Anzeige

Tesla setzt auf Roboter: Zwei Automodelle weniger

29. Januar 2026

Detailaufnahme des Tesla-Logos an einer roten Motorhaube
Tesla stellt die Produktion zweier Auto-Modelle ein, um sich auf Robotik zu fokussieren.
Foto: SmarterPix/frizio
Der Elektroautopionier beendet die Fertigung klassischer Fahrzeuge und will stattdessen Roboter und Robotaxis produzieren. CEO Elon Musk plant einen radikalen Umbau des Konzerns – während die Verkaufszahlen im Kerngeschäft drastisch sinken und der Gewinn um fast die Hälfte einbricht.
Anzeige
Anzeige


Tesla streicht Produktion traditionsreicher Fahrzeuge

Elon Musk vollzieht bei Tesla einen fundamentalen Strategiewechsel und beendet die Herstellung der Modelle S und X. Die beiden Baureihen, die einst das Ansehen des Unternehmens begründet haben, werden im nächsten Quartal im kalifornischen Werk Fremont nicht mehr vom Band laufen. Der Konzernchef möchte dadurch Produktionskapazitäten für Roboter gewinnen.

Die eingestellten Fahrzeugmodelle spielten zuletzt ohnehin kaum noch eine Rolle bei den Auslieferungen. Musk versicherte den Besitzerinnen und Besitzern, dass sie während der gesamten Nutzungsdauer weiterhin technischen Support erhalten werden. Der Fokus liegt nun auf neuen Geschäftsfeldern: Robotaxis und humanoide Roboter sollen die Zukunft des Konzerns prägen.

Anzeige
Anzeige

Tesla-Cybercab ohne Lenkrad

Die Produktion des „Cybercab“ genannten Robotaxi-Fahrzeugs soll noch in diesem Jahr beginne. Das Fahrzeug kommt komplett ohne Lenkrad und Pedale aus und soll ausschließlich autonom fahren. Tesla plant, von diesem Modell deutlich mehr Einheiten zu fertigen als von sämtlichen bisherigen Fahrzeugtypen zusammengerechnet.

Allerdings steht das Unternehmen dabei vor großen Herausforderungen. Bislang sind lediglich einige wenige fahrerlose Robotaxis in der texanischen Metropole Austin unterwegs. Diese Testfahrzeuge werden derzeit noch von Sicherheitsfahrern oder Sicherheitsfahrerinnen auf dem Beifahrersitz begleitet. Damit hinkt Tesla der Konkurrenz deutlich hinterher.

Tesla muss Rückstand auf Waymo aufholen

Die Google-Schwesterfirma Waymo hat bereits mehr als 2.500 fahrerlose Fahrzeuge in verschiedenen amerikanischen Städten im kommerziellen Betrieb. Das Unternehmen expandiert kontinuierlich. Tesla muss erst noch unter Beweis stellen, dass die eigene Technologie im Wettbewerb bestehen kann. Der Vorsprung der Konkurrenz ist groß.

Anzeige
Anzeige

Ein weiterer Streitpunkt ist Musks Ansatz, beim autonomen Fahren ausschließlich auf Kamerasysteme zu setzen. Während Waymo und andere Hersteller zusätzlich mit Laser-Radaren und Sensoren arbeiten, die die Umgebung präzise erfassen, verzichtet Tesla darauf. Falls diese Strategie aufgeht, hätte der Konzern aber einen Kostenvorteil gegenüber den Mitbewerbern.

Gegenwärtig testet Tesla seinen Robotaxi-Dienst nach eigenen Angaben mit etwa 500 Fahrzeugen vom Typ Model Y. Diese Tests finden sowohl in Austin als auch in Kalifornien statt. In Kalifornien schreiben die Behörden jedoch einen Sicherheitsfahrer oder eine Sicherheitsfahrerin vor.

Anzeige
Anzeige

Tesla plant Massenproduktion humanoider Roboter

Beim humanoiden Roboter namens Optimus sieht Musk lediglich chinesische Entwickler als ernstzunehmende Konkurrenz an. Allerdings existieren auch in den USA Unternehmen, die ihre Robotersysteme bereits in Produktionsumgebungen erproben – beispielsweise Figure AI, das seine Technologie im amerikanischen BMW-Werk getestet hat.

Die Serienproduktion des Optimus soll in diesem Jahr anlaufen. Kürzlich stellte Musk in Aussicht, dass diese Roboter bis Ende 2027 der Öffentlichkeit zum Kauf angeboten werden könnten. Ob sich diese Zeitpläne einhalten lassen, ist unklar. Denn der Markt für humanoide Roboter steckt noch in den Kinderschuhen.

Drastischer Umsatz- und Gewinneinbruch

Das traditionelle Kerngeschäft mit Elektrofahrzeugen befindet sich unterdessen in einer Krise. Erstmals in der Unternehmensgeschichte musste Tesla einen Umsatzrückgang hinnehmen. Die Erlöse sanken 2025 um rund drei Prozent auf 94,8 Milliarden Dollar, während der Jahresgewinn um erschreckende 46 Prozent auf etwa 3,8 Milliarden Dollar abstürzte.

Die Auslieferungen gingen zum zweiten Mal in Folge zurück und sanken um 8,5 Prozent auf gut 1,6 Millionen Fahrzeuge. Den bisherigen Höchststand hatte das Unternehmen 2023 mit etwas über 1,8 Millionen ausgelieferten Autos markiert. Im Jahr 2024 hatte der Umsatz trotz gesunkener Auslieferungszahlen noch minimal um ein Prozent zugelegt.

Quartalszahlen zeigen Teslas negative Entwicklung

Im ersten Halbjahr 2025 brachen die Auslieferungen um rund 15 Prozent ein. Das dritte Quartal brachte durch die Torschlusspanik vor dem Wegfall der US-Elektroautoprämie Ende September kurzfristig ein Rekordhoch. Doch im vierten Quartal folgte prompt die Rechnung mit dem nächsten deutlichen Rückgang der Verkaufszahlen.

US-Präsident Donald Trump ließ nicht nur die Steuervergünstigung beim Elektroautokauf auslaufen, sondern entzog Tesla durch die Aufweichung der CO2-Vorschriften eine Einnahmequelle. Über Jahre hatte das Unternehmen seine Gewinne durch den Handel mit Emissionszertifikaten aufgebessert. Diese verkaufte Tesla an andere Hersteller, die ihre Flottengrenzwerte nicht einhielten. Die Einnahmen aus dem Zertifikatehandel fielen im letzten Quartal auf 542 Millionen Dollar – gegenüber 692 Millionen Dollar im vierten Quartal 2024.

Imageverlust und Modellprobleme belasten Absatz

Musks öffentliches Auftreten und seine politischen Positionierungen führten dazu, dass sich ein Teil der potenziellen Kundinnen und Kunden von der Marke abwandte. Zu Jahresbeginn belastete zusätzlich der Modellwechsel beim meistverkauften Model Y die Verkaufszahlen. Der futuristisch gestaltete Elektro-Pickup Cybertruck gilt als Misserfolg und konnte die Erwartungen nicht erfüllen.

Auf dem US-Markt entschieden sich Autokäuferinnen und Autokäufer im vergangenen Jahr verstärkt für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor- und Hybrid-Antrieben. In Europa wiederum waren im Elektroautosegment andere Hersteller gefragter, darunter besonders Produzenten aus China. Tesla verliert damit in wichtigen Märkten an Boden und muss zusehen, wie die Konkurrenz Marktanteile gewinnt.



Ein Beitrag von:

Anzeige
Anzeige

Top Stellenanzeigen

CAD-Konstrukteur (m/w/d)
Boyd Weiler GmbH & Co. KG

13.09.2026
Weiler-Simmerberg
Senior Ingenieur Systemintegration und KI-basierte Performancebewertung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

13.09.2026
Stuttgart
Ingenieur Systemführung Operative Betriebsplanung (w/m/d)
TransnetBW GmbH

13.09.2026
Stuttgart
Bauprojektleiter (m/w/d)
Allbau Managementgesellschaft mbH

13.09.2026
Essen
Ingenieur* im Anforderungsmanagement
DFS Deutsche Flugsicherung GmbH

13.09.2026
Langen
Bauingenieur / Bautechniker Kommunaler Tiefbau (m/w/d)
WipflerPLAN Planungsgesellschaft

13.09.2026
Donauwörth, Nördlingen, Pfaffenhofen an der Ilm, Lauf an der Pegnitz
Information Security Manager (all genders)
VINCORION Advanced Systems GmbH

13.09.2026
Wedel
Professur „Wirtschaftsinformatik und Datenbanken mit dem Schwerpunkt IT-Venture-Design, Digital Enterprise und innovativer Lehre in Makerspace-Settings (W2)“
Hochschule Düsseldorf University of Applied Sciences

13.09.2026
Düsseldorf
Senior-Ingenieur Auftragsengineering (m/w/d)
Mehrer Compression GmbH

13.09.2026
Balingen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Hamm
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hamm, Münster
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Dillenburg
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Dillenburg
BIM-Manager (w/m/d) Niederlassung Westfalen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hamm, Münster, Gelsenkirchen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Netphen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Netphen
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Bochum
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Bochum
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Osnabrück
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Osnabrück
BIM-Manager (w/m/d) Außenstelle Hagen
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Hagen
Bauleiter (m/w/d) im Bereich schlüsselfertigen Wohnungsbau
SCHEIDL

13.09.2026
Moosburg/Landshut
Projektingenieur Fachplanung Versorgungstechnik (m/w/d)
INGENIEURBÜRO ZAMMIT GmbH

13.09.2026
Achim, Celle, Salzgitter, Wolfsburg
Meister (m/w/d) für die mechanische Fertigung
Montanhydraulik GmbH

13.09.2026
Gelsenkirchen
Bauingenieur (w/m/d)
Die Autobahn GmbH des Bundes

13.09.2026
Bayreuth

Weitere Artikel



Anzeige
Anzeige