28.10.2016, 12:11 Uhr | 0 |

Touchleiste statt F-Tasten Escape-Taste ist weg: So futuristisch ist Apples neues Macbook

Tschüss ESC- und F-Tasten: Apple hat die Funktionstasten beerdigt und setzt beim neuen Macbook auf eine futuristische Touchleiste. Welche Neuheiten es noch gibt, lesen Sie hier. 

Apple-Chef tim Cook
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Vorstellung des neuen Macbook in Cupertino: Die neue Generation lässt sich ab sofort vorbestellen, die Auslieferung startet noch vor Weihnachten. Kostenpunkt: 1700 € bis 3200 €. 

Foto: Tony Avelar/dpa

Apple hat am Donnerstag in der kalifornischen Stadt Cupertino das neue Macbook vorgestellt. Nachdem Microsoft am Mittwoch seinen ersten Desktop-Computer vorgestellt hat und dabei den iMac nicht nur kopiert, sondern vielleicht sogar übertroffen hat, wartete die IT-Welt gespannt, ob Apple kontern kann.

Auf jeden Fall liefert Apple ungewöhnliche Innovationen. Die erste Überraschung fällt beim Aufklappen des Notebooks ins Auge: Es gibt keine Funktionstasten mehr. Stattdessen eine Multitouch-Leiste über der Tastatur, die flexiblere und schnellere Programmbedienungen ermöglicht.

Touch Bar passt sich Programmen an

Im Standard zeigt die Touch Bar unter anderem Funktionen für Helligkeit- und Lautstärkeänderungen und die Aktivierung des Sprachassistenten Siri an. Das OLED-Display passt sich aber den Programmen an. Beim E-Mail-Schreiben gibt es Wortvorschläge oder eingeblendete Emojis, in der Foto-App erscheint eine Vorschau der Bilder. Und auch Apples Videosoftware Final Cut und Adobes Photoshop richten sich auf die Touch Bar aus. Klingt praktisch.

Miniaturdarstellung von Fotos in der Anwendung Photo eines MacBook Pro. Apple hat am 27.10.2016 in Cupertino eine Modellreihe seiner Notebooks vorgestellt: Im Modell MacBook Pro wird die Reihe der Funktionstasten durch eine schmale Touchscreen-Leiste ersetzt. Dort werden verschiedene Buttons und Bedienelemente passend zur aktuellen Anwendung eingeblendet. Außerdem wird in die «TouchBar» ein Fingerabdruck-Sensor integriert, um sich an dem Rechner per Fingerabdruck anzumelden. Außerdem kann damit der iPhone-Bezahldienst Apple Pay auch bei Einkäufen im Web direkt auf dem Computer genutzt werden. Foto: Christoph Dernbach, dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Überraschung: Es gibt keine Funktionstasten mehr. Stattdessen eine Touch Bar, die sich Programmen anpasst und eine komfortablere Steuerung ermöglicht.

Foto: Christoph Dernbach/dpa

Anmeldung per Fingerabdruckscanner

Neu außerdem: In den An-Aus-Schalter ist ein Fingerabdruckscanner integriert. Mit ihm entsperrt der User das Gerät nicht nur, sondern autorisiert sich auch für Apple Pay – eine Online-Bezahlmethode des Unternehmens, die in Deutschland allerdings noch nicht verfügbar ist. Über den Scanner ist außerdem ein schnellerer Benutzerwechsel möglich.

Die Geräte sind trotz steigender Leistung kompakter geworden. Das 13-Zoll-Modell ist nur 14,9 mm dick und bringt lediglich 1,36 kg auf die Waage – 220 g weniger als das Vorgängermodell. Auch die 15-Zoll-Variante hat abgespeckt. Sie wiegt 1,81 kg statt 2,04 kg.

Fingerabdrucksensor eines MacBook Pro: Apple hat am 27.10.2016 in Cupertino eine Modellreihe seiner Notebooks vorgestellt: Im Modell MacBook Pro wird die Reihe der Funktionstasten durch eine schmale Touchscreen-Leiste ersetzt. Dort werden verschiedene Buttons und Bedienelemente passend zur aktuellen Anwendung eingeblendet. Außerdem wird in die «TouchBar» ein Fingerabdruck-Sensor integriert, um sich an dem Rechner per Fingerabdruck anzumelden. Außerdem kann damit der iPhone-Bezahldienst Apple Pay auch bei Einkäufen im Web direkt auf dem Computer genutzt werden. Foto: Christoph Dernbach, dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Fingerabdrucksensor eines MacBook Pro: In den An-Aus-Schalter hat Apple einen Fingerabdruckscanner integriert. Mit ihm entsperrt der User das Gerät nicht nur, sondern kann sich auch den Bezahldienst Apple Pay autorisieren.

Foto: Christoph Dernbach/dpa

 

Und die Leistung? Die ist gestiegen – laut Apple um 50 bis 130 %. Schnelle SSD-Festplatten sind Standard. Im 15-Zoll-Modell arbeiten zudem ein Core i7 Prozessor der sechsten Generation und 16 GB RAM, im 13-Zoll-Modell ein Core i5 Prozessor und 8 GB RAM – optional ein i7-Prozessor. Beide Modelle haben ein Retina-Display mit angeblich noch höherem Kontrast und leistungsstärkere Akkus.

MagSafe, USB 3.0 Ports und SD-Kartensteckplatz sind weg

Auch bei den Schnittstellen mischt Apple die Karten neu. USB 3.0 Ports und Magsafe-Port gibt es nicht mehr. Verbaut sind stattdessen vier Thunderbolt-3-Anschlüsse, die dem USB-C-Standard entsprechen und auch das Akkuladen übernehmen. Auch SD-Kartensteckplatz und HDMI-Buchse sucht der User vergeblich. Der Kopfhöreranschluss für einen 3,5-mm-Klinkenstecker hat aber überlebt.

Apple-Fans können die Geräte ab sofort bestellen. Das Unternehmen will vor Weihnachten ausliefern, in drei bis vier Wochen. Kostenpunkt: knapp 1700 € bis 3200 € in der Maximalausstattung.

Einkaufen können Sie ja in den schönsten Apple-Läden der Welt, die wir Ihnen hier vorstellen.

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Von Patrick Schroeder
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