Audi und Volkswagen betroffen 20.02.2026, 15:47 Uhr

Betrugswelle: Achtung beim Kauf von Gebrauchtwagen

Betrugswelle beim Gebrauchtwagenkauf: Fake-Webseiten locken mit Audi- und VW-Schnäppchen. So erkennen Sie die Masche und schützen sich vor teuren Fallen.

Gebrauchtwagen

Aktuell kommt es vermehrt zu Betrugsversuchen im Gebrauchtwagenhandel. Betroffen sind derzeit vor allem die Marken Volkswagen und Audi.

Foto: Smarterpix / pincasso

Sowohl Audi als auch Volkswagen berichten von nahezu identischen Szenarien: In Deutschland, Österreich und der Schweiz tauchen professionell gestaltete Fake-Webseiten und scheinbar offizielle Angebotskataloge auf, in denen gebrauchte Markenfahrzeuge zu auffallend günstigen Preisen angeboten werden.

So funktioniert die Betrugsmasche

Diese Seiten und die dort hinterlegten PDFs erwecken den Eindruck, dass es sich um offizielle Vertriebskanälen der Hersteller oder ihrer Vertragshändler handelt – inklusive Firmenlogos, Corporate Design und Formulierungen, die zum Teil von den Homepages der Unternehmen kopiert wurden. Audi berichtet, dass sogar Bilder realer Mitarbeitender missbraucht werden.

In beiden Fällen sind die digitalen Vertriebswege frei erfunden, die angebotenen Fahrzeuge existieren nicht. E-Mail-Adressen, Telefonnummern und Bankverbindungen wirken zwar auf den ersten Blick seriös, da sie echten Daten ähneln, sind aber gefälscht.

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Der Betrug beim Gebrauchtwagenkauf im Detail

Gemeinsam ist den Fällen, dass die Kriminellen auf Zeitdruck setzen: Schnäppchenpreise und vermeintlich limitierte Verfügbarkeiten sollen den Verstand aushebeln. In der Hoffnung, viel Geld sparen zu können, überweisen viele Menschen Anzahlungen oder sogar den kompletten Kaufpreis, ohne das Fahrzeug gesehen zu haben.

Die falschen Händler schieben das Argument vor, das Auto befinde sich in einem entfernten Lager oder Logistikzentrum. Wer darauf besteht, zunächst das Fahrzeug zu besichtigen oder gar eine Probefahrt wünscht, wird subtil unter Druck gesetzt: Das sei kein Problem, aber da es bereits andere Interessenten gäbe, könne der Anbieter nicht garantieren, dass dieses Angebot dann noch verfügbar sei.

Sobald Geld auf dem Konto der Betrüger gelandet ist, bricht der Kontakt ab. E-Mails werden nicht beantwortet oder können gar nicht mehr zugestellt werden, Telefonnummern werden abgestellt und die Website verschwindet kurz darauf meist vollständig aus dem Netz.

So können Sie sich vor Betrug beim Autokauf schützen

Es gibt eine Grundregel, um sich vor falschen Angeboten im Internet zu schützen. Wenn Sie denken, „Das ist zu gut, um wahr zu sein“, dann haben Sie in der Regel Recht. Bei auffälligen Schnäppchen sollten Sie daher besonders vorsichtig sein. Das gilt übrigens auch für andere Bereiche, etwa angebliche Insolvenzen oder Geschäftsaufgaben in der Modebranche.

Falls Sie auf einen sehr niedrigen Preis stoßen, sollten Sie zunächst prüfen, ob der Name der Domain und die E-Mail-Endungen den Homepages der Unternehmen nur ähneln oder ob sie tatsächlich identisch sind.

Falls es sich um einen zusätzlichen Verkaufskanal des Herstellers handeln soll, können Sie sich bei einem Händler in ihrer Region oder beim Unternehmen selbst erkundigen, ob die Angebote echt sind. Betrüger wählen oft Begriffe wie „Sonderverkauf“ oder „direkt vom Hersteller“.

Verträge schützen nicht vor Betrug beim Kauf von Gebrauchtwagen

Im zweiten Schritt vereinbaren Sie einen Besichtigungstermin. Keinesfalls leisten Sie eine Überweisung, ohne das Fahrzeug gesehen zu haben. Das gilt auch dann, wenn Sie einen eventuellen „Vorvertrag“ oder eine „verbindliche Reservierung“ per E-Mail erhalten. Die rechtlichen Folgen solcher Verträge sind unerheblich, da alle Daten gefälscht sind und es niemanden gibt, bei dem Sie die Gegenleistung einklagen könnten.

Wenn ein Händler ausweicht, statt einen Termin anzubieten, brechen Sie den Kontakt ab und verständigen die Polizei. Das gilt vor allem dann, wenn Sie unter Druck gesetzt werden, um eine Überweisung zu leisten.

Ein Beitrag von:

  • Nicole Lücke

    Nicole Lücke macht Wissenschaftsjournalismus für Forschungszentren und Hochschulen, berichtet von medizinischen Fachkongressen und betreut Kundenmagazine für Energieversorger. Sie ist Gesellschafterin von Content Qualitäten. Ihre Themen: Energie, Technik, Nachhaltigkeit, Medizin/Medizintechnik.

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