Aktueller Test 17.02.2026, 13:56 Uhr

ADAC: Das sind die besten Stadtautos

Welche Autos taugen wirklich für die Stadt? Der ADAC bewertet über 500 Modelle – mit klaren Siegern und überraschenden Flops.

Renault Twingo

Stadtauto gesucht? ADAC prüft Alltagstauglichkeit im City-Verkehr: Twingo und Honda e vorn, Pick-ups und Luxuslimousinen hinten.

Foto: Smarterpix / deposiphotosdecam

Der ADAC hat im Rahmen seiner Fahrzeugtests jedes Modell auf seine Alltagstauglichkeit im urbanen Umfeld geprüft. Dabei wurde eine große Zahl an Stadtautos ermittelt, die in dieser Kategorie solide bis sehr gute Ergebnisse erzielten. Motorstärke oder Zuladungskapazität spielten bei dieser speziellen Auswertung keine Rolle – andere Faktoren standen im Vordergrund.

Was macht ein gutes Stadtauto aus?

Die Ingenieure und Ingenieurinnen vom ADAC achteten bei der Bewertung auf eine Reihe konkreter Kriterien. Dazu zählten Fahrzeuglänge und -breite und die Anzahl der Türen, wobei vier Türen als praktischer galten als zwei. Hinzu kamen Wendekreis sowie Rundumsicht, etwa, ob Radfahrende beim Abbiegen gut erkennbar waren.

Außerdem floss in die Bewertung ein, wie gut Hindernisse vorn und hinten erkannt werden konnten, sowohl mit bloßem Auge als auch mithilfe von Einparksensoren oder Rückfahrkameras. Ein weiteres zentrales Kriterium war der CO₂-Ausstoß im Stadtbetrieb. Ein sparsames Fahrzeug, das möglichst wenig Emissionen erzeugt, schnitt besser ab als ein Vielverbraucher.

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Der Smart Fortwo kehrt zurück

Wer beim Thema Stadttauglichkeit an den Smart Fortwo als ideales Stadtauto denkt, wird ihn in der aktuellen Auswertung vermissen. Das Modell wurde eingestellt und zuletzt 2018 vom ADAC bewertet. Mit seiner damaligen Note von 2,0 wäre er vorn mit dabei gewesen. Für alle Fans gibt es jedoch Grund zur Freude: Ein Nachfolgemodell ist für 2026 angekündigt.

Spitzenplätze für Twingo und Honda e

Selbst dem Smart wäre jedoch der Renault Twingo voraus gewesen. Der französische Kleinwagen erreicht im ADAC-Test eine Bewertung von 1,9 und kommt damit dem Ideal eines stadtgerechten Fahrzeugs sehr nahe. Besonders ins Auge fällt sein kleiner Wendekreis von lediglich 8,6 Metern. Die begrenzte elektrische Reichweite von 150 Kilometern stellt im Stadtbetrieb kein großes Hindernis dar.

Ähnliches gilt für den Honda e, der im Test eine Reichweite von rund 180 Kilometern schaffte. Das japanische Fahrzeug überzeugte durch ein durchdachtes Konzept und verfügt sogar über Kameraaußenspiegel. Unter Kennern gilt er als Geheimtipp.

Beide Modelle, Twingo wie Honda e, sind inzwischen aber nur noch auf dem Gebrauchtwagenmarkt erhältlich.

Das Stadtauto im Alltag: Kleinstwagen dominieren das Ranking

Es überrascht kaum, dass in der Spitzengruppe mit der Note „gut“ (bis 2,5) vor allem Kleinstwagen zu finden sind, die unter vier Metern Länge bleiben. Modelle wie Seat Mii, Fiat Panda und Fiat 500 profitieren von ihrer kompakten Grundfläche. Ein weiterer Pluspunkt vieler Modelle ist der Hinterradantrieb, der ein weites Einlenken der Vorderräder und damit einen kleineren Wendekreis ermöglicht.

Kleinwagen als solide Alternativen

Wer etwas mehr Platz benötigt und sich für einen Kleinwagen entscheidet, findet mit Honda Jazz, Škoda Fabia oder Seat Ibiza brauchbare Alternativen. Mit einer Fahrzeuglänge von rund vier Metern erreichen sie in der ADAC-Stadtbewertung allerdings nur noch die Note „befriedigend“, ein deutlicher Hinweis, dass jeder zusätzliche Zentimeter in der City spürbar ins Gewicht fällt.

Oberklasse und Pick-ups: Als Stadtauto ein Flop

Dass geräumige Oberklassefahrzeuge und wuchtige Pick-ups im urbanen Umfeld keine gute Figur machen, dürfte kaum erstaunen. Als Stadtauto scheiden sie klar aus. Der Vollständigkeit halber lohnt dennoch ein Blick auf die Schlusslichter jener Auswertung, in der der ADAC mehr als 500 Fahrzeugmodelle aus den vergangenen fünf Jahren bewertet hat.

Unter den schlechtesten Fahrzeugen befinden sich gleich drei Pick-up-Modelle: der Isuzu D-Max mit der Note 4,9, der VW Amarok sowie der Ford Ranger, beide mit einer 5,1 bewertet. Die Fahrzeuglängen liegen zwischen 5,30 Metern beim Isuzu und 5,38 Metern beim Ford Ranger. Solche Abmessungen führen im engen Stadtverkehr zwangsläufig zu Schwierigkeiten beim Rangieren und bei der Parkplatzsuche.

Kolossale Abmessungen – ein Albtraum in der City

Auch der Vorgänger des aktuellen Ford Explorer schneidet mit der Note 4,9 schlecht ab. Das Fahrzeug im typischen US-Format misst 5,06 Meter in der Länge und bringt zudem einen enormen Wendekreis von 12,6 Metern mit. Auf europäischen Straßen erweist sich dieses Format als Problem.

Der aktuelle BMW 7er zeigt ebenfalls, wie wenig Großformat und Stadtverkehr zusammenpassen. Bei einer Fahrzeuglänge von 5,39 Metern bringt selbst geübte Fahrende das Navigieren durch schmale Straßen ins Schwitzen. Das Fahrzeug ist nur als Langversion mit Stretch-Radstand erhältlich. In der Stadt ist das ein klarer Flop mit Note 5,0.

Ein Beitrag von:

  • Julia Klinkusch

    Julia Klinkusch ist seit 2008 selbstständige Journalistin und hat sich auf Wissenschafts- und Gesundheitsthemen spezialisiert. Seit 2010 gehört sie zum Team von Content Qualitäten. Ihre Themen: Klima, KI, Technik, Umwelt, Medizin/Medizintechnik.

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