Roboter, LEDs und Funkchips 19.09.2015, 07:45 Uhr

7 der verrücktesten Hightech-Geräte für Ihren Haushalt

Per Hand staubsaugen, Glühbirnen manuell dimmen, nach dem Schlüssel kramen: Das ist alles Schnee von gestern. Hier lesen Sie, wie Sie Ihren Haushalt mit Hightech auf Vordermann bringen. 

Roomba 980 hat einen Plan: Der Staubsauger-Roboter kartographiert die Wohnung mit Sensoren und fährt dann die optimale Route ab.  

Roomba 980 hat einen Plan: Der Staubsauger-Roboter kartographiert die Wohnung mit Sensoren und fährt dann die optimale Route ab.  

Foto: iRobot

1. Den Staubsaugerroboter Roomba 980 eine Karte der Wohnung anfertigen lassen

Hand aufs Herz: Den Haushalt schmeißen ist manchmal einfach nur nervtötend. Genau in diese Kerbe schlagen Elektrohersteller – beispielsweise iRobot. Das US-amerikanische Unternehmen hat Roomba 980 entwickelt, einen Staubsauger-Roboter, der seine Kollegen angeblich alt aussehen lässt.

Warum? Weil Romba nicht auf gut Glück im Haus herum düst und sich womöglich irgendwo festfährt, sondern die Wohnung inklusive aller Einrichtungsgegenstände mit Sensoren und Kameras kartographiert und eine optimale Saugroute erstellt. Über Wlan verbindet er sich mit dem Internet, sodass der Besitzer ihn auch von unterwegs fernsteuern kann. Das kostet allerdings: Der Roboter soll Ende des Jahres für rund 800 € auf den Markt kommen.

2. Die Haustür mit dem Smartphone öffnen

Keine Lust mehr nach dem Schlüssel zu kramen? Dann hat Noki eine Idee: Das österreichische Start-up hat ein Smartphone-Türschloss entwickelt. Es lässt sich auf die Zylinder-Innenseite eines klassischen Haustürschlosses montieren – mit wenigen Handgriffen und ohne fremde Hilfe.

Smartphone-Türschloss von Noki: Es kommuniziert via Bluetooth mit dem Smartphone und dreht automatisch den Schlüssel auf der Türinnenseite. 

Smartphone-Türschloss von Noki: Es kommuniziert via Bluetooth mit dem Smartphone und dreht automatisch den Schlüssel auf der Türinnenseite. 

Foto: Noki

Und es  kommuniziert via Bluetooth oder Wlan mit einer Smartphone-App. Kommt der Besitzer nach Hause, dreht das System automatisch den Schlüssel auf der Innenseite. Verlässt er die Wohnung, sperrt es automatisch zu. Noki will das Smartphone-Türschloss für 149 € auf den Markt bringen.

3. LED-Birnen nutzen, die sich automatisch dem Tageslicht anpassen

Eine tolle Sache haben sich US-Ingenieure des Unternehmens Stack Lighting einfallen lassen: eine LED-Birne mit Gedächtnis für Farben und Intensitäten. Wie sie funktioniert? Ganz einfach: Alba verfügt über einen eingebauten programmierbaren Mikrocomputer und Sensoren. Sie erkennen die Tageszeit und passen ihre Leuchtintensität automatisch an – Farbtöne kann der Benutzer seinen Vorlieben anpassen.

LED-Birne Alba aus den USA: Sie passt ihre Leuchtintensität automatisch dem Tageslicht an. An Bord hat sie Mikrocomputer und Sensoren. 

LED-Birne Alba aus den USA: Sie passt ihre Leuchtintensität automatisch dem Tageslicht an. An Bord hat sie Mikrocomputer und Sensoren. 

Foto: Stack Lighting

Optional hat die Birne einen Bewegungssensor fürs Stromsparen an Bord. Im Flur leuchtet sie dann beispielsweise nur dann wenn ein Bewohner vorbeigeht. Kostenpunkt: 120 € für ein Zweierpack.

4. Fensterscheiben auf Knopfdruck die Tönung wechseln lassen

Gardinen sind auch nicht mehr das Nonplusultra, wenn es nach US-Forschern der University of Cincinnati geht. Sie haben eine Beschichtung für Glasscheiben entwickelt, mit der Hausbewohner selbst Helligkeit, Farbtemperatur und Durchsichtigkeit bestimmen. Für romantische Stunden lassen sie sich per Knopfdruck beispielsweise absolut blickdicht machen. Der Clou: Anders als bei Gardinen lässt das blickdichte Fenster immer noch 90 % des Tageslichts durch. 

Statt Gardinen: US-Forscher haben eine Beschichtung entwickelt, mit der Bewohner auf Knopfdruck die Tönung wechseln können. 

Statt Gardinen: US-Forscher haben eine Beschichtung entwickelt, mit der Bewohner auf Knopfdruck die Tönung wechseln können. 

Foto: University of Cincinnati

Technisch wird das möglich durch eine Wabenstruktur aus Elektroden. „Im Prinzip hat jede Farbe eine eigene Ladung“, erklärt Forschungsleiter Sayantika Mukherjee. „Wir legen eine Spannung an, die verschiedene Farben anzieht oder abstößt und in unterschiedliche Positionen bringt.“ Wann die Technik auf den Markt kommt, steht in den Sternen. Angeblich ließe sie sich aber recht günstig herstellen.

5. Waschmittel durch die Waschkugel 2.0 ersetzen

Keine Lust mehr, ständig Waschmittel zu kaufen? Dann bietet Crystal Wash die Lösung: eine Waschkugel, die mit kleinen Kügelchen aus biokeramischem Kunststoff gefüllt sind. Sie heben den ph-Wert des Wassers auf 8,5 an und erledigen somit den Job eines handelsüblichen Waschmittels. Sie erzeugen außerdem Wasserstoffperoxid und entfernen damit Bakterien und Gerüche.

Die Waschkugeln von Crystal Wash sind eine Alternative zum Waschmittel. Sie informieren den Besitzer via Bluetooth, wenn die Wäsche fertig ist. 

Die Waschkugeln von Crystal Wash sind eine Alternative zum Waschmittel. Sie informieren den Besitzer via Bluetooth, wenn die Wäsche fertig ist. 

Foto: Crystal Wash

Doch damit nicht genug: Mit Sensoren und einem Bluetooth-Modul informiert die Kugel das Smartphone des Besitzers, sobald die Wäsche fertig ist. Die Waschkugel soll für 1000 Wäschen reichen und 59 $ kosten.

6. Lichterketten im Weihnachtsbaum durch LEDs ersetzen 

Alle Jahre wieder droht der nervige Kampf mit verknoteten Lichterketten. Was kann man dagegen tun? Beispielsweise darauf hoffen, dass bald die Erfindung zweier US-Amerikaner auf den Markt kommt. Sie haben LED-Christbaumkugeln namens Aura erfunden, die sich per App steuern lassen.

Statt Kabelsalat: LED-Christbaumkugeln erhalten Strom per Induktion von einem Powerring unter dem Baum. 

Statt Kabelsalat: LED-Christbaumkugeln erhalten Strom per Induktion von einem Powerring unter dem Baum. 

Foto: Aura

Kabelsalat ist dabei ausgeschlossen: Für Energie sorgt nämlich ein sogenannter Powerring, der unter dem Baum liegt. Er erzeugt ein Energiefeld, das per Induktion bis zu 100 Kugeln versorgt. Eine Kugelbox soll für 69 $ auf den Markt kommen.

7. Dank Funkchip nie mehr Fensterschließen vergessen

Habe ich das Fenster geschlossen? Eine quälende Frage, wenn man schon unterwegs ist. Fraunhofer-Forscher wollen besorgten Menschen Sicherheit geben. Sie haben einen fingernagelgroßen Funkchip entwickelt, der sich an den Fensterrahmen anbringen lässt.

Der kleine Solarchip funkt die Kippposition des Fensters an eine Basisstation. Sie warnt Bewohner, falls beim Verlassen der Wohnung nicht alle Fenster zu sind. 

Der kleine Solarchip funkt die Kippposition des Fensters an eine Basisstation. Sie warnt Bewohner, falls beim Verlassen der Wohnung nicht alle Fenster zu sind. 

Foto: Fraunhofer IMS

Er versorgt sich dank Solarzellen selbst mit Energie und sendet kontinuierlich an eine Basisstation. Sie warnt den Bewohner, falls beim Verlassen der Wohnung ein Fenster offen ist. Das Problem: Noch ist das System nicht marktreif. 

Von Patrick Schroeder Tags:

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