Deutsche Bahn 09.11.2012, 19:55 Uhr

DB-Tochter Arriva macht Personenverkehr internationaler

Im Ausland wächst der Personenverkehr der Deutschen Bahn. Rund 80 europäische Städte sind direkt von Deutschland aus über 250 Verbindungen erreichbar. Und die für den Regionalverkehr im Ausland zuständige Tochtergesellschaft Arriva hat sich seit ihrer Übernahme in 2010 zu einem wichtigen Wachstumsarm des Konzerns entwickelt. Den im vergangenen Jahr erreichten Umsatz von rund 3,4 Mrd. € plant Arriva-Chef David Martin in den nächsten fünf Jahren mindestens verdoppeln zu können.

Arriva: Internationaler Personenverkehr der Deutschen Bahn.

Arriva: Internationaler Personenverkehr der Deutschen Bahn.

Foto: Werkfoto

Mehr als 1,5 Mrd. Reisen jährlich hat die Deutsche Bahn (DB), Berlin, im europäischen Ausland durch den Kauf von Arriva hinzugewonnen. In Deutschland befördert der Konzern derzeit rund 2,6 Mrd. Passagiere jährlich in Bahnen und Bussen. Dabei wird ihr Personenverkehrsgeschäft zunehmend internationaler. Denn nicht nur im Fernverkehr baut die DB ihre Verbindungen ins europäische Ausland aus, sondern auch im europäischen Nah- und Regionalverkehr nutzen immer mehr Reisende ihre Bahnen, Busse und sogar Wassertaxis.

„Arriva ist ganz klar der Wachstumsarm der Deutschen Bahn im internationalen Nahverkehr“, betonte Jürgen Kornmann, Sprecher Personenverkehr, anlässlich der Vorstellung von Nahverkehrsprojekten Ende Oktober in Schweden und Dänemark. Aktuelles Beispiel dafür ist die Aufnahme neuer Regionalverkehre am 20. August in der schwedischen Hauptstadt Stockholm.

Deutsche Bahn (DB): Arriva wächst im internationalen Personenverkehr

Das Nahverkehrsprojekt mit Namen E20 umfasst laut den Unternehmensangaben Konzept und Betrieb eines integrierten Systems aus Bus- und Schienenverkehren. Der größte verkehrsträgerübergreifende Vertrag der schwedischen Geschichte sei bereits im November 2011 nach einer internationalen Ausschreibung von Storstockholms Lokaltrafik an die DB-Tochter vergeben worden. Er hat eine Laufzeit von zwölf Jahren und werde in zwei Stufen umgesetzt. Zunächst hat Arriva mehrere Straßen- und Stadtbahnlinien sowie den Betrieb von 250 Bussen übernommen.

Die zweite Phase soll im Januar 2013 beginnen, nach der mehr als 2000 Mitarbeiter rund 480 Busse und über 180 Straßen- sowie Stadtbahnen betreiben und dabei jährlich rund 94 Mio. Fahrgäste befördern sollen. Dann wird die Mitarbeiterzahl in ganz Schweden auf 4400 fest angestellte Personen (2012: 3400), die Zahl der Busse auf mehr als 900 (680) und der schienengebundenen Fahrzeuge auf mehr als 230 (198) ansteigen. „DB Arriva wird ein hoch integriertes System betreiben, das die einzelnen Verkehrsträger eng aufeinander abstimmt und die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs für die Fahrgäste weiter steigern soll“, erklärte Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr von DB Mobility Logistics, zum Start der ersten Betriebsphase des E20-Vertrags. Dabei könne man auf bereits jahrzehntelange Erfahrungen in unterschiedlichen europäischen Märkten zurückgreifen.

DB-Tochter Arriva ist bereits seit 1999 in Schweden vertreten

Die Tochtergesellschaft für den Regionalverkehr im Ausland ist in Schweden schon seit 1999 im Busmarkt und seit 2007 auch im Schienenverkehr vertreten. Sie ist darüber hinaus neben ihrem Heimatmarkt Großbritannien in elf weiteren europäischen Ländern aktiv und hat bereits mehr als 38 000 Beschäftigte, über 16 000 Busse, 160 Straßenbahnen, 130 Ambulanzfahrzeuge sowie 15 Wasserbusse im Einsatz.

Auch in Dänemark stärkt Arriva die Wettbewerbsposition der Deutschen Bahn. So ist die Tochtergesellschaft laut den DB-Informationen beispielsweise mit 1320 Bussen derzeit der größte Busoperator im Land mit einem Marktanteil von rund 40 %. Das Wachstum basiert hauptsächlich auf der Akquisition von mehreren öffentlichen und privaten Busunternehmen seit 1997.

In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen sieht sich das Unternehmen in einer besonders starken Position. Etwa die Hälfte des Nahverkehrsgeschäfts werde mit eigenen Fahrzeugen abgewickelt. Darunter sind auch drei Wassertaxis, die jährlich rund 600 000 Fahrgäste im Hafengebiet transportieren.

  • Jürgen Siebenlist

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