Smartwatch Blocks 15.10.2015, 15:26 Uhr

Die weltweit erste intelligente Baukasten-Uhr

Ein britisches Startup-Unternehmen hat mit der „Blocks“ genannten Uhr eine Smartwatch entwickelt, die – je nach individuellem Bedürfnis – modular erweitert werden kann. Möchte der Besitzer beispielsweise mehr Akkuleistung oder ein GPS-Modul, kann er sich beides als Hardware dazukaufen: untergebracht in kleinen Kettengliedern für das Armband. Dieses Prinzip betrachtet der Hersteller als besonders zukunftssicher. 

Blocks, die smarte Uhr die sich individuell zusammenstellen lässt. Die Technikmodule verbergen sich in den Kettengliedern des Armbands. 

Blocks, die smarte Uhr die sich individuell zusammenstellen lässt. Die Technikmodule verbergen sich in den Kettengliedern des Armbands. 

Foto: Blocks

Ob Pebble oder Apple Watch: Smarte Uhren sind in aller Munde oder bereits am Arm. Trotzdem ist es erstaunlich, welch enorme Aufmerksamkeit eine neue Uhr namens „Blocks“ derzeit bei Kickstarter erfährt. Das britische Projekt hat auf der bekannten Crowdfunding-Plattform das anvisierte Finanzierungsziel von 250.000 Dollar bereits fast verdreifacht. Und das nach nur fünf Tagen.

Das Neue an dieser Smartwatch: Zusätzliche Sensoren und Funktionen können individuell nachgerüstet werden. Jenen Teil der Armbanduhr, der das (digitale) Ziffernblatt enthält, bezeichnen die Hersteller als „Core“, den Kern. Dieses Bauteil verfügt – neben einem Qualcomm-Snapdragon400-Prozessor und 512 MB RAM – u.a. über eine Bluetooth- sowie eine Wlan-Schnittstelle und ist bereits für sich genommen voll funktionsfähig.

Bei der modularen smarten Armbanduhr Blocks verbirgt sich die Technik zum Nachrüsten in den Kettengliedern des Armbands.

Bei der modularen smarten Armbanduhr Blocks verbirgt sich die Technik zum Nachrüsten in den Kettengliedern des Armbands.

Foto: Blocks

Möchte der Besitzer nun die Fähigkeiten seiner Uhr erweitern, kann er sich diese in Hardware gegossen dazukaufen und einfach anstecken: Die verschiedenen Zusatzmodule sind in kleinen Kettengliedern für das Armband der „Blocks“ untergebracht. Bis zur Produktreife entwickelt sind bislang ein Modul für zusätzliche Akkuleistung, ein GPS-Sender, ein NFC-Chip, der unter anderem das bargeldlose Bezahlen vereinfachen soll, ein Herzfrequenzmesser sowie ein Kettenglied, das sich Adventure-Modul nennt: auf seinem integrierten Chip vereint es einen Höhen- und Luftdruckmesser sowie ein Thermometer.

Weitere Module sind in Planung

In dem modularen Prinzip sehen die Hersteller der „Blocks“ eine große Zukunftsbeständigkeit. Wer will sich schon jedes Jahr eine neue Smartwatch zulegen müssen, nur weil seine alte mit der rasanten technischen Entwicklung der Telekommunikationselektronik nicht mithalten kann? heißt es im Werbetext bei Kickstarter. Nicht zuletzt durch den offenen Zugang für fremde Entwickler sei gewährleistet, dass zukünftige Anforderungen mit jeweils neuen Modulen bewältigt werden können.

Bis zur Produktreife entwickelt ist ein NFC-Chip, der unter anderem das bargeldlose Bezahlen vereinfachen soll.

Bis zur Produktreife entwickelt ist ein NFC-Chip, der unter anderem das bargeldlose Bezahlen vereinfachen soll.

Foto: Blocks

Verhältnismäßig zeitnah möchte das ebenfalls „Blocks“ heißende Unternehmen weitere Module entwickeln: darunter ein Kettenglied mit Fingerabdruck-Sensor zur Authentifizierung sowie ein weiteres zur Aufnahme einer SIM-Karte. Damit soll es dem Uhrenbesitzer ermöglicht werden, sein Handy auch mal ganz zu Hause zu lassen. Für die fernere Zukunft träumt man im Hause Blocks unter anderem von Modulen mit integrierter Kamera oder auch großem Flash-Speicher.

30 US-Dollar pro Zusatzmodul

Die „Blocks“-Uhr soll mit den mobilen Betriebssystemen Android und iOS kompatibel und frühestens ab Mai des kommenden Jahres verfügbar sein. Für die Basiseinheit „Core“ inklusive Verschluss verlangt der Hersteller 195 US-Dollar. Jedes zusätzliche Kettenglied-Modul soll weitere 30 $ kosten. Neue Blocks für die „Blocks“ sowie Apps sollen in einem eigenen Online-Shop angeboten werden.

Ein ähnliches Modularprinzip wie „Blocks“ verfolgt auf dem Feld der Smartphones übrigens Google mit seinem Projekt Ara

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