Stellantis mit Milliardenverlust
Opel-Mutter Stellantis meldet für 2025 einen Rekordverlust von 22,3 Mrd. Euro. Den Grund sieht Konzernchef Antonio Filosa in notwendigen Anpassungen des Elektromobilitätskurses und im Zuge dessen hohen Abschreibungen auf dem US-Markt.
Stellantis CEO Antonio Filosa steht vor der schwierigen Aufgabe, den Konzern nach Rekordverlusten wieder auf Kurs zu bringen:
Foto: picture alliance / LAPRESSE | Fabio Ferrari
Opel-Mutter Stellantis meldet für 2025 einen Rekordverlust von 22,3 Mrd. Euro. Den Grund sieht Konzernchef Antonio Filosa in notwendigen Anpassungen des Elektromobilitätskurses und im Zuge dessen hohen Abschreibungen auf dem US-Markt.
Bereits vor Wochen hatte der Vielmarkenkonzern (unter anderem Fiat, Opel, Peugeot, Chrysler, Alfa Romeo, Jeep) mitgeteilt, dass er aufgrund von Änderungen des Elektrokurses von US-Regierung der Absatz eingebrochen sei. Die Wertminderungen beliefen sich auf 25,4 Mrd. Euro.
Aber auch bereinigt um die Sonderkosten kam der Konzern stark unter Druck und fuhr im Tagesgeschäft wegen Preisdrucks rote Zahlen ein – sowohl in Nordamerika, wo der Konzern einst mit seinen Pick-ups und SUVs den Löwenanteil seiner Gewinne machte, als auch in Europa.
Insgesamt beziffert Stellantis den um Sondereffekte bereinigten Verlust vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei 842 Mio. Euro. Das entsprach bei einem Umsatzrückgang um zwei Prozent auf 153,5 Mrd. Euro einer Marge von einem halben Prozent – minus wohlgemerkt.
Neuer Konzernchef Filosa will mehr auf Verbrennerfahrzeuge setzen
Konzernchef Antonio Filosa wurde im Juni 2025 CEO von Stellantis. Er trat die Nachfolge von Carlos Tavares an, der den Konzern maßgeblich auf Elektrokurs geführt hatte. Das soll Filosa im Maßen wieder rückgängig machen – und mehr auf Verbrenner – und Mischantriebe setzen sowie den Konzern nach einer Krise in den USA im Tagesgeschäft wieder auf Kurs bringen. Erst 2027 sei Stellantis zufolge wieder mit einem Zufluss an freien Mitteln im Fahrzeuggeschäft (Free Cashflow) zu rechnen.
Auch andere Hersteller von Elektrofahrzeugen kämpfen mit sich verändernden realen Marktbedingungen. So mussten auch die US-Hersteller General Motors und Ford viele Milliarden abschreiben.
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