Exoplaneten 20.10.2020, 10:01 Uhr

Leben im All: Forscher finden 24 extrem gut bewohnbare Planeten

Ist die Erde vielleicht gar nicht der beste Planet für Leben? Forscher haben nun 24 erdähnliche Planeten entdeckt, die beste Bedingungen für Leben aufweisen. Könnten wir dort wohnen?

Außerirdische Planeten Sonnensystem auf einem Hintergrund Spiralgalaxie

Auf 24 Exoplaneten sollen sehr gute Bedingungen für Leben herrschen.

Foto: panthermedia.net/draco-zlat

Außerhalb unseres Sonnensystems gibt es 24 Planetenkonstellationen, die ein ähnliches Klima wie auf der Erde aufweisen. Sie sind sogar um einiges größer als unser Planet. Bei dieser Meldung denkt man sich doch: Nichts wie hin! Doch das dürfte selbst für den großen Visionär Elon Musk schwer werden. Denn die neu entdeckten Planeten sind Lichtjahre entfernt.

Schon lange treibt Wissenschaftler die Frage um, ob es bewohnbare Planeten in anderen Planetensystemen gibt. Diese Planeten außerhalb unseres Sonnensystems nennt man Exoplaneten.

Eine Studie der Washington State University hat insgesamt 4.000 solcher Exponate entdeckt. 24 davon identifizieren die Weltraumforscher als bewohnbar. Eine enorme Überraschung. Immer wieder kommt es zu erstaunlichen Entdeckungen, wie Spuren von außerirdischem Leben auf der Venus.

Jetzt gehen die Weltraumforscher sogar noch weiter: Die Bedingungen auf den neuen Planeten könnten noch besser sein als auf der Erde. Neue Teleskope sollen Aufschluss geben und mehr über die Konstellationen im All herausfinden.

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Auf der Spur nach super-bewohnbaren Welten

Einer der Forscher ist Dirk Schulze-Makuch, der an der Washington State University in den USA arbeitet. Gemeinsam mit Rene Heller vom Göttinger Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung und Edward Guinan von der Villanova University in Pennsylvania, USA, hat er Daten von mehr als 4.500 bekannten Planeten außerhalb des Sonnensystems analysiert – immer auf der Spur nach bewohnbaren Welten. In der Fachzeitschrift „Astrobiologie“ wurden die 24 möglichen Welten vorgestellt.

Laut der Studie wären die Planeten älter, größer und womöglich auch feuchter als die Erde. Bewohnbar meint in diesem Fall aber nicht, dass es dort auch Leben gibt. Doch diese ausgewählten Planeten weisen die Basis dafür auf. Die Wissenschaftler fokussierten sich zunächst auf Planeten, die in der sogenannten habitablen Zone um ihre Sterne kreisen. In dieser Zone sind Temperaturen auf der Oberfläche eines Planeten möglich, damit Wasser in flüssiger Form fließt. Zudem sollte es sich um Felsenplaneten handeln – wie Erde und Mars.

+++Mars: Ungewöhnliche Signale sorgen für Überraschung++

Super-bewohnbare Planeten: Wie kommen die Forscher zu der Annahme?

Das Team geht davon aus, dass die Bedingungen für Leben noch viel besser sein könnten. Aber warum? Das liegt zum Beispiel daran, dass der Zentralstern der 24 Planeten stabiler sein könnte und bereits länger existiert als die Sonne. Mit zehn Milliarden Jahren hat diese eine vergleichsweise kurze Lebensspanne. G-Sterne, ähnlich wie unsere Sonne, könnten daher der Treibstoff sein, bevor Leben auf einem Planeten entsteht. Die Wissenschaftler suchten gezielt nach kühleren G-Sternen in den Datensätzen – und wurden 24x fündig.

Das ideale Alter der Planeten bezeichnen die Forscher zwischen fünf und acht Milliarden Jahren. Ältere Planeten seien generell besser, dürften aber auch nicht zu alt sein, da sie ihre innere Erdwärme erschöpft haben. Unsere Erde ist „erst“ 4,5 Milliarden Jahre alt.

24 bewohnbare Planeten: Wie sieht es mit dem Wasser aus?

Doch wie verhält es sich mit dem Wasser? Alles Leben braucht Wasser. Planeten, die etwas wärmer als die Erde sind, mehr Feuchtigkeit aufweisen und eine mittlere Oberflächentemperatur von etwa fünf Grad Celsius haben, könnten gut bewohnbar sein. Schließlich wissen wir, dass es auf der Erde in wärmeren und feuchteren tropischen Regenwäldern mehr Lebensvielfalt als in anderen Gebieten gibt.

Reise von 100 Lichtjahren

Unter den 24 Planeten, konnten die Forscher nur einer Welt die meisten der oben genannten Kriterien voll und ganz zuweisen. Dieser Exoplanet ist allerdings nicht um de Ecke: Ein Raumschiff müsste mehr als 100 Lichtjahre reisen, um Menschen umzusiedeln.

„Wenn jetzt die nächste Generation von Teleskopen startet, ist es wichtig, gute Beobachtungsziele zu haben“, sagt Schulze-Makuch.

In den nächsten Jahren sollen das James Web Space Teleskop, das LUVIOR Weltraum Observatorium und die ESA Mission Plato zur Verfügung stehen.

Nach den 24 definierten super-bewohnbaren Planeten, gehen die Forscher von vielen weiteren unbekannten Schätzen im Weltall aus. In unserer Galaxie schwirren noch viele weitere Supererden und Planeten.

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