Netzwerktechnik 11.01.2013, 10:28 Uhr

Software-Defined Networking (SDN): Mehr Leistung für Netzwerke

Die bisher hierarchischen Netzwerkstrukturen drohen im Zeitalter des Cloud-Computing und riesiger Datenmengen, die per Internet bewegt werden, zum Flaschenhals zu werden. Software-Defined Networking (SDN) soll Netzwerke leistungsfähiger und flexibler als bisher machen. Zudem verspricht SDN, die Einführung innovativer Applikationen und Services zu beschleunigen.

Netzwerke: Den Spagat zwischen Leistung, Geschwindigkeit und Rentabilität ermöglichen.

Netzwerke: Den Spagat zwischen Leistung, Geschwindigkeit und Rentabilität ermöglichen.

Foto: 1&1

Die Olympischen Spiele in London 2012 haben gezeigt, dass die Zahl der Zuschauer, die vor dem Fernseher oder im Stadion sitzen, von der Zahl der Zuschauer, die am internetfähigen PC oder Smartphone die Spiele verfolgen, mehr als aufgewogen wird. Ermöglicht wird dies durch leistungsfähige Breitbandnetze.

Doch die Dienstleister befinden sich in einer Zwickmühle. „Servicebetreiber müssen versuchen, einerseits diesen steigenden Bedarf zu befriedigen, andererseits aber auch profitabel zu arbeiten“, erläutert Frank Kölmel, Senior Director EMEA-East beim Netzwerkspezialist Bro-
cade. „So sollen zum Beispiel die Investitionen und Betriebskosten reduziert, aber gleichzeitig die Service-Response-Zeiten verbessert werden.“ Software-Defined Networking (SDN) sei ein Mittel, Services einfacher zu machen und die Einführung innovativer Anwendungssoftware und -dienste zu beschleunigen.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Hochschule Esslingen-Firmenlogo
Professor:in für das Lehrgebiet "Konstruktion" Hochschule Esslingen
Göppingen, Esslingen Zum Job 
Safran Data Systems GmbH-Firmenlogo
Testingenieur / Certified Tester (m/w/d) Safran Data Systems GmbH
Bergisch Gladbach Zum Job 
Fraunhofer-Gesellschaft e.V.-Firmenlogo
Sachgebietsleiter*in Technisches Gebäudemanagement - Betrieb, Wartung & Weiterentwicklung Fraunhofer-Gesellschaft e.V.
München Zum Job 
Hochschule Esslingen-Firmenlogo
Professor:in für das Lehrgebiet "Elektrotechnik und Elektrische Energieversorgung" Hochschule Esslingen
Göppingen, Esslingen Zum Job 
Rhein-Sieg Netz GmbH-Firmenlogo
Ingenieur (m/w/d) Netzbetrieb Rhein-Sieg Netz GmbH
Siegburg Zum Job 
Röhm GmbH-Firmenlogo
Ingenieur (m/w/d) Elektrotechnik / Automatisierungstechnik / EMSR Röhm GmbH
Wesseling Zum Job 
BMI Deutschland GmbH-Firmenlogo
Sicherheitsfachkraft / Fachkraft für Arbeitssicherheit (m/w/d) BMI Deutschland GmbH
Dülmen Zum Job 
SWM Services GmbH-Firmenlogo
Inbetriebsetzungsleiter*in für Verfahrenstechnik (m/w/d) SWM Services GmbH
München Zum Job 
Stadtwerke München GmbH-Firmenlogo
Commissioning Manager Control, Field and Automation Engineering (m/w/d) Stadtwerke München GmbH
München Zum Job 
Herrenknecht AG-Firmenlogo
Technischer Redakteur (m/w/d) Herrenknecht AG
Schwanau Zum Job 
Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieurin /Bauingenieur (m/w/d) Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
Brunsbüttel Zum Job 
Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieurinnen / Bauingenieure (m/w/d) Fachrichtung konstruktiver Ingenieurbau Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
Brunsbüttel, Rendsburg Zum Job 
Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO-Firmenlogo
Wissenschaftliche*r Referent*in der Institutsleiterin Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO
Stuttgart Zum Job 
Fachhochschule Dortmund-Firmenlogo
Vertretungsprofessur "Produktions- und Qualitätsmanagement"; Fachbereich Maschinenbau Fachhochschule Dortmund
Dortmund Zum Job 
BMI Deutschland GmbH-Firmenlogo
Sicherheitsfachkraft / Fachkraft für Arbeitssicherheit (m/w/d) BMI Deutschland GmbH
Dülmen, Heyrothsberge Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Techniker als Fachexperte für Vertragsmanagement, Ausschreibung, Vergabe & Abrechnung (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
Krailling bei München Zum Job 
KTR Systems GmbH-Firmenlogo
Berechnungsingenieur (m/w/d) KTR Systems GmbH
ONTRAS-Firmenlogo
Spezialist Strategische Technologie (m/w/d) ONTRAS
Leipzig Zum Job 
FH Münster-Firmenlogo
Professur für "Strömungstechnik" im Fachbereich Maschinenbau FH Münster
Münster Zum Job 
Technische Hochschule Rosenheim-Firmenlogo
Professorin / Professor (m/w/d) für Applied Embedded Computing Technische Hochschule Rosenheim
Rosenheim Zum Job 

Software-Defined Networking (SDN) trennt Kontroll- und Datenebene

Die Internetschaltstellen sind die Router und Switches, über die die Datenpakete zu ihrem Ziel finden. „Herkömmliche Router und Switches besitzen jeweils ihr eigenes Betriebssystem sowie Routing-Tabellen, die einzeln zu konfigurieren sind“, erläutert Patrick Schmidt, Director Datacenter Sales, Cisco Zentraleuropa. „Mit der zunehmenden Umstellung auf Server- und Desktop-Virtualisierung ändern sich aber die Routing-Wege sehr schnell, wodurch die manuelle Verwaltung der Netzwerkkomponenten meist den Flaschenhals darstellt.“

Der Ansatz SDN trenne nun die Kontroll- von der Datenebene, so dass die in der Hardware gespeicherten Routing-Tabellen von einem System aus der Ferne angepasst werden können. Das soll das gesamte Netzwerksystem vereinfachen und schneller machen. Als Protokoll stehe hierfür seit 2011 der offene Standard „Open Flow“ zur Verfügung, an dem auch Cisco aktiv mitarbeite.

Wachsende Virtualisierung der Netzwerke lässt steigenden Bedarf für SDN erwarten

„SDN ermöglicht eine automatisierte Virtualisierung einer offenen Netzwerkinfrastruktur im Gegensatz zu den herkömmlich sehr hierarchischen Netzwerkarchitekturen“, erläutert Axel Simon, Programm Manager bei HP Networking. „Das Netzwerk steht hierbei nicht im Mittelpunkt, sondern ist das verbindende Element zwischen Server, Datenspeicher und den jeweiligen Nutzern.“ Schmidt pflichtet bei: „Aufgrund der zunehmenden Virtualisierung der Netzwerke sehen wir einen hohen Bedarf und ein entsprechend deutliches Marktwachstum für SDN in den kommenden Jahren.“

Doch SDN allein scheint einigen Anbietern nicht das alleinige Mittel zu sein, um den „Flaschenhals Netzwerk“ zu öffnen. Netzwerkspezialist und Branchengröße Cisco möchte einen Schritt weiter gehen: „Ein pragmatischer Managementansatz für das Netzwerk muss umfassender sein, als das Konzept SDN vorgibt und auch übergeordnete Ebenen wie Netzwerkservices und Orchestrierungen sowie untergeordnete Ebenen wie das Transportprotokoll umfassen“, fordert Patrick Schmidt. „Entsprechend haben wir das Konzept ‚Open Network Environment‘ (ONE) entwickelt, das Programmierschnittstellen, Controller und Agenten sowie Overlays enthält, d. h. ein Netz oberhalb einer existierenden Infrastruktur.“ Mit diesem Ansatz, der unter anderem einen Baukasten bereitstellt, könne ONE sämtliche Marktmodelle bieten, von der eng integrierten Welt à la Apple bis hin zur völlig offenen, plattformunabhängigen Welt à la Skype.

Cloud-Provider profitieren von Software-Defined Networking (SDN)

„So profitieren etwa Cloud-Provider von der neuen Technologie, da sie eine hochskalierbare Multi-Mandantenfähigkeit erhalten“, erklärt Schmidt. Dabei wird verhindert, dass der eine Mandant dem anderen in die Daten schauen kann. Das ist zudem eine gesetzliche Vorgabe. „Serviceprovider können per richtlinienbasierter Kontrolle und Analyse auf flexiblere Weise höherwertige kostenpflichtige Dienste anbieten“, so Schmidt weiter. Das soll den Dienstleistern aus der erwähnten Zwickmühle helfen.

Ein Beitrag von:

  • Michael Matzer

    Michael Matzer arbeitet als Journalist, Übersetzer, Rezensent und Buchautor. Big Data und Industry of Things zählen zu seinen Schwerpunkten.

Themen im Artikel

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.