InnoTrans 2016 13.09.2016, 15:45 Uhr

Faszinierende Bahntechnik: Spannende Neuheiten der InnoTrans

Ein Regionalzug mit Brennstoffzelle, energieautarke Radsensoren und ein futuristischer Doppeldeckerzug des DLR: Das alles gibt es auf der Bahntechnikmesse InnoTrans in Berlin, die am 20. September ihre Türen öffnet. Ein Blick auf die Neuheiten lohnt sich!

131 Weltneuheiten haben die Aussteller der InnoTrans 2016 bislang angekündigt. Alstom wird einen Zug mit Brennstoffzelle vorstellen, Siemens einen Regionalzug, der zu 95 % recyclebar ist.

131 Weltneuheiten haben die Aussteller der InnoTrans 2016 bislang angekündigt. Alstom wird einen Zug mit Brennstoffzelle vorstellen, Siemens einen Regionalzug, der zu 95 % recyclebar ist.

Foto: InnoTrans

Mit 131 Weltpremieren präsentiert sich die InnoTrans vom 20. bis 23. September unter dem Berliner Funkturm. Die internationale Leitmesse für Verkehrstechnik erwartet über 130.000 Fachbesucher – darunter Verkehrsunternehmen, Ingenieure und Forscher.

Wir zeigen Ihnen, was es in den 41 Hallen und auf dem riesigen Freigelände mit 3,5 km Schienen an Neuheiten gibt.

Um die Highlights der InnoTrans kennenzulernen, die einen Ausstellerrekord meldet, klicken Sie sich durch unsere Fotostrecke.

Futuristischer Doppeldeckerzug des DLRDas Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zeigt auf der InnoTrans einen 1:1-Demonstrator des Innovationsprojektes Aeroliner3000. Der futuristische Doppeldeckerzug ist inspiriert von Business-Jets und soll es auf eine Höchstgeschwindigkeit von 400 km/h bringen. Zum Einsatz kommen wird er in Großbritannien, um Linienkapazitäten zu erhöhen. Dank seiner kompakten Bauweise macht er dabei einen teuren Streckenausbau überflüssig, ist das DLR überzeugt.  

Foto: DLR

Regionalzug von Siemens ist zu 95 % recycelbarSiemens zeigt eine neue Zuggeneration für nachhaltigen S-Bahn- und Regionalverkehr: den Mireo. Vom Zwei- bis zum Sieben-Teiler sind Zuglängen zwischen 50 und 140 m sowie Höchstgeschwindigkeiten zwischen 140 und 160 km/h realisierbar. Dabei führen Leichtbaustruktur in Aluminium-Integralbauweise, aerodynamische Gestaltung und ein laufruhiges Drehgestell nicht nur zu einer Geräuschreduzierung, sondern auch zu einem 25 % niedrigeren Energieverbrauch. Am Ende der Lebensdauer lassen sich 95 % des Zuges recyceln, verspricht Siemens.  

Foto: Siemens

Alstom zeigt einen Regionalzug mit BrennstoffzelleDas französische Unternehmen Alstom präsentiert einen neuen Regionalzug, der mit einer Brennstoffzelle ausgerüstet ist. Die Zelle wandelt mitgeführten Wasserstoff und Umgebungsluft in Wasser um. Bei der exothermen Reaktion entsteht Strom für den Elektromotor. Der Zug wird lokal vollständig emissionsfrei sein und effizienter fahren als konventionelle Triebfahrzeuge mit Dieselantrieb, verspricht Alstom. 2018 soll der erste Brennstoffzellen-Zug in Niedersachsen fahren. 

Foto: InnoTrans/Alstom

Eisenbahnschienen für minus 60 GradEisenbahnschienen, die auch in Sibirien, nördlich den Polarkreises oder im Norden Kanadas ohne Probleme die Lasten von Eisenbahnen tragen können, hat der russische Schienenhersteller Evraz entwickelt. Die Schienen sind kopfgehärtet und geeignet für den Einsatz bis minus 60 °C. Dazu haben die Evraz-Ingenieure eine besondere Stahlsorte entwickelt und spezielle Parameter für das Warmwalzen ermittelt, die zusammen eine hohe Tieftemperaturbeständigkeit gewährleisten. Hergestellt werden die Schienen in sehr kalter Umgebung: im Evraz-Werk in Nowokusnezk in Sibirien.

Foto: Evraz

7.500 Tonnen Schnee pro StundeWenn es so richtig geschneit hat auf der Strecke der Erzbahn zwischen Luleå und Narvik in Schweden, dann läuft die Schneefrässchleuder Zaugg ZRR 10000 M zu Hochform auf. 7.500 t Schnee kann das Ungetüm aus der Schweiz pro Stunde von den Gleisen schleudern. Und das muss klappen, damit der Minenbetrieb nicht unterbrochen werden muss. Die Schneeschleuder hat Premiere in Berlin, wo sie wahrscheinlich mit ihrer Leistung nie zum Einsatz kommen muss. Auch mit meterhohen Schneeverwehungen kommt die Maschine zurecht. Und wenn es so stark schneit, dass die Strecke gleich noch mal geräumt werden muss: Die Fräse kann auf der Stelle um 180 Grad drehen. 

Foto: Zaugg

Lärmschutz in KniehöheDas soll eine Lärmschutzwand sein? Das österreichischen Betonwerk Rieder stellt eine Lärmschutzwand vor, die Anwohnern besonders dort schnell mehr Ruhe verschafft, wo große Lärmschutzwände kaum möglich sind. Die Rieder 360° ist besonders niedrig und wird besonders nah an der Lärmquelle, nämlich den Schienen installiert. Zugleich bietet sie den Vorteil, dass der Blick auf die Landschaft für Fahrgäste und Anwohner gleichermaßen erhalten bleibt. Für Bahnstrecken, bei denen mehrere Gleise nebeneinander laufen, gibt es Lärmschutz-Mittelwände.

Foto: Rieder

Dieser Fräszug macht Schienen wieder flott Um die Langlebigkeit zu erhöhen, müssen Schienen regelmäßiges Abschleifen über sich ergehen lassen. Der österreichische Hersteller Linsinger Maschinenbau hat dafür den MG 11 entwickelt – einen kompakten Schienen-Fräszug, der für Metros prädestiniert ist. Er kann Schienen selbst in engen Kurven abschleifen und erzeugt dabei weder Funken noch Schleifstaub. 

Foto: Linsinger

1000 Stunden Filme und Musik für die Fahrgäste im ZugZugfahren kann ganz schön langweilig sein. Deswegen hat der Hersteller Azimut eMotion ein On-Bord-Unterhaltungssystem auf den Markt gebracht. Passagiere können mit dem eigenen Smartphone, Tablet oder Notebook drahtlos auf Multimedia-Inhalte zugreifen. Das System soll 1.000 Stunden an Filmen und Serien speichern können. Verfügbar sind zudem Musik, Spiele, Audiobücher und Reiseführer.

Foto: Azimut

Radsensoren des Fraunhofer-Instituts versorgen sich selbst mit Strom Die Räder von Güterwagen sind massiven Belastungen ausgesetzt und müssen regelmäßig in die Inspektion. Um den Instandhaltungsprozess bedarfsgerechter zu gestalten, haben Forscher des Fraunhofer LBF Sensoren entwickelt, die kontinuierlich den Zustand der Räder überwachen. Der Clou: Es ist keine externe Stromversorgung nötig. Denn die Sensoren nutzen die am Güterwagen auftretenden Vibrationen, um sich selbst mit Energie zu versorgen. 

Foto: Fraunhofer LBF Sensoren

Der Rückspiegel wird durch Kameras ersetztWas tut sich am Bahnsteig? Drängen noch Fahrgäste in die U-Bahn? Das Geschehen am Bahnsteig können die Fahrer von Straßen- und U-Bahnen künftig per Kamerasystem „RailEye“ der AVIrail Systems im Auge behalten. Das Besondere: Sie brauchen den Blick über den Außenspiegel nicht nach hinten zu richten, sondern bekommen die Bilder direkt auf einen Monitor eingespielt. Dabei ist auch Bild-in-Bild-Technik möglich, so dass gleich mehrere Orte überwacht werden können.RailEye lässt sich als Ersatz des klassischen Rückspiegels und zugleich als Fahrerassistenzsystem an Haltestellen einsetzen. Die Bilder werden praktisch verzögerungsfrei in Echtzeit angezeigt. Der Videolink ermöglicht eine intelligente Verarbeitung der Fahrzeugsignale, zum Beispiel Türfreigabe, Fahrtrichtung und Geschwindigkeit.

Foto: AVIrail

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