Absatzzahlen nochmals gesteigert 31.01.2022, 11:13 Uhr

Wärmepumpen: „Auf dem Weg zum Standardheizsystem“

Wärmepumpen kommen in deutschen Kellern immer häufiger als Wärmeerzeuger zum Einsatz. Im vergangenen Jahr stiegen die Absatzzahlen erneut auf ein neues Rekordhoch.

Wieder im Vergleich zum Vorjahr gesteigert: 2021 wurden in Deutschland 154.000 Heizungswärmepumpen abgesetzt. Foto: BWP

Wieder im Vergleich zum Vorjahr gesteigert: 2021 wurden in Deutschland 154.000 Heizungswärmepumpen abgesetzt.

Foto: BWP

Insgesamt 154.000 Heizungswärmepumpen wurden laut der gemeinsamen Absatzstatistik des Bundesverbandes der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) und des Bundesverbands Wärmepumpe (BWP) im Jahr 2021 in Deutschland installiert. Das sind 34.000 Geräte mehr als im bisherigen Rekordjahr 2020 und ein Plus von 28 %. „Der anhaltend positive Markttrend zeigt die hohe Akzeptanz der Wärmepumpe unter Verbraucherinnen und Verbrauchern“, so der Vorstandsvorsitzende des BWP, Paul Waning. Insgesamt liegt die Zahl der abgesetzten Heizungswärmepumpen sogar noch über den vom BWP für das Jahr 2021 ursprünglich prognostizierten Werten. Trotz Corona-bedingter Einschränkungen und weltweiter Lieferkettenkomplikationen sei der Trend zum Wärmeerzeuger Wärmepumpe überaus stabil, so der Berliner Interessensverband. Dies belege auch die große Nachfrage nach der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG): Insgesamt 66.496 Förderanträge für Wärmepumpen wurden im vergangenen Jahr beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) allein für den Einsatz beim Heizungstausch gestellt. Daher fällt das Fazit von Waning eindeutig aus: „Die Wärmepumpe ist auf dem Weg zum Standardheizsystem in Deutschland.“

Weiterhin größter Zuwachs bei den Luft-Wasser-Wärmepumpen

Das größte Wachstum erlebten 2021 erneut die Luft-Wasser-Wärmepumpen: Insgesamt wurden 127.000 Geräte (83.500 Monoblock-Geräte (plus 61 %) und 43.500 Split-Geräte (plus 12 %)) verkauft – ein Plus von 33 % gegenüber 2020. Auch Sole-Wasser-Wärmepumpen legten zu: 27.000 erdgekoppelte Anlagen wurden abgesetzt (plus 12 %). Insgesamt konnten Luft-Wasser-Systeme ihren Marktanteil mit 82 % erneut vergrößern. 2020 waren es 79 %. Der Marktanteil erdgekoppelter Systeme lag 2021 bei 18 %. Auch bei reinen Warmwasser-Wärmepumpen stieg die Zahl der installierten Geräte um 15 % auf 23.500 Wärmepumpen.

Wie funktionieren Wärmepumpen?

Das Funktionsprinzip von Wärmepumpen ist weitestgehend identisch. Die Geräte gewinnen ihre Energie aus der Umwelt. Für Heizwärme und Warmwasserbereitung werden dabei keine fossilen Energieträger verbrannt. Die Modelle unterscheiden sich jedoch in der Art ihrer genutzten Wärmequelle. Hauptsächlich werden drei Typen unterschieden:

  • Luft-Wasser-Wärmepumpen verwenden die nähere Umgebungsluft als Wärmequelle (Außen-, Raum- oder die Abluft eines Industrieprozesses). Die aus der Luft gewonnene Wärme wird genutzt, um ein flüssiges Kältemittel zu erhitzen. Dieses ändert durch die Erwärmung seinen Aggregatzustand und wird gasförmig. Das gasförmige, heiße Kältemittel überträgt dann die Wärmeenergie auf ein Warmwasserheizsystem wie zum Beispiel eine Fußbodenheizung.
  • Sole-Wasser-Wärmepumpen nutzen Erdwärme (oder auch die Abwärme von Industrieprozessen) als Wärmequelle. Mit Erdkollektoren oder mit einer platzsparenden Erdsonde (dafür ist eine Bohrung nötig) wird die Wärme aus tieferen Erdschichten gewonnen.
  • Wasser-Wasser-Wärmepumpen entziehen dem Grundwasser, Meer oder anderen Oberflächengewässern Wärme und geben diese an ein Heizsystem weiter. Dafür sind zwei Brunnenbohrungen erforderlich (Saug- und Schluckbrunnen). Diese Variante der Wärmepumpe gilt als effizienteste, da sie ausschließlich Wasser als Trägermedium und Wärmequelle nutzt.

 

 

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Von BWP / Marc Daniel Schmelzer

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