Lotus, Bentley und VW 29.02.2016, 07:12 Uhr

Elektro-Isetta und E-Rakete: Die Highlights des 86. Genfer Autosalons

Ein Stadtflitzer im Isetta-Look, ein Elektro-Geschoss mit über 1000 PS in einer Auflage von acht Exemplaren und der VW Polo als SUV: Das alles können Autofans auf dem 86. Automobil-Salon in Genf bestaunen. Die erste große Automesse des Jahres in Europa startet am 3. März 2016 und erwartet 700.000 Besucher. Diese Neuheiten sollten Sie nicht verpassen.

Elektro-Isetta und E-Rakete: Die Highlights des 86. Genfer Autosalons
Nicht nur für Retrofans: Der Zürcher Erfinder Wim Outboter präsentiert auf dem Genfer Autosalon das Elektroauto Microlino, das der legendären BMW Isetta aus den 50er-Jahen ausgesprochen ähnlich sieht. 
Foto: Microlino
Elektro-Isetta und E-Rakete: Die Highlights des 86. Genfer Autosalons
Die neuste Kreation des französischen Herstellers Bee Bee Automotive, Spezialist für Kleinserienfahrzeuge, ist ein viertüriges Cabrio mit vier Sitzplätzen und elektrischem Hinterradantrieb. Mit einem Automatikgetriebe gekoppelt garantiert sein 20-kW-Motor laut Werksangabe eine Reicheweite von rund 100 Kilometern.
Foto: Automobil-Salon Genf
Elektro-Isetta und E-Rakete: Die Highlights des 86. Genfer Autosalons
Der britische Designer Afzal Kahn präsentiert dieses vollständig in Handarbeit gefertigte Coupé auf dem Chassis eines Aston Martin DB9 als «Vollendung eines ganzen Lebens des Forschens und Strebens». Der Vengeance hat einen Zwölfzylinder unter der Haube mit 510 PS Leistung
Foto: Kahn
Elektro-Isetta und E-Rakete: Die Highlights des 86. Genfer Autosalons
1088 PS, angetrieben von vier Elektromotoren, Beschleunigung in 2,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h, Spitzengeschwindigkeit 355 km/h: Der Concept One des kroatischen Herstellers Rimac ist ein Geschoss, das fast jeden konventionellen Sportwagen in den Schatten stellt. Das gilt auch für seinen Preis: rund eine Million Euro. Es wird aber nur acht Modelle geben.
Foto: Rimac
Elektro-Isetta und E-Rakete: Die Highlights des 86. Genfer Autosalons
Porsche 718 Boxter S: Das Cabrio wird von einem Vierzylinder-Boxermotor mit 350 PS angetrieben.
Foto: Porsche
Elektro-Isetta und E-Rakete: Die Highlights des 86. Genfer Autosalons
Der koreanische Hersteller SsangYong verkauft in Europa nur wenige Autos: Mit dem Kompakt-SUV Tivoli soll sich das ändern.
Foto: SsangYong
Elektro-Isetta und E-Rakete: Die Highlights des 86. Genfer Autosalons
Der BMW Alpina B6 Bi-Turbo Gran Coupé hat 608 PS, 800 Nm Drehmoment und beschleunigt in 3,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 330 km/h.
Foto: Automobil-Salon Genf
Elektro-Isetta und E-Rakete: Die Highlights des 86. Genfer Autosalons
Der indische Billigauto-Hersteller Tata wagt den Schritt nach Europa mit dem Dreizylinder Tata Tiago. 
Foto: Automobil-Salon Genf

 

Der Internationale Automobil-Salon in Genf gehört zu den weltweit wichtigsten Automobilmessen. Vom 3. bis 13. März 2016 treffen sich rund 200 Aussteller aus 30 Ländern – darunter große Hersteller, Karossieres und Fahrzeugveredler –, um die Öffentlichkeit mit 120 Welt- und Europa-Premieren zu beeindrucken. Die Messe erwartet 700.000 Besucher und 10.000 Medienvertreter. Und was sind die Highlights? Das verraten wir Ihnen im Vorfeld:

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Augen der Retrofans leuchten: Elektroflitzer im legendären Isetta-Design

Retrofans kommen in Genf voll auf ihre Kosten. Der Zürcher Erfinder Wim Outboter präsentiert auf der Messe nämlich den Microlino – einen Elektro-Kleinwagen im Design der legendären BMW Isetta aus den 50er-Jahren. Es gibt eine Fronttür zum Ein- und Ausstieg, ein Faltdach und die Hinterräder sind wie beim BMW eng nebeneinander platziert. Ein Spaß für die Stadt, allerdings weniger für lange Reisen.

Die Reichweite des kleinen Stadtflitzers, der lediglich 400 kg auf die Waage bringt, liegt nämlich lediglich bei 100 km, die Höchstgeschwindigkeit bei 100 km/h. Eine limitierte Kleinserie ist für Ende 2017 geplant.

Der Isetta-Nachbau Microlino soll Ende 2017 ausgeliefert werden.

Der Isetta-Nachbau Microlino soll Ende 2017 ausgeliefert werden.

Quelle: Microlino

Lotus präsentiert verbesserten Evora Sport 410

Auch Lotus ist auf der Messe vertreten. Der Autohersteller aus Großbritannien hat den verbesserten Evora Sport 410 im Gepäck. Unter der Motorhaube des gelben Sportwagens schuftet ein 3,5-Liter-V6-Motor mit 416 PS und 410 Nm Drehmoment. Er beschleunigt das Auto in 4,2 Sekunden auf Tempo 100, bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h. Neben dem Motor ist die Leichtbauweise ein weiterer Grund für diese starke Beschleunigung.

Lotus präsentiert in Genf den verbesserten Evora Sport 410. Der Sportwagen fährt rund 300 km/h Spitze.

Lotus präsentiert in Genf den verbesserten Evora Sport 410. Der Sportwagen fährt rund 300 km/h Spitze.

Quelle: Lotus

Lotus fertigt Dach, Sportsitze, Frontsplitter und hinteren Diffusor nämlich aus Carbon. Das macht den Sportwagen, der ab Juni 2016 auf den Markt kommt, allerdings nicht billiger. Der Grundpreis liegt bei 106.900 €.

Fast and Furious 7: W Motors zeigt den Lykan Hypersport

Noch mehr PS gibt es am Stand von W Motors. Der arabische Sportwagenhersteller stellt den Lykan Hypersport vor, einen Sportwagen, der aus dem Hollywoodfilm Fast and Furious 7 bekannt ist. Er hat einen 3,7-L-Boxermotor mit 790 PS, der den Wagen in 2,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt und eine Höchstgeschwindigkeit von 395 km/h ermöglicht.

Ein Autohersteller aus Dubai? Ja, W Motors präsentiert in Genf den Lykan Hypersport, bekannt aus dem Hollywoodfilm Fast and Furious 7. Das Auto soll 395 km/h schnell sein. Und wie der Filmname schon vermuten lässt, ist der Lykan Hypersport auf sieben Exemplare limitiert.

Ein Autohersteller aus Dubai? Ja, W Motors präsentiert in Genf den Lykan Hypersport, bekannt aus dem Hollywoodfilm Fast and Furious 7. Das Auto soll 395 km/h schnell sein. Und wie der Filmname schon vermuten lässt, ist der Lykan Hypersport auf sieben Exemplare limitiert.

Quelle: Lykan

Dabei schluckt der Motor im Durchschnitt 13,5 l pro 100 km/h. Doch dieser Spritverbrauch dürfte für potentielle Käufer keine Rolle spielen, denn der Preis für das Renngeschoss liegt angeblich bei rund 3 Millionen €.

Arash Motors feiert Premiere des AF8 Cassini

In Genf können Sportwagenfans noch weitere Premieren sehen. Beispielsweise die des AF8 Cassini des englischen Herstellers Arash Motors. Der Sportwagen mit Sechsgang-Handschaltung beschleunigt in 3,5 Sekunden auf 100 km/h, bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von fast 320 km/h. Möglich macht das ein Siebenliter-V8-Saugmotor mit 550 PS von General Motors.

Der AF8 Cassini des englischen Herstellers Arash Motors hat einen Siebenliter-V8-Saugmotor mit 550 PS und fährt 320 km/h schnell.

Der AF8 Cassini des englischen Herstellers Arash Motors hat einen Siebenliter-V8-Saugmotor mit 550 PS und fährt 320 km/h schnell.

Quelle: Arash Motors

Damit das Wagen bei dieser Geschwindigkeit nicht abhebt, haben die Ingenieure einen Front-Splitter eingebaut, der die Luft über das 1200 kg leichte Auto hinwegleitet und den Auftrieb vermindert. Und was kostet das gute Stück? Rund 215.000 €. Der große Bruder, der AF10 mit vier Elektromotoren und einer Systemleistung von 2.080 PS, kostet sogar noch etwas mehr, schlappe 1,5 Millionen.

Bentley fährt mit Luxusliner Mulsanne vor

Fans von Luxuslinern sollten einen Blick in Richtung Bentley werfen. Der britische Automobilhersteller fährt in Genf mit dem Mulsanne vor. Zur Innenausstattung der Luxuslimousine zählt ein 8-Zoll-Touchscreen mit 60-GB-Festplatte, ein Audiosystem mit 18 Lautsprechern und 2.200 W Leistung sowie Tot-Winkel- und Fernlichtassistenten.

Der neue Bentley Mulsanne ist purer Luxus auf vier Rädern: Das Interieur wird von Edelhölzern und perfekt verarbeiteten Tierhäuten geprägt. Angetrieben wird das Auto von einem satten Achtzylinder.

Der neue Bentley Mulsanne ist purer Luxus auf vier Rädern: Das Interieur wird von Edelhölzern und perfekt verarbeiteten Tierhäuten geprägt. Angetrieben wird das Auto von einem satten Achtzylinder.

Quelle: Bentley

Unter der Motorhaube arbeitet ein 6,75-V8-Motor mit 512 PS, der eine Höchstgeschwindigkeit von 296 km/h ermöglicht. Der Mulsanne schluckt allerdings auch einiges. Der Normverbrauch liegt bei 14,6 l.

Volkswagen feiert Premiere des Polo SUV

Der Polo gehört seit 1975 zu den Langzeitrennern von Volkswagen. In Genf feiert der Autobauer aus Wolfsburg Premiere des Polo-SUV. Dabei handelt es sich um einen kleinen Offroader mit schmalen Scheinwerfern und quadratischen LED-Leuchten in der Schürze. Neben diesen ersten Bilder ist bisher außerdem bekannt, dass Budd-e zum Einsatz kommt – ein Bediensystem, das sich mit Gesten, Spracheingabe und Touchscreen steuern lässt.

Noch ist es ein Geheimnis, wie der neue VW Polo SUV aussieht. Dieses Bild muss reichen – bis Dienstag. Dann wird das neue Auto vorgestellt.

Noch ist es ein Geheimnis, wie der neue VW Polo SUV aussieht. Dieses Bild muss reichen – bis Dienstag. Dann wird das neue Auto vorgestellt.

Quelle: Volkswagen

Maserati springt mit dem Levante auf den SUV-Zug auf

Und was macht Maserati in Genf? Der italienische Autohersteller springt ebenfalls auf den SUV-Zug auf und präsentiert sein neues Modell Levante, das schon im Frühjahr 2016 auf den Markt kommen soll. Zum Marktstart wird es zwei Versionen mit V6-Turbobenzinern mit 350 und 430 PS sowie einen Dreiliter-Diesel geben. Mit dem 430-PS-Motor beschleunigt der Levante in 5,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Topgeschwindigkeit von 264 km/h. Kostenpunkt: ab 65.000 €.

Der erste SUV von Maserati, der Levante, soll BMW X5, Porsche Cayenne und Range Rover Sport Konkurrenz machen.

Der erste SUV von Maserati, der Levante, soll BMW X5, Porsche Cayenne und Range Rover Sport Konkurrenz machen.

Quelle: Maserati

Opel zeigt den neuen Opel GT

Und selbstverständlich ist auch Opel in Genf. Das Unternehmen zeigt den neuen Opel GT, einen kleinen Sportwagen mit flacher Karosse und langer Motorhaube, der 2018 auf den Markt kommen soll. Außenspiegel sind out, Monitore sind in. Knöpfe sind out, Spracheingabe ist in. Unter der Haube soll ein Vierzylinder-Turbo mit 200 bis 350 PS arbeiten.

Schafft es Opel wirklich wieder, Träume auf vier Rädern zu bauen? Die Opel-Studie GT soll wirklich nicht nur auf Messen stehen, sondern sogar auf die Straße kommen.

Schafft es Opel wirklich wieder, Träume auf vier Rädern zu bauen? Die Opel-Studie GT soll wirklich nicht nur auf Messen stehen, sondern sogar auf die Straße kommen.

Quelle: Opel

 

Ein Beitrag von:

  • Patrick Schroeder

    Patrick Schroeder arbeitet als freiberuflicher Journalist für Zeitschriften und Onlinemagazine wie die VDI Nachrichten und Ingenieur.de.

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