Deutschlandticket für Bus und Bahn 03.04.2023, 13:13 Uhr

49-Euro-Ticket ist da: Wo gibt es das Abo und was gilt es zu beachten?

Das Deutschlandticket ist da und mit ihm sehr viele Fragen: Wo kann man es kaufen? Wo gilt es? Für wen lohnt es sich? Wie sieht es bei Studierenden und Rentner*innen aus? Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um das neue 49-Euro-Ticket.

Frau steigt in Bahn

Mit dem 49-Euro-Ticket können wir bundesweit mit Regionalbahnen und -bussen fahren.

Foto: Panthermedia.net/DGLimages

Am vergangenen Freitag hat das 49-Euro-Ticket die letzte Hürde im Bundestag genommen, nun steht dem Verkauf nichts mehr im Wege. Ab dem 01. Mai können Fahrgäste mit dem Deutschlandticket bundesweit den Nah- und Regionalverkehr nutzen, die Tickets sind ab sofort erhältlich. Das Abo gilt zwar als Nachfolger für das 9-Euro-Ticket aus dem vergangenen Jahr, dennoch ist einiges anders. Was Sie beim Kauf beachten müssen und wie Sie an das Ticket kommen – hier erfahren Sie es.

Wo kann ich das 49-Euro-Ticket kaufen?

Das 49-Euro-Ticket soll ab dem 01. Mai gelten und ist monatlich kündbar. Abschließen können es Kundinnen und Kunden ab sofort. Und zwar über die App oder Internetseite der Deutschen Bahn oder bei den jeweiligen regionalen Verkehrsunternehmen. Verschiedene Unternehmen wie die Verkehrsdienstleister Hansecom und Mobility Inside bieten zudem eigene Apps an, über die Sie das Monatsabo abschließen können. In der Regel wird das Ticket daher auf dem Smartphone gespeichert sein und kann bei Kontrollen auf diese Weise nachgewiesen werden.

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Was ist, wenn ich kein Smartphone habe?

Wenn Sie kein Smartphone haben oder das 49-Euro-Ticket nicht mit Hilfe einer App erwerben wollen, können Sie die althergebrachte analoge Lösung wählen. Das Abo kann auch an den stationären Verkaufsstellen der jeweiligen Verkehrsunternehmen abgeschlossenen werden. Allerdings sollten Sie in diesem Fall Zeit mitbringen, wie unter anderem die Berliner Verkehrsbetriebe mitteilen. Die Wartezeiten könnten deutlich länger sein und am Automaten wird der Kauf in der Regel nicht klappen. Die meisten Fahrkartenautomaten sind nicht dafür ausgelegt, Abos zu verkaufen. Wer kein Smartphone, dafür einen internetfähigen Computer besitzt, kann das 49-Euro-Ticket auch damit erwerben.

Welche Verkehrsmittel dürfen mit dem 49-Euro-Ticket genutzt werden?

Das 49-Euro-Ticket gilt in allen Bussen und Bahnen des Regionalverkehrs – wie auch bereits das Deutschlandticket aus dem vergangenen Sommer. Nicht gültig ist es in ICE-, IC- und EC-Zügen und auch nicht auf Schiffen. Außer es handelt sich um Schiffsverbindungen, die zum öffentlichen Nahverkehr gehören, wie zum Beispiel die Fähren in Hamburg oder über den Berliner Wannsee. Ebenfalls keine Gültigkeit besitzt das 49-Euro-Ticket in privaten Reisebussen, also auch nicht bei Flixbus und Co. Den Flixtrain dürfen Sie mit dem Deutschlandticket ebenfalls nicht nutzen.

Für welchen Zeitraum gilt das Ticket?

Entscheidend für die Laufzeit des Tickets ist nicht der Tag, sondern der Monat, in dem das 49-Euro-Ticket gekauft wurde. Wenn Sie sich am 20. Mai für das Abo entscheiden, müssen Sie für den Kalendermonat Mai ebenfalls 49 Euro zahlen, obwohl Sie das Ticket nur wenige Tage nutzen können. Hier gilt es dann abzuwägen, ob sich das überhaupt lohnt oder ob es nicht besser ist, erst am 01. Juni mit dem Abo zu starten.

Beachten Sie außerdem: Das 49-Euro-Ticket ist grundsätzlich als Abo gedacht. Wenn Sie nicht kündigen, erhalten Sie das Ticket für den nächsten Monat ganz automatisch. Sie können das Ticket allerdings stets zum Ende jeden Monats kündigen.

Was wird aus bestehenden Abonnements?

Das 49-Euro-Ticket ist ein zusätzliches Abo und ersetzt nicht automatisch ein bestehendes Abonnement. Sie sollten sich daher unbedingt mit Ihrem jeweiligen Abo-Anbieter in Verbindung setzen, um eine Lösung zu finden. Wie diese aussehen kann, ist von Verbund zu Verbund unterschiedlich. Eventuell kommen Sie ganz einfach aus einem bestehenden Jahresabo raus, gegebenenfalls müssen Sie aber auch vielleicht bis nächstes Jahr warten.

Für wen lohnt sich ein Abo-Wechsel?

Wer jeden Tag größere Strecken pendelt und eventuell sogar mehrere Verkehrsverbünde durchfährt, für den lohnt sich der Wechsel zum 49-Euro-Ticket in der Regel auf jeden Fall. Das Deutschlandticket wird Sie künftig nur ein Bruchteil dessen kosten, was Sie bislang bezahlt haben. Das gilt aber nur, wenn dafür bislang nur Bussen und Bahnen des Regionalverkehrs genutzt wurden. Wer bislang mit dem ICE oder IC zur Arbeit fuhr, für den wird sich wenig ändern.

Genau nachrechnen sollten zudem alle, die in der Regel nur innerhalb einer Stadt mit Bus und Bahn unterwegs sind. Solche Tickets kosten zwar oft ebenfalls mehr als 49 Euro im Monat, haben jedoch mitunter Zusatzangebote wie Mitnahme eines Hundes oder Fahrrads. Manchmal dürfen am Wochenende oder abends zusätzliche Personen mitgenommen werden. Beispiel Berlin: Mit der Umweltkarte dürfen in den Abendstunden und am Wochenende zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder bis 14 Jahre zusammen mit einem Ticket fahren. Mit dem Deutschlandticket ist das nicht möglich.

Wird es weiterhin teurere Einzel- und Monatstickets geben?

Wer sich nicht auf das 49-Euro-Ticket einlassen möchte oder es nicht benötigt, bekommt nach wie vor die bisher erhältlichen Einzel- und Monatstickets. Wie bereits geschrieben, bieten viele Monatstickets mehr als das Deutschlandticket und der Kauf von Einzelfahrscheinen sollte nach wie vor möglich sein für Personen, die nur selten im ÖPNV unterwegs sind. Wie viele Deutschlandtickets verkauft werden, ist generell noch unklar. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen geht von rund 5,6 Millionen neuen Kundinnen und Kunden aus, dazu werden voraussichtlich etwa elf Millionen Bestands-Abo-Kunden zum 49-Euro-Ticket wechseln.

Gibt es das 49-Euro-Ticket auch günstiger?

Für viele Geringverdiener sind 49 Euro im Monat für ein Ticket bereits zu viel. Als erstes Bundesland hat Hessen ein vergünstigtes Monatsticket angekündigt, es soll für Personen, die weniger verdienen, 31 Euro kosten. Auch andere Bundesländer überlegen bereits in diese Richtung.

Wichtig zu wissen: Das 49-Euro-Ticket ist auch als Jobticket möglich. Wenn Ihr Arbeitgeber das Ticket mit mindestens 25 Prozent bezuschusst, gewähren Bund und Länder einen weiteren Abschlag von fünf Prozent. Das Deutschlandticket ist somit mindestens 30 Prozent günstiger und würde für den Arbeitnehmer demnach höchstens 34,30 Euro kosten.

Wie sieht es bei Studierenden aus?

Derzeit ist noch nicht klar, was die Einführung des 49-Euro-Tickets für Studierende bedeutet. Aktuell gilt, dass sie nur den Differenzbetrag zum Semesterticket zahlen müssen, um das bundesweit gültige Deutschlandticket zu erhalten. In der Regel sind das zwölf bis 19 Euro pro Monat. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass das nur eine Übergangsregelung ist. Bis zum Wintersemester soll ein dauerhaftes bundesweites Modell für Studierende stehen. In Bayern soll ab Herbst zum Beispiel das Deutschlandticket für Studierende und Auszubildende 29 Euro kosten. In anderen Bundesländern sind ähnliche Regelungen angedacht.

Haben Rentner Vorteile beim 49-Euro-Ticket?

Bislang gibt es im öffentlichen Personennahverkehr oft ermäßigte Tarife für alle ab einem Alter von 65 Jahren. Beim 49-Euro-Ticket ist jedoch kein Rabatt für Rentner angedacht, es soll für alle gleich viel Kosten – ob 25 oder 75 Jahre alt. Ausnahmen sind bislang nur für Studierende, Auszubildende, Schülerinnen und Schüler sowie sozial schwache Personen geplant. Aber auch hier gibt es noch keine bundesweit einheitliche Lösung. In Zukunft kann das aber auch noch anders entschieden werden, es kann daher durchaus sein, dass es einen Rentner-Rabatt für das Deutschlandticket irgendwann geben wird.

Gibt es Unterschiede zwischen den Bundesländern?

Obwohl das 49-Euro-Ticket für ganz Deutschland gilt, kochen die einzelnen Bundesländer mal wieder ihr eigenes Süppchen. So fahren in NRW Hunde zum Beispiel kostenlos mit. Dazu soll es ein Erster-Klasse-Zusatzticket für 69 Euro im Monat geben sowie ein Fahrradmonatsabo für 39 Euro. Auch in Berlin und Brandenburg dürfen Hunde kostenlos in Bus und Bahn fahren, in Thüringen muss für Fahrräder in Regionalzügen keine zusätzliche Fahrkarte gelöst werden.

Mitunter bieten auch einzelne Verkehrsbetriebe Zusatzleistungen an. Beim Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) soll es ein TicketPlus geben. Dies ermöglicht nicht nur Mitnahmeregelungen, sondern innerhalb des VVS-Tarifbereichs auch die Übertragbarkeit. Die Kölner Verkehrs-Betriebe bieten Inhabern der Chipkarte die kostenlose Nutzung des KVB-Rads (je Fahrt 30 min) bzw. des KVB-Lastenrads (je Woche 90 min) – beim Handyticket hat man diese Vergünstigung nicht inklusive.

Wie wird das Deutschlandticket finanziert?

Die Kosten für das 49-Euro-Ticket teilen sich Bund und Länder. Der Grundstein dafür wurde bei der Ministerpräsidentenkonferenz Ende 2022 gelegt. Dort wurde Einvernehmen darüber erzielt, dass „was im Jahre 2023 an Kosten anfällt, das wird hälftig getragen werden“, sagt der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Hiermit sind nicht nur die Kosten für das Deutschlandticket gemeint, sondern auch weitere Kosten, die Verkehrsunternehmen 2023 womöglich tragen müssen.

(mit dpa)

Ein Beitrag von:

  • Dominik Hochwarth

    Redakteur beim VDI Verlag. Nach dem Studium absolvierte er eine Ausbildung zum Online-Redakteur, es folgten ein Volontariat und jeweils 10 Jahre als Webtexter für eine Internetagentur und einen Onlineshop. Seit September 2022 schreibt er für ingenieur.de.

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