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Erneuerbare Energie für Fabriken: So gelingt die Integration

19. Juni 2026

Mit dem „ESiP Analyzer“ unterstützt das Fraunhofer IWU produzierende Unternehmen bei der Planung individueller Speicherlösungen. Leistungsspitzen werden reduziert, die Netzstabilität profitiert.
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Richtig geplant und dimensioniert können Energiespeicher in der Produktion (ESiP) eigene erneuerbare Energie optimal „verwerten“. Der 2025 auf der Messe ees Europe vorgestellte ESiP Analyzer hat seinen Praxistest bei Energieversorgern und Industrieunternehmen inzwischen mit Bravour gemeistert: Das Tool hilft Fabriken, die Integration erneuerbarer Energien zu verbessern und Leistungsspitzen zu reduzieren. Bisherige Erfahrungen zeigen, dass gezielte Simulationen und optimierte Betriebsstrategien in einigen Szenarien die Nutzung von annähernd der Hälfte des selbst erzeugten Stroms ermöglichen. Auch die Netzstabilität profitiert vom „geglätteten“ Verbrauch durch den Einsatz von Speichern.

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Der ESiP Analyzer unterstützt das Energiemanagement vorrangig in produzierenden Unternehmen. Neben der klassischen Lastspitzensenkung ermöglicht das Tool, verschiedene Anwendungsfälle zu bewerten. Es umfasst unterschiedliche Energiespeichertechnologien von Maschinen- bis Fabrikebene und unterstützt Unternehmen bei der Planung, Integration und Betriebsführung individueller Energiespeicherlösungen. Die Entwicklung spezifischer Auslegungsverfahren für unterschiedliche Anwendungsszenarien ist ein Kernmerkmal des Tools. Darüber hinaus werden auch wichtige Betriebsführungsfaktoren wie die Systemeffizienz und spezifische Produktionsparameter in die Simulationen einbezogen. Ziel ist es, Unternehmen nicht nur bei der Auswahl der passenden Speichertechnologie zu unterstützen, sondern auch bei der Entwicklung optimaler Betriebsstrategien für einen langfristig effizienten und wirtschaftlichen Einsatz.

Skalierungen und Simulationen ersetzen fehlende Planungsinformationen

Der ESiP Analyzer zeigt seine Leistungsfähigkeit insbesondere in realen Anwendungsszenarien, auch mit teils unvollständigen Planungsinformationen. Fehlende Werte in Lastprofilen oder Ertragsdaten können durch geeignete Skalierungen und Simulationen zuverlässig ergänzt werden, wodurch aussagekräftige Analysen möglich bleiben. Darüber hinaus eröffnet der Analyzer zusätzliche Perspektiven, etwa in der Kombination von unterschiedlichen Anwendungen (zum Beispiel Teilnahme am Energiemarkt, Notstromversorgung oder zur Effizienzsteigerung mit Hilfe rückgespeister Energie auf Maschinenebene).

Interessierte Unternehmen haben die Wahl, wie sie den ESiP Analyzer nutzen möchten. Für eine umfassende Analyse des Ist-Stands und Empfehlungen einschließlich Beratungsleistungen durch die Experten des Fraunhofer IWU sind individuelle Projektvereinbarungen möglich. Für eine kontinuierliche Nutzung können Lizenzvereinbarungen abgeschlossen werden.

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Vom 23. bis 25. Juni 2026 demonstriert das Fraunhofer IWU auf der Messe „The Smarter E Europe“ auf dem Gemeinschaftsstand der Wirtschaftsförderung Sachsen den aktuellen Stand seines innovativen Auslegungs- und Simulationstools anhand von realen Anwendungsfällen.

KI basierte, automatische Demontage von Batterien

Das Fraunhofer IWU gibt in München außerdem einen Ausblick auf die im Aufbau befindliche, gemeinsam mit EDAG Production Solutions konzipierte Pilotanlage, die künftig in Chemnitz Traktionsbatterien bis auf Zellebene automatisiert demontieren kann. Mittels KI-Technologien und einem Analysemodul zur Bewertung ihres „Gesundheitszustands“ werden funktionstüchtige Komponenten identifiziert und einer geeigneten Wiederverwendung zugeführt. Die neue Anlage wird im August ihren Betrieb aufnehmen. Sie dient zukünftig auch zum Nachweis der wirtschaftlichen Demontierbarkeit neuer Systeme, die mit dem Fokus auf Design-for-Recycling entwickelt wurden. Mit einem zerstörungsfrei zerlegbaren Batteriemodul wird ein solches System demonstriert.

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Lesetipp: „Hey KI, lohnt sich eine neue Schweißzelle?“

Das Projekt ESiP wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert. Weitere Projektpartner: EA Systems Dresden GmbH, Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Skeleton Technologies GmbH, Power Innovation Stromversorgungstechnik GmbH.



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