Heiko Mell 01.01.2016, 14:34 Uhr

Muss ich das Kürzel „(FH)“ hinter dem Dipl.-Ing. immer angeben

Ich habe an der FH … erfolgreich Maschinenbau studiert.

1. Muss ich das Kürzel „(FH)“ hinter dem Dipl.-Ing. immer angeben?

Antwort:

Zu 1: Wir sind in Deutschland, da gibt es sicher für alles eine Vorschrift. Aber pfeifen Sie darauf und handeln Sie zweckmäßig:

Jeder Bewerbungsempfänger will wissen, was genau Sie nun sind. Also sagen Sie es ihm offen und deutlich. Konkret: Schreiben Sie in Bewerbungsfällen stets bereits im Briefkopf (FH) hinter Ihren akademischen Grad und auch im Text des Anschreibens, wenn Sie sich vorstellen, sollten Sie es tun.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen-Firmenlogo
Fachingenieure/innen (w/m/d) für Architektur oder Bauingenieurwesen, Schwerpunkt Hochbau Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen
Potsdam Zum Job 
Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen-Firmenlogo
Fachingenieur/in (w/m/d) für Gebäude-, Energie- und Versorgungstechnik Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen
Cottbus, Potsdam Zum Job 
Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen-Firmenlogo
Fachingenieure/innen (w/m/d) für Elektrotechnik Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen
Cottbus, Potsdam Zum Job 
Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen-Firmenlogo
Sachbearbeiter/in für Gebäude- und Energietechnik (m/w/d) im Geschäftsbereich Baumanagement Bund Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen
Frankfurt (Oder) Zum Job 
Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen-Firmenlogo
Sachbearbeiter/in für Gebäude-, Energie- und Versorgungstechnik (m/w/d) im Geschäftsbereich Baumanagement Bund Brandenburgischer Landesbetrieb für Liegenschaften und Bauen
Potsdam Zum Job 
Westfälische Hochschule-Firmenlogo
Professur Wechselstromtechnik und elektrische Energieversorgung (W2) Westfälische Hochschule
Gelsenkirchen Zum Job 
Westfälische Hochschule-Firmenlogo
Professur Leistungselektronik und Elektrische Maschinen (W2) Westfälische Hochschule
Gelsenkirchen Zum Job 
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg-Firmenlogo
W1-Professur für Maschinenelemente im Kontext der Elektromobilität (Tenure Track) Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Erlangen Zum Job 
ESTW-Erlanger Stadtwerke AG-Firmenlogo
Prokurist / Bereichsleiter (m/w/d) Produktion und technische Dienstleistungen für eine klimaneutrale Energieerzeugung der Zukunft ESTW-Erlanger Stadtwerke AG
Erlangen Zum Job 
Technische Hochschule Mittelhessen-Firmenlogo
W2-Professur mit dem Fachgebiet Biomedizinische Elektronik Technische Hochschule Mittelhessen
Gießen Zum Job 

Als wichtiges Argument: Aus dem Lebenslauf sieht der Leser ja ohnehin, wo Sie studiert haben – und eine normale Fachhochschule wird sich auf dem Examenszeugnis auch Fachhochschule nennen. Ich weiß aber, dass es mindestens eine Institution in Deutschland gibt, die sich „Hochschule“ nennt, aber Fachhochschule ist. Sei es drum: Sind Sie dort Absolvent, geben Sie „(FH)“ freiwillig an, dann sucht der Leser weniger verzweifelt nach Aufklärung und ärgert sich weniger.

Auch Absolventen von Gesamthochschulen sollten nicht auf die Bekanntheit von „Abschluss I“ oder „II“ vertrauen und z. B. lieber „(FH)“ hinter ihren Grad setzen oder eben „(univ.)“.

Zu 2: Ja, in manchen Fällen passt ein FH-Absolvent genau zum Anforderungsprofil, während ein TU-Ingenieur dort als zu „wissenschaftlich“ gelten könnte. Bei vielen Positionen nimmt der potenzielle Arbeitgeber beide gleichermaßen gern, wie die Angabe „TH/FH“ in Anzeigen zeigt. Insbesondere der Mittelstand bevorzugt für viele Aufgaben den FH-Ingenieur, vor allem wegen des erwarteten größeren Praxisbezugs (der kein Vorteil an und für sich ist, sondern mit einem geringeren wissenschaftlichen Tiefgang andererseits einhergeht: keiner ist „besser“, beide sind jeweils nur „anders“).

Sehen Sie, ich habe sogar drei verschiedene Grade dieser Art, die mir mehr oder weniger feierlich verliehen wurden, führe aber ausschließlich den „Wirtschaftsingenieur“ – der damals schlicht so hieß. Es hat mir beruflich nie geschadet. Sagen Sie also schlicht, wie es bei Ihnen ist („FH“) und alle werden zufrieden sein.

Frage-Nr.: 1792
Nummer der VDI nachrichten Ausgabe: 39
Datum der VDI nachrichten Ausgabe: 2003-09-25

Ein Beitrag von:

  • Heiko Mell

    Heiko Mell ist Karriereberater, Buchautor und freier Mitarbeiter der VDI nachrichten. Er verantwortet die Serie Karriereberatung innerhalb der VDI nachrichten.  Hier auf ingenieur.de haben wir ihm eine eigene Kategorie gewidmet.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.