Europas ältester Innovationspreis 14.07.2025, 12:30 Uhr

Hohe Auszeichnung: Rudolf-Diesel-Medaillen für Wolfgang Wahlster und Hans Beckhoff

Die Rudof-Diesel Medaille, ältester Innovationspreis Europas, geht in diesem Jahr unter anderem an einen KI-Forscher und einen Unternehmer aus der Automatisierungsbranche.

Die Rudolf-Diesel-Medaille 2025 ging an (v.l.n.r.): Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. malt. Wolfgang Wahlster (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH), Fabian Wildfang (Neoperl Group AG), Prof. Dr. Miriam Meckel (ada Learning GmbH) sowie Hans Beckhoff (Beckhoff Automation GmbH & Co. KG).
Foto: Dominik Wagner, Eichmeister Kreativagentur GmbH

Die Rudolf-Diesel-Medaille 2025 ging an (v.l.n.r.): Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. malt. Wolfgang Wahlster (Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH), Fabian Wildfang (Neoperl Group AG), Prof. Dr. Miriam Meckel (ada Learning GmbH) sowie Hans Beckhoff (Beckhoff Automation GmbH & Co. KG).

Foto: Dominik Wagner, Eichmeister Kreativagentur GmbH

Vier herausragende Persönlichkeiten ehrte das Deutsche Institut für Erfindungswesen e. V. Ende voriger Woche mit Europas ältestem Innovationspreis. Sie überzeugten in den Kategorien „Beste Innovationsförderung“, „Beste Medienkommunikation“, „Nachhaltigste Innovationsleistung“ und „Erfolgreichste Innovationsleistung“. Sie folgen damit namhaften Persönlichkeiten wie Carl Friedrich Benz, Wernher von Braun, Artur Fischer, Harald Lesch, Hans-Peter Stihl und Helmut Claas.

KI-Pionier Wolfgang Wahlster erhält Rudolf-Diesel-Medaille für „Beste Innovationsförderung“

Er zählt zu den Pionieren der künstlichen Intelligenz in Deutschland. Als Gründungsdirektor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz GmbH DFKI hat Wolfgang Wahlster über drei Jahrzehnte hinweg maßgeblich zur Entwicklung innovativer KI-Technologien beigetragen. Zudem hat er den Begriff „Industrie 4.0“ mitgeprägt. In zahlreichen Rollen – als Forscher, Berater der Bundesregierung und Mentor von mehr als 100 Unternehmensgründungen – hat er darüber hinaus laut der Jury die Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft geschlagen.

Wahlster steht laut den Initiatoren des Preises „für eine anwendungsnahe Forschung mit gesellschaftlichem Mehrwert“. Insbesondere seine Arbeiten zu Sprachverstehen, semantischer KI und digitalen Zwillingen haben international Maßstäbe gesetzt.

Der Informatiker, der unter anderem Mitglied der königlich-schwedischen Nobelpreis-Akademie in Stockholm ist, stellt fest: „Ich bin überwältigt – denn die erste Verleihung der Rudolf-Diesel-Medaille fand 1953 statt, im Jahr meiner Geburt. Bis heute ist es mir eine große Freude, Innovationen mitzugestalten. Ich bin überzeugt: Die besten Ideen entstehen dort, wo Wirtschaft, Wissenschaft und Staat von Anfang an gemeinsam handeln.“

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Rudolf-Diesel-Medaille für „Erfolgreichste Innovationsleistung“ geht an Hans Beckhoff

Er hat die PC-basierte Steuerungstechnik eingeführt. Rückblickend wird deutlich: Mit seinem unternehmerischen Wirken hat Hans Beckhoff die Automatisierungstechnik weltweit revolutioniert.  Der Gründer und geschäftsführender Inhaber der Beckhoff Automation GmbH & Co. KG hat darüber hinaus Technologien wie die Kommunikationssysteme EtherCAT und Lightbus, die Echtzeit-Steuerungssoftware TwinCAT sowie die Schaltschranklose Automatisierung mit dem MX-System in den Weltmärkten etabliert.

Heute beschäftigt sein Unternehmen mit Stammsitz in Verl weltweit über 5300 Mitarbeitende. Es ist ist in mehr als 40 Ländern vertreten und erzielte 2024 einen Umsatz von 1,17 Mrd. €. Hans Beckhoff verkörpert laut den Initiatoren in besonderem Maße die Werte der Rudolf-Diesel-Medaille, weil er „technische Exzellenz mit visionärem Unternehmertum und gesellschaftlicher Verantwortung“ verbindet.

Hanz Beckhoff sieht das aber als Teamleistung. Er sagt: „Diese Auszeichnung ehrt nicht nur mich, sie würdigt unser Unternehmen und all unsere Mitarbeitenden, die mit Leidenschaft an Innovationen arbeiten, die Märkte verändern.“  Dabei zeigt er sich als Motivator: „Erfinden macht einfach Freude. Dieser Moment, wenn man eine neue Idee verwirklicht und spürt, was daraus werden kann – das ist eine wunderbare Erfahrung. Dafür lohnt es sich, hart zu arbeiten. Also gebt nicht auf, arbeitet weiter an euren Ideen.”

Weitere Rudolf-Diesel-Medaillen für Miriam Meckel und Fabian Wildfang

Über die Auszeichnung für die „Beste Medienkommunikation“ freut sich Miriam Meckel. Sie hat mit „ada Learning“ eine Plattform geschaffen, die komplexe Zukunftstechnologien wie künstliche Intelligenz oder Quantencomputing verständlich und praxisnah vermittelt – insbesondere für Führungskräfte. Die frühere Chefredakteurin der WirtschaftsWoche ist heute darüber hinaus als Autorin, Rednerin und Medienexpertin aktiv. Sie sagt: „Innovation lässt sich nicht herbei rechnen – sie braucht Mut, Leidenschaft und eine Art Ungehorsam gegen den Status quo.“

Die Medaille für die „Nachhaltigste Innovationsleistung“ gehört Fabian Wildfang. Er ist CTO der Neoperl GmbH, die für nachhaltige Lösungen im Umgang mit Trinkwasser steht. Unter seiner Leitung hat sich das Unternehmen als weltweit führender Anbieter für wassersparende Komponenten in Armaturen etabliert. Mit über 1000 Patenten und 200 Mio. produzierten Strahlreglern jährlich leistet das Unternehmen laut Jury „einen maßgeblichen Beitrag zur Ressourcenschonung“.

Für Wildfang ist die nachhaltige Innovation „ein stiller Impuls mit großer Wirkung.“ Er sagt: „Diese Auszeichnung berührt uns zutiefst – sie bestätigt unseren Weg, Technik, Unternehmertum und Verantwortung für kommende Generationen zu verbinden.“

 

Ein Beitrag von:

  • Martin Ciupek

    Martin Ciupek ist Ingenieur und Technikjournalist mit den Schwerpunkten Maschinenbau, Robotik und Automatisierungstechnik.

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