Mobilität der Zukunft 17.05.2023, 09:05 Uhr

HyperloopTT plant Teststrecke zwischen Padua und Venedig

HyperloopTT will eine Hyperloop-Teststrecke in Italien zwischen Padua und Venedig errichten. Dafür soll das Unternehmen bis zu 800 Millionen Euro Förderung erhalten.

Hyperloop

Hyperloop-Konzept als 3D-Illustration.

Foto: PantherMedia / malpetr

HyperloopTT hat Berichten zufolge in Italien eine Ausschreibung gewonnen, die nicht nur eine erhebliche finanzielle Belohnung in Höhe von 800 Millionen Euro mit sich bringt, sondern auch die Möglichkeit eröffnet, die erste Hyperloop-Strecke in Europa zu errichten.

Wie einige Medien in Bezug auf Bloomberg, einem US-Finanznachrichtenmagazin, berichten, hat das Unternehmen von CAV (Concessioni Autostradali Venete), dem norditalienischen Autobahnverwalter, vier Millionen Euro für eine Machbarkeitsstudie erhalten. Wenn sie erfolgreich umgesetzt wird, könnten weitere 46 Millionen Euro für eine Designstudie und anschließend 750 Millionen Euro für einen Prototypen und eine Teststrecke folgen. Diese Teststrecke soll voraussichtlich zwischen Padua und Venedig errichtet werden.

Was ist der Hyperloop?

In den letzten Jahren hat man viel von Hyperloop berichtet. Schließlicht verspricht er als visionäres Transportkonzept Geschwindigkeiten wie wir nie zuvor erlebten. Das wäre eine bahnbrechende Lösung für Verkehrsprobleme. Die Idee von Hyperloop stammt von Elon Musk, er hat das Konzept erstmals im Jahr 2013 vorgestellt.

Der Hyperloop ist ein Konzept für einen Hochgeschwindigkeits-Transportmodus, der auf Rohren und Kapseln basiert. Durch die Erzeugung eines Vakuums in der Röhre und den Einsatz von magnetischer Antriebstechnologie kann eine Transportkapsel im Hyperloop äußerst hohe Geschwindigkeiten erreichen. Die Kapseln werden durch ein Vakuumrohrsystem geschickt und sollen Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 km/h entwickeln. Dies wird durch die Beseitigung des Luftwiderstands ermöglicht, bzw. der Luftwiderstand wird minimiert, was zu enormen Geschwindigkeiten führen kann. Außerdem soll der Hyperloop nahezu geräuschlos gleiten.

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Im Jahr 2013 wurde HyperloopTT, damals bekannt als Hyperloop Transportation Technologies, gegründet, um das von Elon Musk vorgeschlagene Transportkonzept des Hyperloops umzusetzen. Als Vorreiter in dieser Technologie betreibt das Unternehmen bereits die weltweit erste Teststrecke in Originalgröße, die in Toulouse, Frankreich, errichtet wurde.

Bei der geplanten Umsetzung des Hyperloops in Italien könnte die Zusammenarbeit mit CAV entscheidend sein, da das Unternehmen die erforderlichen Rechte für die betriebenen Autobahnabschnitte besitzt und den Bau einer solchen Strecke ermöglichen könnte.

Teststrecke für den Hyperloop in Deutschland

Derzeit wird auch in Deutschland eine Teststrecke für den Hyperloop gebaut. Das Gelände der Technischen Universität München ist der Standort für diese Strecke. Dort wird eine 24 Meter lange Betonröhre errichtet, die inklusive Fundament eine Höhe von vier Metern hat. In dieser Röhre kann ein Vakuum erzeugt werden, um den Luftwiderstand zu minimieren. Es ist geplant, dass eine Kapsel ohne Passagiere durch die Röhre gleitet. Die Universität hat bereits im Jahr 2020 angekündigt, dass ein Prototyp dieser Kapsel in Originalgröße entwickelt wird.

„Aus Science-Fiction wird Realität“, kommentierte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) damals. „Der Hyperloop ist die Vision einer völlig neuen und emissionsfreien Art der Fortbewegung mit über 400 Stundenkilometern.“

Im Gegensatz zu Elon Musks ursprünglicher Vision entwickeln die Münchner, ebenso wie andere Hyperloop-Unternehmen und Forschungsinstitute, kein Luftkissenfahrzeug mit Düsenantrieb, sondern setzen auf eine Magnetschwebetechnik. Im Münchner System schwebt die Kapsel zwischen zwei Betonträgern mit integrierten Stahlschienen. Durch den Einsatz von Elektromagneten zieht sich die Kapsel von unten an diese Schienen heran, bewahrt jedoch einen festen Abstand zu ihnen.

INGENIEUR.de führte dazu auch ein Interview mit Gabriele Semino, dem Vorstandsvorsitzenden des NEXT Prototypes e.V.

Ein Beitrag von:

  • Alexandra Ilina

    Alexandra Ilina ist Diplom-Journalistin (TU-Dortmund) und Diplom-Übersetzerin (SHU Smolensk) mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung im Journalismus, in der Kommunikation und im digitalen Content-Management. Sie schreibt über Karriere und Technik.

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