Bewerbungstipps 16.11.2017, 01:00 Uhr

Bewerberdatenbank: Einträge richtig pflegen

Wer mit heißer Nadel gestrickte Lebensläufe in Bewerberdatenbanken einstellt, muss sich nicht wundern, wenn die Anfragen von den richtigen Unternehmen ausbleiben. Bei der Durchsicht von Ingenieureinträgen stellt man fest: Viele Kandidaten lassen die nötige Sorgfalt vermissen, um sich in einer Bewerberdatenbank angemessen zu präsentieren.

Einträge in Bewerberdatenbanken sollten stets gepflegt werden. 

Einträge in Bewerberdatenbanken sollten stets gepflegt werden. 

Foto: panthermedia.net/garagestock

Manchmal sind die Einträge in der Bewerberdatenbank zwar ausführlich (hin und wieder auch zu ausführlich!), vermitteln den suchenden Arbeitgebern jedoch bedauerlicherweise die verkehrten Informationen. Das Resultat ist dann das gleiche. Die Kandidaten werden von den Personalern in den Datenbanken einfach nicht gefunden. Andere Ingenieure gehen bei Einträgen in einer Bewerberdatenbank geschickter vor und sind in der Regel erfolgreicher. Sie werden von den Unternehmen in den Datenbanken gefunden und vielfach kontaktiert,weil sie hauptsächlich die richtigen Schlüsselbegriffe aus der aktuellen Berufspraxis in ihrem Lebenslauf aufführen. Vor dem Eintrag in eine Datenbank sollte also überlegt werden, welche Qualifikationen und Erfahrungen wirklich in dem betreffenden Funktionsbereich oder in der Branche gefragt sind und für den Ingenieur Priorität haben.

Schlüsselbegriffe in der Bewerberdatenbank wichtig

Möglichst viele von diesen Begriffen sollten in der Bewerberdatenbank genannt werden, zugeordnet zu den Berufspositionen der maximal letzten zehn Jahre. Vorherige Stationen sind im Grunde unerheblich, weil man wohl kaum davon ausgehen kann, dass praktische Erfahrungen, die mehr als zehn Jahre zurückliegen, größere berufliche Relevanz haben könnten. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Personaler gerade die Schlüsselbegriffe bei einer Freitextsuche in der Datenbank abgreifen.

Wichtig ist aber auch, sich Gedanken darüber zu machen, ob die eigenen Qualifikationen und Erfahrungen eher spezieller oder genereller abgebildet werden sollen. Da sucht beispielsweise ein Unternehmen in einer Bewerberdatenbank einen Experten für Schrittmotoren. Da der Begriff in der Stellenausschreibung verwandt wurde, stellt ihn der Personaler in die Freitextsuche der Datenbank ein. Schrittmotoren
findet er jedoch in keinem Eintrag.

Bewerberdatenbank: Kategorien und Fachbegriffe

Sicherlich gibt es in jeder Bewerberdatenbank Kandidaten, die sich mit Schrittmotoren auskennen, dummerweise haben sie in ihren Lebensläufen den Begriff aber nicht genannt, sondern Begriffe wie
Servomotor, Elektromotor, Antriebstechnik, Energietechnik. Wird umgekehrt ein Experte für Antriebstechnik gesucht, kann es sein, dass Kandidaten, die etwa Begriffe wie Servomotoren und Schrittmotoren genannt haben, nicht gefunden werden, obwohl sie sich hervorragend in der Antriebstechnik auskennen. Dieses kleine, wenn auch sehr einfache Beispiel zeigt, wie sinnvoll es sein kann, spezielle Termini im Lebenslauf in einen größeren Kontext zu stellen und allgemeine Begriffe zu spezifizieren. Die gesamte Begriffsreihe oder zumindest ein Teil davon sollte im Bewerberdatenbank-Eintrag enthalten sein. Wichtig ist zudem, die letzten Berufsjahre auf diese Weise ausführlich darzustellen, weil sie die entscheidenden für den Personaler sind.

Alle Berufsstationen in der Bewerberdatenbank ausgewogen darstellen

Häufig verfahren Kandidaten umgekehrt. Die letzten Stationen werden in der Bewerberdatenbank weniger gut dargestellt als die ersten (…als der Job noch Spaß machte?!). Inhalte müssen zudem unter den Berufsstationen abwechseln. Wenn unter mehreren Stationen in identischem Wortlaut die gleichen Aufgaben und Projekte beschrieben werden, bescheinigt das dem Kandidaten weder Lernfähigkeit noch Flexibilität, sondern Monotonie und Stillstand.

Schon beim Eintrag in die Bewerberdatenbank sollte also an die Personalsuchenden gedacht werden. Nicht immer handelt es sich um Experten im Ingenieurbereich. Also suchen sie nach vorgegebenen Mustern und Begriffen einer Stellenausschreibung. Es darf nicht einfach unterstellt werden, dass der Laie den begrifflichen Sprung vom Schrittmotor zur Energietechnik hinbekommt und gleich mit mehren unterschiedlichen Begriffen in der Datenbank sucht.

Einträge in der Bewerberdatenbank: Selbstverständlich fehlerfrei!

Dass die Einträge in einer Bewerberdatenbank lückenlos, fehlerfrei und vollständig sein sollten, versteht sich von selbst. Einfach nur schnell dahin geschriebene Einträge lohnen den Aufwand nicht und werfen ein falsches oder eben gerade das richtige Bild auf den Kandidaten.

Von Bernd Andersch – Karrierecoach, Düsseldorf Tags:

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