewerbungen aufwendig zu erstellen und zu versenden, wird der Personalbedarf für ein konkretes Aufgabengebiet per Telefon abgefragt. Nur wenn es sich lohnt, wird die schriftliche Bewerbung nach geschoben. Damit das Telefonat zu den entscheidenden Informationen führt, sollten allerdings einige Grundsätze beachtet werden.

Die Telefonbewerbung kann eine Alternative sein.

Die Telefonbewerbung kann eine Alternative sein.

Foto: panthermedia.net/Kzenon

Eine Telefonbewerbung kann ein effektiver Schritt auf dem Weg zum neuen Arbeitgeber sein. Statt Blindbewerbungen aufwendig zu erstellen und zu versenden, wird der Personalbedarf für ein konkretes Aufgabengebiet per Telefon abgefragt. Nur wenn es sich lohnt, wird die schriftliche Bewerbung nach geschoben. Damit das Telefonat zu den entscheidenden Informationen führt, sollten allerdings einige Grundsätze beachtet werden.
Zielpersonen für den Bewerber sind Fachbereichsmanager und Unternehmensführer. Häufig führt der Weg bei der Telefonbewerbung über Telefonzentrale und Sekretärin zur gewünschten Person. Die Telefonzentrale kann am leichtesten überwunden werden, wenn der Anfrager den Namen z.B. des Leiters Technischer Kundenservice vorher recherchiert hat. Kennt der Bewerber den Namen des Leiters Technischer Kundenservice nicht, sollte er nett und freundlich abgefragt werden. Die Zentrale verbindet meist mit der Sekretärin.

Telefonbewerbung: Die Sekretärin überzeugen

Eine gute Sekretärin fragt, worum es geht, bevor sie die Telefonbewerbung  weiterleitet. Es sollte jetzt ein Angebot kommen, dass für den Fachbereichsmanager interessant ist, z.B.: „Es geht um die Erhöhung des Servicegrades für Ihre Großkunden“. Fällt stattdessen das Stichwort „Bewerbung“, wird sicherlich schnell an die Personalabteilung weiter verbunden. Bei Abwesenheit des Leiters Kundenservice ist zu fragen, wann er am besten erreicht werden kann.

Hat man endlich den gewünschten Gesprächspartner an der Strippe, sind Höflichkeit und Taktgefühl angebracht. Zudem muss eine sympathische Stimme vom Anrufer herüber kommen. Es gibt nichts Schlimmeres bei der Telefonbewerbung, als einen Bewerber, der einfach darauf losplappert, ohne vorher gecheckt zu haben, ob die Gegenseite gesprächsbereit ist. So könnte etwa die Gesprächseröffnung aussehen: „Es wäre nett, wenn Sie fünf Minuten für ein kurzes Telefonat hätten. Passt es gerade oder soll ich zu einem späteren Zeitpunkt nochmals anrufen?“ Danach erfolgt die namentliche Begrüßung und der Anrufer stellt sich kurz vor.

Bei der Telefonbewerbung konkrete Ideen bringen

Jetzt muss eine bei der Telefonbewerbung eine Aussage kommen, die für den Serviceleiter einen unmittelbaren Nutzen bringt: „Guten Tag, Herr Dr. Müller, mein Name ist Peter Maier. Ich las in der Zeitschrift ABC, dass Sie Ihren technischen Kundenservice für die westeuropäischen Eisenbahngesellschaften neu aufbauen wollen. Ich möchte Sie dabei unterstützen.“ Interessant klingt auch das Angebot eines promovierten Wirtschaftsingenieurs an den Inhaber einer Unternehmensberatung, die zukünftig den Schwerpunkt ihrer Aktivitäten in Richtung technischer Einkauf verlagern möchte. „Ich habe erfahren, dass Sie sich im Bereich Einkauf spezialisieren wollen. Meine Promotionsarbeit zeigt einen neuen Ansatz der Unternehmensberatung für den technischen Einkauf auf. Diesen möchte ich Ihnen gerne vorstellen.“
Liegen wenige Informationen zum Unternehmen vor, wird es mit der Telefonbewerbung schwieriger. Ein Hochschulabsolvent sucht im Bereich Entwicklung und Konstruktion den beruflichen Einstieg. Es ist allgemein bekannt, dass nach wie vor Konstrukteure und Entwickler relativ knapp sind. Der Bewerber könnte sein Telefonat eröffnen: „Als Hochschulabsolvent mit dem Schwerpunkt Konstruktion unterstütze ich Sie gerne bei den anstehenden Großprojekten.“

Der Abschluss der Telefonbewerbung

Und wie geht die Telefonbewerbung  weiter? Der Anrufer muss die Wünsche des Gesprächspartners in Erfahrung bringen. Dann zeigt er auf, welchen konkreten Nutzen er dem Fachbereichsmanager bringen kann. So bleibt der Gesprächsfluss erhalten. Ideal ist es, wenn der Angerufene ohne weitere Aufforderung seine Wünsche artikuliert: „ … da müssen Sie aber Kenntnisse und Erfahrungen in folgenden CAD-Programmen mitbringen …“ Hier kann der Bewerber jetzt einhaken und seine passenden Erfahrungen „verkaufen“: „Die von Ihnen erwähnten Programme setzte ich bereits im Rahmen folgender Projekte ein…“ .
Wenn der Angerufene von sich aus wenig brauchbare Informationen in der Telefonbewerbung bringt, muss ihm auf die Sprünge geholfen werden. Der Bewerber sollte nachfragen, welche Aufgaben zu lösen sind und welche Projekte anstehen. Hier kann er dann seine passenden Erfahrungen und Qualifikationen anbringen: „Wo Sie gerade den Aufbau einer weiteren Konstruktions- und Entwicklungsabteilung in den USA ansprechen. Ich bringe bereits einen mehrmonatigen Auslandsaufenthalt in Detroit mit. Dort war ich in Konstruktionsprojekte für die Automobilindustrie eingebunden. Mit diesen Erfahrungen kann ich Sie unterstützen.“
Ist die Position interessant, bietet der Bewerber von sich aus die Zusendung der ausführlichen Bewerbungsunterlagen an. Reicht die Kurzbewerbung oder möchte der Einsteller den Kandidaten schnellstmöglich persönlich kennenlernen, wird er das seinerseits äußern. Ein kleines abschließendes Dankeschön für das Telefonat kann der Telefonbewerbung nie schaden!

 

Ein Beitrag von:

  • Bernd Andersch

    Bernd Andersch ist Karriere-Coach, Sachbuchautor und Spezialist für Bewerbungsstrategien.

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