Neue Arbeitsformen 15.03.2021, 08:35 Uhr

Remote Work: Mit diesen Tipps wird Fernarbeit zum Erfolg

Kaum jemand, der im vergangenen Jahr nicht Bekanntschaft mit dem Homeoffice gemacht hat. Und dabei vielleicht auf den Geschmack gekommen ist: Warum nicht komplett aus der Ferne arbeiten? Wann und wo ich möchte? Hauptsache, das Ergebnis stimmt. Wie Remote Work geht, was zu beachten ist und wie Ingenieure passende Jobs finden.

Frau mit Laptop auf Couch

Remote Work bringt Vor- und Nachteile mit sich.

Foto: panthermedia.net/GaudiLab

Remote Work ist durch die Corona-Pandemie auf ein neues Level gehoben worden. Der Begriff steht für mobiles Arbeiten – sei es im Homeoffice oder auf einer Bahnfahrt. Remote Work bezeichnet ortsungebundenes Arbeiten. Viele Menschen und Unternehmen stellen sich die Frage, wie man in kurzer Zeit das Arbeiten aus dem Homeoffice organisieren kann. Oder wird sich dieser Trend schnell wieder verflüchtigen, wenn die Pandemie vorbei ist? Antworten und wie Sie einen Remote-Work-Job finden, lesen Sie hier.

Remote Work, Telearbeit, Homeoffice – Wo ist der Unterschied?

Bei all dem dreht es sich um mobiles Arbeiten, fernab des Büros. Wer im Homeoffice arbeitet, der hat meist aber auch einen Schreibtisch in der Firma und kann eben nur einen Teil der Arbeit zuhause erledigen. Mal eben nach Malle abdüsen und vom Strand aus arbeiten, ist nicht – allein schon aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen. Genau das ginge mit Remote Work, also Fernarbeit. Hier geht es um Arbeiten von unterwegs – wann und wo, entscheidet man selbst. Auch Arbeitszeiten und -länge spielen keine Rolle. Hauptsache, am Ende stimmt das Ergebnis, das mit dem Auftraggeber vereinbart worden ist.

Ist Remote bald wieder tot?

Wohl eher nicht. Auch wenn die Pandemie abebbt, dürfte sich der Remote-Trend weiter verstärken, denn die neuen Freiheiten werden auch von Ingenieuren geschätzt, die bisher in einem klassischen Arbeitsverhältnis standen. Gerade im Projektmanagement. Nach einer Studie von LinkedIn werben inzwischen fast 80 % der Arbeitgeber mit flexiblen Arbeitsformen. Nicht weil sie es können, sondern, weil sie es müssen. Denn die, die an starren Arbeitszeiten und -orten festhalten, geraten im War for Talents ins Hintertreffen.

Was benötige ich als Remote-Worker?

Nicht viel. Ein leistungsstarker Laptop und eine schnelle Internetverbindung reichen im Grunde aus. Ein Smartphone gehört ja ohnehin zur Grundausstattung. Außerdem sind, gerade bei technischen Projekten, Kollaborationstools wie Monday.com oder ClickUp sowie Projektmanagement-Software wie Stackfield, über die man digital zusammenarbeitet, wichtig. Bei solchen Tools sollte man darauf achten, dass sie datenschutzkonform sind und alle Informationen Ende-zu-Ende verschlüsselt übertragen werden. In der Regel führt gerade bei Ingenieuren, die in Teams arbeiten, an diesen Tools kein Weg vorbei, denn nur bei sehr überschaubaren Jobs, mit wenigen Akteuren, wird man sich über Mails und Messenger abstimmen können. Nicht zuletzt: Ohne Disziplin und Verantwortungsbewusstsein läuft nichts.

Was sind die Vorteile remote zu arbeiten?

Klar, frei die Zeit einteilen, keine lästigen Fahrwege zur Rushhour, die dauern und nerven, mehr Work-Life-Balance. Manch einer spricht sogar von einem gesünderen Leben, weil nun weniger Kantinenessen und Fastfood auf dem Teller landen, sondern selbst Zubereitetes. Direkt auf die Gesundheit wirkt sich aber vor allem weniger Stress durch das Arbeiten in Großraumbüros und Pendeln aus. Nicht zuletzt: Ingenieure als Remote Worker picken sich über Jobbörsen (siehe unten) genau die Projekte heraus, die sie am meisten reizen.

Und die Nachteile?

Remote Worker arbeiten nicht nine to five. Heißt auch: Es besteht immer die Gefahr, sich selbst auszubeuten. Und nicht von der Arbeit abschalten zu können. Auch der Schnack zwischendurch in der Kaffeeküche fällt flach, was bei manchem das Gefühl eines einsamen Streiters hinterlässt. Auch in Sachen Arbeitsschutz und Arbeiternehmerrechten sind Remote Worker meist schlechter gestellt, sprich: auf sich gestellt, denn sie müssen sich wie Freiberufler oder Selbstständige selbst absichern. Es sei denn, es gelingt, ein festes Arbeitsverhältnis unter gleichen Vorzeichen aus der Ferne weiterzuführen, was Verhandlungssache ist.

Remote Work: Tipps für einen erfolgreichen Arbeitstag

Auch wenn Sonne, Strand & Co. locken, ist ein straffes Zeitmanagement das A&O. Ideal ist es, den Tag so zu planen und zu strukturieren, als wäre es ein normaler Tag im Büro. Früh aufstehen, sich einen Überblick über die Tagesaufgaben und (selbstgesteckten) Ziele verschaffen und diese abarbeiten. Und ja, Bade- oder Jogginghose setzen das falsche Signal. Auch vermeintliche Kleinigkeiten entscheiden darüber, ob der Schlendrian einzieht oder nicht.

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Wo schon der Flurfunk flach fällt, sollte der Kontakt zu Kollegen und Teammitgliedern intensiv über alle denkbaren digitalen Kanäle, von Facebook über Slack und Skype bis WhatsApp, aufrechterhalten werden. Immer im Gespräch (und damit sichtbar) bleiben. Natürlich auch mit Vorgesetzten, denn die entscheiden über interessante Folgeprojekte und Vergütungen. Nicht zuletzt: Auch wenn es zuweilen lästig erscheint, schadet es nicht, zumindest einmal am Tag über Arbeitsfortschritte zu berichten.

Wo finde ich meinen Remote-Job?

Nach Remote-Jobs können Sie in unserer Jobbörse schauen. Wer ortsunabhängig in Festanstellung arbeiten möchte, sollte sich der Vor- und Nachteile bewusst sein. Viele Menschen fühlen sich im Kollegenkreis wohler oder können sich im Homeoffice nur schwer motivieren. Für Pendler bietet Remote Work mehr Zeit für das Wesentliche. Anstatt im Stau zu stehen, bleibt mehr Zeit für Projektarbeit und einen wohlverdienten Feierabend.

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Ein Beitrag von:

  • Chris Löwer

    Chris Löwer arbeitet seit mehr als 20 Jahren als freier Journalist für überregionale Medien. Seine Themenschwerpunkte sind Wissenschaft, Technik und Karriere.

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