Beratung 04.08.2015, 00:00 Uhr

Technik im Test – Praktische Webseiten für Ingenieure

Niemand kauft mehr Elektrogeräte, ohne sich zuvor durch Testberichte und Produktvergleiche geklickt zu haben. Wir stellen einige Webseiten vor.   

Vor dem Kauf: Gut informieren.

Vor dem Kauf: Gut informieren.

Foto: iStock / Thinkstock

Immer mehr Käufe werden übers Internet getätigt, ob Aktentasche, Fernseher oder Tischgrill. Je mehr Technik im potenziellen Kauf steckt, desto häufiger surfen die Kunden vor dem Kaufabschluss auf Vergleichsportalen und Testberichten herum.

Sie wollen wissen, wie sich das Ding anfühlt, das sie nur als Bild kennen, wie es klingt, funktioniert, kurzum: Was der Hersteller hält von dem, was er verspricht. Denn insbesondere bei technischen Geräten ist der Lifestyle zwar mitentscheidend, ausschlaggebend ist aber die Funktionalität. Wir stellen einige Webseiten vor, die auf professionelle Art und Weise Technik testen, bewerten und vergleichen.

Stiftung Warentest: Vom Kiosk ins Web

www.test.de

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Foto: www.test.de

Der erste Griff ins Zeitschriftenregal galt einst ihr, heute surfen noch immer viele beim altbekannten Tester vorbei: Die Stiftung Warentest hat den Umstieg von Print auf Online gut gemeistert und bietet eine umfangreiche Datenbank für Testberichte von Versicherungen über Freizeit & Verkehr bis zu Multimedia.

Die letztgenannte Rubrik fächert sich wiederum in Hard- und Software, Telefon, Computer, Musik und Foto auf. Ich entscheide mich für portable Computer und werde auf eine Übersichtsseite weitergeleitet, die mir einen sehr groben Überblick über die 18 getesteten Note- und Ultrabooks verschafft. Stiftung Warentest verrät mir, dass Ultrabooks im Schnitt zwei Kilogramm weniger wiegen als herkömmliche Notebooks. Wer aber detaillierte Ergebnisse einsehen möchte, muss sich die Testergebnisse freischalten lassen – für einen Betrag von 0,75 EUR.

Was derjenige bekommt, der bereit ist, für Inhalte zu zahlen, macht Stiftung Warentest klar: Die Webseite listet genau auf, welche Produkte getestet wurden und wann der Test stattfand. Bei meinem Produkt, einem Notebook, wird deutlich, was die Tester bewertet haben: die Rechenleistung, die Handhabung, die Tabletnutzung, das Display, den Akku, die Umwelteigenschaften, die Vielseitigkeit. Auch die Nutzergruppen werden einzeln betrachtet – vom Heimarbeiter über den Multimedia-Anwender bis zum Spieler. Da die Prioritäten der Anwendertypen sich drastisch unterscheiden, ist diese Darstellungsform extrem nützlich.

Fazit: Wer die Hefte der Stiftung Warentest hilfreich findet, sollte den dreiviertel Euro für die PDF-Version in die Hand nehmen. Qualität hat auch online einen Preis.

Chip: Vergleiche in Reinform

www.chip.de

www.chip.de

Foto: www.chip.de

Wer meint, das Internet kann keinen Verkäufer ersetzen, der schaue sich Chip an. Nicht nur listet es alle erdenklichen Modelle und Varianten eines Elektrogerätes auf, die man sich vorstellen kann. Chip bewertet, vergleicht Produkte und Preise und bietet passende Alternativen an.

Die Bestenliste für Notebooks unter 26 Zoll etwa listet über 80 Geräte auf. Und sie wird ständig erweitert.

Der Schnelleinstieg geht über die Kompaktdarstellung, bei der das Produkt mit der Gesamtwertung genannt wird. Dazu gibt’s den Preis, das Preis-Leistungsverhältnis und das Abschneiden in den fünf Kategorien Mobilität, Ausstattung, Leistung, Ergonomie und Display. Als versierter Kunde kann ich die Gewichtung der einzelnen Kategorien meinen Bedürfnissen anpassen und erhalte eine individuelle Bestenliste.

Damit der Kunde die richtigen Entscheidungen trifft, wirkt die Webseite auch als Kaufberater. So gibt es Tipps, worauf man beim Kauf achten sollte. Aufbauend auf den fünf Bewertungskategorien, listet die Seite mögliche Verwendungszwecke auf und nennt die entsprechend notwendigen Eigenschaften. Beispiel: Dass man für die Arbeit im Freien am besten ein Gerät mit entspiegeltem Display wählt, dürfte den meisten Käufern klar sein. Ab wann aber die Display-Helligkeit bei Sonneneinstrahlung ausreicht, das können wohl die wenigsten beziffern. Chip sagt: am besten um die 300 cd/m2 (cd steht für Candela und gibt die Lichtstärke an).

Fazit: Wer weiß, dass er sich ein neues Elektrogerät anschaffen will, aber noch keine Ahnung hat, was es werden könnte, der sollte sich auf chip.de inspirieren lassen. Solch eine Vielfalt an getesteten Geräten und vergleichenden Produktübersichten findet sich selten aus einer Hand.

Reviewzone: Die Sammelbank der Tester

www.reviewzone.de

www.reviewzone.de

Foto: www.reviewzone.de

Der Multimedia-Blog Reviewzone stammt aus Österreich und besticht durch eine sehr übersichtliche Gestaltung und zielsichere Nutzerführung. Getestet wird nicht selbst, sondern Reviewzone trägt Testberichte anderer Webseiten für einzelne Produkte zusammen.

Für Geräte von Hi-Fi über Foto, Handy und Konsolen, TV bis Computer.

Alleine im Bereich Note- und Netbooks tummeln sich annähernd 60 Produkte, für die der Blog die Produktbeschreibung, das Datenblatt zur technischen Ausstattung sowie Testberichte und Kundenmeinungen aus dem Web zusammengetragen hat.

Die Webseiten, von denen die Informationen zusammengetragen werden, sind vielfältig. Darunter befinden sich die üblichen Verdächtigen, aber auch unbekanntere Webseiten, teilweise mit österreichischer oder britischer Web-Endung. Die Kundenrezensionen dagegen stammen immer von ein und derselben Webseite, ebenso der Preis. Das ist die große Schwachstelle der Webseite – einen Preisvergleich, wie angekündigt, bietet sie nicht.

Fazit: Reviewzone testet zwar nicht selbst, sammelt aber hilfreiche Testberichte aus dem Netz zusammen und macht sie für jedermann zugänglich. So kann man in kürzester Zeit die Vorzüge und Schwachstellen eines Gerätes ausfindig machen.

Testberichte: Datenbank für Tests

Testberichte.de

Testberichte.de

Foto: www.testberichte.de

Wie der Konkurrent aus Österreich, arbeiten bei Testberichte.de ca. 85 Personen daran, die Berichte anderer Anbieter zu bündeln. Das Onlineportal wurde 2000 gegründet und listet über 720 deutschsprachige Testmagazine.

Entsprechend umfangreich ist der Fundus der Tests, der weit über Consumer-Produkte hinausgeht. Hier können auch Kaufentscheidungen über den effizientesten Crosstrainer, den richtigen Kindersitz, das nächste Motorrad oder doch die umfangreichste Unfallversicherung getroffen werden.

Wer beispielsweise einen Lautsprecher fürs Wohnzimmer sucht, wird auf Testberichte.de Bewertungen für allein 1000 Regallautsprecher finden, inklusive Bestenliste mit Mittelwerten aus den verschiedenen Testergebnissen. Wem das äußerst knappe technische Datenblatt nicht reicht, wird sich in die kompletten Tests einlesen müssen. Einige sind kostenlos, andere kosten 0,99 €und wenige kosten – vielleicht aufgrund der Bekanntheit des Urhebers – etwas mehr.

Ein Manko auf dieser so umfangreichen Seite ist der versprochene Preisvergleich: Eine Gegenüberstellung der verschiedenen Testergebnisse ohne kommentierende Bewertung ist noch kein Vergleich. Viele Magazine testen zudem unterschiedliche Parameter, sodass nur wenige Daten eines Produkts tatsächlich mehrere Bewertungen aufweisen. Schade auch, dass keine Alternativen zum gesuchten Produkt angegeben werden. Bei einer mittelmäßigen Bewertung würde man sich doch über einen Hinweis auf vergleichbare Geräte oder Dienstleistungen freuen. Wer dagegen mit einem Produkt zufrieden ist, kann auf Testberichte.de direkt den günstigsten Anbieter im Web finden.

Fazit: Wer schnell wissen will, ob sein gewünschtes Produkt von anderen empfohlen wird oder sich der Daumen der Kundschaft eher senkt, wird hier fündig. Für detaillierte Informationen, bzw. größere Anschaffungen, sollte man aber besser den Links zu den vollständigen Testergebnissen folgen.

Wer weitere interessante Webseiten kennt und möchte, dass auch andere Ingenieurinnen und Ingenieure davon erfahren, kann der Autorin gerne einen Link senden. Wir werden die Liste kontinuierlich erweitern.

Von Lisa Schneider

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