12.05.2015, 06:51 Uhr | 0 |

Manzonis TRAUM Studie von Ferrari: Raumschiff und Flugzeug in einem

Wie sähe eigentlich ein Raumschiff aus, das Ferrari entwickeln würde? Flavio Manzoni, Chefdesigner bei Ferrari, hat sich einen Kindheitstraum erfüllt und ein Raumschiff gezeichnet. Es ist eine futurische Mischung als dem Supersportwagen LaFerrari und den Fantasien aus Science-Fiction-Serien.

Ferrari Spaceship
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Ein aerodynamisches Highlight ist das Raumschiff des Ferrari-Designers Flavio Manzoni. Doch warum eigentlich? Im Weltraum spielt ja Aerodynamik keine Rolle.

Foto: Handout Flavio Manzoni/Guillaume Vasseur/Billy Galliano

Ein einziges Mal hat Ferrari-Pilot Sebastian Vettel in dieser noch jungen Formel-1-Saison gewonnen. Ansonsten fährt der zweimalige Weltmeister immer im Schatten der Mercedes-Boliden von Nico Rosberg und Lewis Hamilton. Das ließ Ferraris Chefdesigner anscheinend nicht ruhen. Flavio Manzoni wollte seinen Arbeitgeber auf andere Art ins Rampenlicht rücken.

Nachdem er bereits den Supersportwagen LaFerrari entworfen hat, dessen Design und Technik stärker vom Rennsport beeinflusst ist als alle anderen Straßenfahrzeuge der Welt, hat er jetzt ein futuristisches Ding ohne Räder entwickelt.

Aber was ist das für ein Fahr- oder besser Flugzeug? Es hat, wie Formel-1-Flitzer, einen Frontspoiler und ist ebenso windschnittig. Es hat außerdem eine runde Öffnung im Boden, hinter der sich ein Triebwerk für den Senkrechtstart verbergen könnte. Das deutet darauf hin, dass es ein Fluggerät sein könnte.

Manzonis Kindheitstraum eines Raumschiffes

Andererseits träumte Manzoni schon als Kind von Raumschiffen, mit denen Erdlinge und Bewohner anderer Welten durch die Galaxien reisen. Das habe ihn inspiriert, sagt Manzoni. Sein Entwurf ist also eigentlich ein Raumschiff. Möglicherweise soll das futuristische Gerät wie ein Flugzeug starten und landen, seine Passagiere aber ins erdnahe Weltall entführen. Dann könnten sowohl der Spoiler als auch Flügel und Leitwerk einen Sinn haben. Denn im Weltraum ist so etwas überflüssig, ebenso Manzonis Stromlinienform, weil selbst das kantigste Raumfahrzeug völlig widerstandslos durchs All flitzt.

Weltall-Ferrari bleibt eine Studie

Kritiker bemängeln, dass es keine Einlassöffnung für die Luftzufuhr zum Triebwerk gibt. Braucht ein solches Gebilde aber auch nicht, wenn es Treibstoff und Sauerstoff an Bord hat. Doch dann müsste es eine Auslassöffnung für den Feuerschweif haben, den das Triebwerk herausschleudert. Die sucht man allerdings ebenfalls vergeblich.

Macht aber nichts. Manzonis Weltall-Ferrari wird niemals starten. Der Designer sieht sein Werk als reine Studie. Es begann alles als Spaß. Er wuchs in einem sechsstöckigen Gebäude auf. Als Kind identifizierte er dessen Dach als idealen Landeplatz für Außerirdische. Jetzt hat er das Raumfahrzeug dazu entwickelt. Und sich auch an Designern orientiert, die für Science-Fiction-Serien wie „2001: Odyssee im Weltraum“ arbeiteten. Ist auch unübersehbar!

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Von Wolfgang Kempkens
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