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„Hitze-Check“ bewertet 190 Städte – jetzt kritisieren Forscher das Verfahren

16. April 2026

Der Hitze-Check der Deutschen Umwelthilfe bewertet 190 Städte nach ihrer Hitzebelastung. Drei Stadtklimatologen zeigen in der Fachzeitschrift „Gefahrstoffe", warum der Index dabei die tatsächliche Wärmebelastung des Menschen verfehlt.
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In der April Ausgabe der Gefahrstoffe untersuchen die Autoren Prof. Dr. Hyunjung Lee, Prof. Dr. Helmut Mayer und Prof. Dr. Wilhelm Kuttler ob der Hitzebetroffenheitsindex der Deutschen Umwelt-Hilfe (DUH) auf der Grundlage der Untersuchungsergebnisse des Hitze-Check im Frühsommer 2025 die Wahrnehmung von Hitze durch den Menschen in der Stadt darstellen kann.

Hitzebetroffenheitsindex als Grundlage für den Hitze-Check der Deutschen Umwelthilfe: Thermophysiologische Relevanz?

H. Lee, H. Mayer, W. Kuttler Gefahrstoffe Jahrgang 86 (2026) Heft 3-4 Publikationsdatum: 31.03.2026 doi.org/10.37544/0949-8036-2026-03-04-51

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Zusammenfassung: Für 190 Städte in Deutschland mit mehr als 50 000 Einwohnern präsentierte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) im Frühsommer 2025 Untersuchungsergebnisse zum Hitze-Check 2.0. Sie beruhen auf einem Hitzebetroffenheitsindex (HBI), der allerdings ausschließlich für die Siedlungs- und Verkehrsräume in den einzelnen Städten ermittelt wurde. Die zugrunde liegenden vier Indikatoren (Oberflächentemperatur, Versiegelung, Grünvolumen und Bevölkerungsdichte) weisen auf die dominierende Verwendung geeigneter Fernerkundungs- und Luftbilddaten hin.

Dadurch ist der HBI auf trockene Hitze fokussiert. Der Begriff Hitzebetroffenheitsindex suggeriert einen Bezug zur Wahrnehmung von Hitze durch Menschen in der Stadt. Unter Berücksichtigung thermophysiologischer Grundlagen zur Quantifizierung des Hitzeempfindens von Menschen kann der HBI diesen Anspruch jedoch nicht erfüllen. Aufgrund seiner Bestimmungsmethodik stellt der HBI, der die menschliche Wärmebilanz unberücksichtigt lässt, eher einen wirkungsunabhängigen, durchschnittlichen Hitzeanfälligkeits-, Hitzegefährdungs- oder Hitzepotenzialindex für bewohnte Stadtgebiete dar.

Heat impact index used as the basis for the heat check by the Environmental Action Germany: thermo-physiological relevance?
Abstract: In early summer 2025, the Environmental 
Action Germany (DUH) presented the results of its Heat-check 2.0 study for 190 cities in Germany with more than 50 000 
inhabitants. They are based on a heat impact index (HBI), which was determined exclusively for the residential and 
traffic spaces in the individual cities. The four considered 
indicators (surface temperature, sealing, green volume, and population density) point to the dominant use of suitable 
remote sensing and aerial image data, resulting in a focus on dry heat. The term “heat impact index” suggests a connection to how people in cities perceive heat. However, with reference to the thermo-physiological principles of quantifying human heat perception, the HBI cannot meet this requirement. Due to its determination methodology, the HBI, which does not take the human heat balance into account, represents a rather 
impact-independent, average heat vulnerability, heat hazard, or heat potential index for inhabited urban areas.

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Mehr zum Thema erfahren Sie hier:

Städte als Hitzefalle – Wie lokale Kaltluft das urbane Klima verbessern kann – VDI Fachmedien

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