Unis, TU, FH, HS – was befördert Ingenieurkarrieren? 28.08.2018, 10:09 Uhr

Die besten Hochschulen für Ingenieure und Informatiker in Deutschland

Die Wahl der Hochschule entscheidet auch über den erfolgreichen Start ins Berufsleben mit. Denn die Ausbildungsstätte ist ein wichtiges Kriterium für Personalentscheider. Welche Uni, TU und FH die beste für Ingenieure ist, haben wir zusammengetragen.

Fünf junge Menschen in schwarzer Absolventenkleidung

Foto: panthermedia.net/WavebreakmediaMicro

An Hochschulen für Ingenieure mangelt es nicht in Deutschland. Doch nicht jede ist für den weiteren Karriereweg gleich wertvoll. Deshalb sollten sich Studienanfänger nicht nur nach der Studienrichtung, dem Standort und dem NC richten, sondern auch nach dem Ansehen der Uni fragen. Wir haben drei renommierte Studien zu dem Thema zusammengetragen und präsentieren euch im Folgenden die Ergebnisse des „QS World University Rankings“ der britischen Unternehmen Quacquarelli Symonds, des Reuters-Rankings „Europe‘s Most Innovative Universities“ sowie des Hochschulrankings von Wirtschaftswoche und Universum. Letzteres stützt sich auf eine Umfrage unter 500 Personalern kleiner, mittlerer und großer Unternehmen. Die beiden anderen ziehen Zahlen zurate, darunter die Zahl wissenschaftlich anerkannter Veröffentlichungen sowie Zitationen, Patentanmeldungen durch die Hochschule, die Zahl der Studierenden, die Bewertung der Professoren durch ihre Studierenden sowie die Internationalität.

Deutsche Universitäten aus internationaler Sicht

Beginnen wir mit dem internationalen Blick auf die deutschen Hochschulen. Im Ranking des britischen Unternehmens QS tauchen unter den 500 besten Hochschulen der Welt 29 deutsche Ausbildungsstätten auf. Darunter viele technische Hochschulen wie die TU München auf Rang 61, das Karlsruher Institut für Technologie KIT auf Rand 116 oder die RWTH Aachen auf Rang 144. Von den selbsternannten „neun führenden technischen Universitäten in Deutschland“, den TU9, tauchen sieben auch unter den 500 besten Unis weltweit auf. Außerdem genießt die technisch orientierte Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen-Nürnberg einen exzellenten Ruf auf internationaler Ebene und wird im QS-Ranking auf Platz 299 geführt. Alle deutschen Hochschulen, die es unter die besten 500 Ausbildungsstätten im Bereich „Engineering and Technology“ geschafft haben, sehen Sie in der folgenden Tabelle.

QS-Ranking Hochschule Forschungsleistung Studierendenzahl
25 TU München sehr hoch 39.323
31 RWTH Aachen sehr hoch 45.377
39 TU Berlin sehr hoch k.A.
51 KIT Karlsruhe sehr hoch 24.758
92 Uni Stuttgart sehr hoch 24.923
95 TU Darmstadt sehr hoch 17.824
97 TU Dresden sehr hoch 32.944
131 LMU München sehr hoch 34.689
169 Humboldt-Uni Berlin sehr hoch 34.614
191 FAU Erlangen-Nürnberg sehr hoch 36.941
237 Uni Heidelberg sehr hoch 20.800
253 FU Berlin hoch 33.812
255 TU Braunschweig sehr hoch 19.786
269 TU Dortmund sehr hoch 30.767
269 Uni Freiburg sehr hoch 23.214
312 LUH Hannover sehr hoch 27.383
323 Ruhr-Uni Bochum sehr hoch 43.015
323 Uni Hamburg sehr hoch 29.584
332 Uni Göttingen sehr hoch 30.402
344 Uni des Saarlandes hoch 13.636
348 Rheinische Uni Bonn sehr hoch 38.401
375 Uni Frankfurt am Main sehr hoch 45.365
379 Westfälische Uni Münster sehr hoch 43.685
>400 Uni Tübingen sehr hoch 27.179
>400 TU Hamburg-Harburg k.A. k.A.
>400 Uni Bremen sehr hoch 18.573
>400 Uni Duisburg-Essen sehr hoch 41.966
>400 Uni Ulm sehr hoch 10.629

Gegen die besten Universitäten in Europa können sich aus Sicht der Nachrichtenagentur Reuters vor allem drei deutsche Hochschulen behaupten: die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, die TU München und die Universität München. Sie alle landen im Reuters Ranking der innovativsten Universitäten in Europa unter den Top Ten – zwischen so illustren Ingenieurschulen wie der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), der technisch-naturwissenschaftlichen Universität im schweizerischen Lausanne, der TU Dänemark und der ETH Zürich. Alle deutschen Kandidaten der 50 innovativsten Hochschulen Europas, sehen sie in der Bildergalerie.

Statue des Markgraf Friedrich von Brandenburg-Bayreuth vor dem Hauptgebäude der Uni Erlangen-Nürnberg

#5 Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg: Von den 39.780 Studierenden sind 49% weiblich und 12,3% aus dem Ausland. Es gibt 265 Studiengänge und 4.000 Angestellte im wissenschaftlichen Bereich, darunter 579 Professoren. Die FAU verfügt über ein Drittmittelvolumen von 199,6 Mio. Euro. / Fakultäten für Ingenieure und Informatiker: Naturwissenschaften; Technik (Chemie- und Bauingenieurwesen; Elektrotechnik-Elektronik-Informationstechnik; Informatik; Maschinenbau; Medizintechnik; Werkstoffwissenschaften); Recht sowie Wirtschaftswissenschaften (Wirtschaftsinformatik).

Foto: FAU/Georg Pöhlein

Fakultät für Elektrotechnik an der TU München

#6 TU München: Von den 40.841 Studienreden im Wintersemester 2017/18 waren 35% Frauen und 27% aus dem Ausland. Es gibt 178 Studiengänge und 10.103 Angestellte. Der Etat beträgt rund 1,4 Mrd. Euro, davon 304 Mio. Euro Drittmittel. Im Jahr 2017 wurden 71 Patente angemeldet. / Fakultäten für Ingenieure und Informatiker: Architektur; Chemie; Elektrotechnik und Informationstechnik; Informatik; Maschinenwesen; Mathematik; Physik; Wirtschaftswissenschaften sowie die Ingenieurfakultät Bau Geo Umwelt

Foto: HENN/TUM

LMU-Studierende vor dem Hauptgebäude der Uni München

#7 Ludwig-Maximilian-Universität München: Von den 50.918 Studienrenden im Wintersemester 2017/18 waren 60% weiblich und 17% aus dem Ausland. Die LMU beschäftigt 5.480 Beschäftigte im wissenschaftlichen Bereich und 762 Professoren (inkl. Klinikum). Das Budget der LMU betrug 2017 rund 682 Mio. Euro, davon 172,7 Mio. Euro Drittmittel. / Fakultäten für Ingenieure und Informatiker: Mathematik, Informatik und Statistik; Chemie und Pharmazie; Biologie, Geowissenschaften.

Foto: LMU / Jan Greune

Universitätsbibliothek der Uni Heidelberg von außen

#20 Ruprecht Karl Universität Heidelberg: Von den 29.689 Studierenden sind rund 54% weiblich und 19% aus dem Ausland. Die Uni beschäftigte 5.910 wissenschaftlich tätige Personen, davon 458 Professoren und verfügte zuletzt über ein Budget von 738,5 Mio. Euro, davon 266,3 Mio. Euro Drittmittel. / Fakultät für Ingenieure und Informatiker: Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik (u.a. Medizinische Informatik).

Foto: panthermedia.net/Kiefer

Statue Johannes Gutenberg in Mainz

#21 Johannes-Gutenberg-Universität Mainz: Fachbereiche für Ingenieure und Informatiker: Physik, Mathematik und Informatik; Chemie, Pharmazie und Geowissenschaften; Biologie.

Foto: panthermedia.net/Kiefer

Hahn-Meitner-Bau der Freien Universität Berlin

#22 FU Berlin: Fachbereiche für Ingenieure und Informatiker: Physik; Biologie, Chemie, Pharmazie; Geowissenschaften; Mathematik und Informatik.

Foto: Bernd Wannenmacher

Kollegiengebäude der Uni Freiburg

#24 Uni Freiburg: Fakultäten für Ingenieure und Informatiker: Mathematik und Physik; Chemie und Pharmazie; Biologie; Umwelt und Natürliche Ressourcen; Technik (Informatik, Mikrosystemtechnik, Nachhaltige Technische Systeme).

Foto: SMP/Sandra Meyndt

Denkmal Alexander von Humboldt vor dem Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin

#27 Humboldt-Uni Berlin: Fakultäten für Ingenieure und Informatiker: Mathe und Naturwissenschaften (Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik, Physik), Wirtschaftswissenschaften (Wirtschaftsinformatik, Statistik).

Foto: Heike Zappe

Büste Gustav Zeuners vor dem Zeuner-Bau der TU Dresden

#29 TU Dresden: Fakultäten für Ingenieure und Informatiker: Biologie; Mathematik; Chemie und Lebensmittelchemie; Physik; Fakultät Informatik; Elektrotechnik und Informationstechnik; Maschinenwesen; Fakultät Bauingenieurwesen; Architektur, Umweltwissenschaften, Verkehrswissenschaften „Friedrich List“.

Foto: TUD/Eckold

Herbstimpressionen 2016 Campus Süd

#31 Karlsruher Institut für Technologie: Fakultäten für Ingenieure und Informatiker: Architektur; Bauingenieur-, Geo- und Umweltwissenschaften; Chemie und Biowissenschaften; Chemieingenieurwesen und Verfahrenstechnik; Elektrotechnik und Informationstechnik; Informatik; Maschinenbau; Mathematik; Physik; Wirtschaftswissenschaften (Wirtschaftsingenieurwesen).

Foto: www.kit.edu

Innenansicht der Universitaetsbibliothek der Technischen Universitaet und der Universitaet der Kuenste in Berlin

#39 TU Berlin: Fakultäten für Ingenieure und Informatiker: Mathematik und Naturwissenschaften; Prozesswissenschaften; Elektrotechnik und Informatik; Verkehrs- und Maschinensysteme; Planen Bauen Umwelt; Wirtschaft und Management.

Foto: Ulrich Dahl/Technische Universitaet

Hauptgebäude und SuperC-Gebaeude der RWTH Aachen

#40 RWTH Aachen: Fakultäten für Ingenieure und Informatiker: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften; Architektur; Bauingenieurwesen; Maschinenwesen; Georessourcen und Materialtechnik; Elektrotechnik und Informationstechnik; Wirtschaftswissenschaften (Wirtschaftsingenieurwesen).

Foto: Peter Winandy

Campus der Universität Frankfurt am Main

#50 Goethe Universität Frankfurt: Fachbereiche für Ingenieure und Informatiker: Geowissenschaften/Geographie; Informatik und Mathematik; Physik; Biochemie, Chemie und Pharmazie; Biowissenschaften.

Foto: Uwe Dettmar, Goethe-Universität Frankfurt

Die Rankings werfen ein gutes Licht auf die deutsche Bildungslandschaft. Immerhin kann heute keine Uni auf eine gute internationale Reputation verzichten. Doch einige der genannten Hochschulen haben ihre Schwerpunkte eher im juristischen oder medizinischen Bereich als auf den ingenieurwissenschaftlichen sowie IT-Studiengängen. Es lohnt sich daher, darauf zu schauen, welcher Hochschule die Personalverantwortlichen deutscher Unternehmen das beste Zeugnis ausstellen. Denn sie sind die künftigen Arbeitgeber der meisten Absolventen.

Die besten Hochschulen für Ingenieure und Informatiker

Die direkte Befragung der einstellenden Personaler, die alljährlich von Universum im Auftrag der Wirtschaftswoche durchgeführt wird, ist noch etwas präziser. Außerdem fokussiert sie sich ganz klar auf Deutschland und kommt daher zu anderen Ergebnisse als die zuvor vorgestellten internationalen Rankings. Der größte Vorteil dieser Umfrage ist aber: Sie legt die Einstellung derer dar, die tatsächlich eines Tages über die berufliche Zukunft der deutschen Hochschulabsolventen mit entscheiden. Und sie unterscheidet verschiedene Fachrichtungen wie Elektrotechnik, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen und Informatik. Die Ergebnisse im Überblick:

Rang Universitäten für Maschinenbau (Fach-)Hochschulen für Maschinenbau
1. RWTH Aachen FH Aachen
2. TU München HAW München
3. KIT Karlsruhe HS Darmstadt
4. TU Darmstadt HS Esslingen
5. TU Berlin HTW Berlin
6. TU Kaiserslautern HS Karlsruhe
7. Uni Stuttgart HAW Hamburg
.8 Uni Dresden TH Köln
9. Uni Dortmund HTWK Leipzig
10. TU Braunschweig HS Mannheim

 

Rang Universitäten für Elektrotechnik (Fach-)Hochschulen für Elektrotechnik
1. RWTH Aachen FH Aachen
2. KIT Karlsruhe HS München
3. TU München HS Karlsruhe
4. TU Darmstadt TH Köln
5. TU Kaiserslautern HTW Dresden
6. Uni Stuttgart HS Darmstadt
7. TU Berlin HTWK Leipzig
.8 TU Braunschweig HAW Hamburg
9. TU Dresden HS Pforzheim
10. TU Dortmund FH Dortmund

 

Rang Universitäten für Wirtschaftsingenieurwesen (Fach-)Hochschulen für Wirtschaftsingenieurwesen
1. RWTH Aachen HS München
2. KIT Karlsruhe HS Karlsruhe
3. TU Darmstadt HTW Berlin
4. TU berlin HS Darmstadt
5. TU Dresden HS Reutlingen
6. TU Hamburg-Harburg HS Esslingen
7. TU Kaiserlautern HS Pforzheim
.8 Uni Erlangen-Nürnberg HS Heilbronn
9. TU Braunschweig HS Konstanz
10. TU Ilmenau HTW Dresden, FH Hannover, HS Mannheim

 

Rang Universitäten für Wirtschaftsinformatik (Fach-)Hochschulen für Wirtschaftsinformatik
1. TU Darmstadt HS München
2. TU München HS Reutlingen
3. Uni Mannheim HTW Berlin
4. TU Dresden HS Karlsruhe
5. Uni Köln TH Köln
6. TU Ilmenau HS Pforzheim
7. Uni Hamburg HTW Dresden
.8 Uni Hohenheim HS Bonn-Rhein-Sieg
9. TU Chemnitz HS Ravensburg-Weingarten
10. Uni Leipzig, Uni Augsburg HWR Berlin

 

Rang Universitäten für Informatik (Fach-)Hochschulen für Informatik
1. KIT Karlsruhe HS München
2. RWTH Aachen HS KArlsruhe
3. TU München FH Aachen
4. TU Berlin HS Darmstadt
5. TU Darmstadt HTW Dresden
6. TU Dresden HTW Berlin
7. Uni Mannheim Th Köln
.8 TU Kaiserslautern HFT Stuttgart
9. Uni Stuttgart HS Bonn-Rhein-Sieg
10. TU Ilmenau HS Furtwangen

Von Lisa Schneider

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