Mit dem ,Blick fürs Ganze“ bei Bewerbungen punkten

Den 'Blicks fürs Ganze' behalten.

Den 'Blicks fürs Ganze' behalten.

Foto: panthermedia.net/AndreyPopov

Dass fehlende Abstimmung zwischen einzelnen Abteilungen nicht produktiv sein kann und die Unternehmen große Gewinne kostet, ist bekannt und leuchtet ein. Betriebsstätten werden daher heute in vielfacher Weise vom Top-Management unter die Lupe genommen. Neben den globalen Fragen zu Standortverlagerungen geht es insbesondere auch darum, die Produktionen in Deutschland so wirtschaftlich wie möglich zu gestalten. Die besten Ergebnisse werden bei der Optimierung erfahrungsgemäß dann erzielt, wenn Verfahren, Maschinen, Produkte, organisatorische Prozesse und Procurement wie Zahnräder in einem Uhrwerk aufeinander abgestimmt sind.

Die Erkenntnis ist an sich nicht neu und findet vielfach Eingang in konzeptionelle Überlegungen. Die Theorien und Gedankenspiele auf höchster Ebene sind dabei die eine Seite der Medaille. Vielfach scheitert es aber an der pragmatischen Umsetzung. Ein Blick in die Unternehmen zeigt, dass hier noch erhebliche Verbesserungen erzielt werden können. Aufgerufen sind an dieser Stelle also weniger die hochkarätigen Berater, die häufig die menschliche Komponente der Zusammenarbeit einfach ausblenden. Gefragt sind eher Menschen, die vor Ort die Geschicke leiten und lenken und den konzeptionellen Überlebungen zum Leben verhelfen können. Wer als Gruppenleiter, Projektleiter oder Abteilungsleiter den (interdisziplinären) Blick für das Ganze glaubhaft in der schriftlichen Bewerbung oder im Vorstellungsgespräch vermitteln kann, dürfte durchaus entscheidende Pluspunkte auf dem Weg zu einem neuen Beschäftigungsverhältnis erzielen können. Hier auszugsweise das gelungene Beispiel eines Ingenieurs, der seine diesbezüglichen Kenntnisse im Vorstellungsgespräch erfolgreich anbrachte.

„Mit meinen Erfahrungen kann ich Ihre Mannschaft bei der präzisen Abstimmung von Technik, Produktion und Einkauf in verantwortlicher Position unterstützen. Durch die Konzentration der Fertigung gelang es mir als Betriebsleiter, erhebliche Synergien zwischen Produktion und Technik freizusetzen. Seit Jahren arbeite ich nunmehr bei einem Automobilzulieferer. Dort dominiert traditionsgemäß die Produktion das Unternehmen. Hier muss die Technik sehr stark und diplomatisch Hand in Hand mit der Produktion arbeiten. Dazu trug ich durch die Einführung neuer Standards, Abstimmung von Maschinen, Verfahren und Produkten, produktgerechte Maschinenkonstruktionen, Abnahmeverfahren etc. bei. Die Folge waren exzellente Zuverlässigkeit in der Produktion und Qualität sowie die Optimierung des Gesamtprozesses. Als Lead Buyer gelingt es mir heute, durch die betriebsnotwendige Reduzierung der Maschinen- und Anlagenauslegung die Investitionen und die technischen Budgets so klein wie nötig zu halten. Gleichfalls kann ich mit den Lieferanten auf Augenhöhe reden und verhandeln.“

Fazit: Die reibungslose Zusammenarbeit der einzelnen Funktionsbereiche in einem Unternehmen wird immer wichtiger, um Produktionsstätten in Deutschland überhaupt mit einer hohen Wirtschaftlichkeit betreiben zu können. Gesucht sind daher Mitarbeiter, die den Blick für das Gesamte tatsächlich auch im ,daily business“ umsetzen und anwenden können und nicht nur großartig darüber sprechen. Weniger gut kommen solche Kandidaten in den Bewerbungsrunden an, die einfach nur behaupten, Generalist zu sein und eigentlich damit meinen, von allem etwas, aber nichts ausreichend viel zu verstehen. Die gefragten Ingenieure haben in den verschiedensten Funktionsbereichen tatsächlich profunde Berufserfahrungen gesammelt und wissen, wie die Uhren dort ticken. Solche Mitarbeiter werden immer wichtiger, damit die Feinabstimmung vor Ort auch wirklich gelingt.

 

Von Bernd Andersch, Karrierecoach Düsseldorf

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