Schutz gegen Abschleppen 08.10.2014, 12:12 Uhr

Polizei alarmiert Falschparker über Sensorsystem Abschleppstopp

Teures Abschleppen will Daniel Kalliontzis dem Portemonnaie der Falschparker ersparen. Der deutsche Erfinder hat Abschleppstopp erfunden, ein Sensorsystem, das Polizisten über Berührung der Windschutzscheibe aktivieren. Es alarmiert den Fahrer auf seinem Handy. 

Ein Sensor erkennt die Berührung des Polizisten. Abschleppstopp schickt dann einen Alarm auf das Handy des Falschparkers. Dieser schickt eine SMS mit seiner Ankunftszeit, die auf dem Display des Geräts erscheint. 

Ein Sensor erkennt die Berührung des Polizisten. Abschleppstopp schickt dann einen Alarm auf das Handy des Falschparkers. Dieser schickt eine SMS mit seiner Ankunftszeit, die auf dem Display des Geräts erscheint. 

Foto: Abschleppstopp/Screenshot

Vor einer Einfahrt oder einem Auto falsch geparkt? Der Abschleppdienst in deutschen Großstädten funktioniert oftmals sehr schnell. Allein in Hamburg werden jährlich über 40.000 Autos abgeschleppt. Auch der Techniker Daniel Kalliontzis musste diese teure Erfahrung machen, bevor er Abschleppstopp entwickelte.

Polizist ruft Autofahrer über Berührung der Windschutzscheibe

Abschleppstopp funktioniert ganz einfach: Ähnlich wie ein Navigationsgerät wird das Gerät von innen an der Windschutzscheibe befestigt. Kommt es dann tatsächlich dazu, dass das Auto abgeschleppt werden soll, ruft der Polizist den Fahrer durch Berühren der Frontscheibe. Abschleppstopp erkennt die Berührung mit einem Sensor und alarmiert den Autofahrer auf seinem Handy. Er kann eine SMS an das Gerät schicken, die für den Polizisten auf dem Display sichtbar ist – etwa „Bin in zwei Minuten da“.  

Sobald der Polizist die Windschutzscheibe berührt, schlägt das Handy des Falschparkers Alarm. Das Gerät soll 2015 für 59 Euro auf den Markt kommen. 

Sobald der Polizist die Windschutzscheibe berührt, schlägt das Handy des Falschparkers Alarm. Das Gerät soll 2015 für 59 Euro auf den Markt kommen. 

Quelle: Abschleppstopp/Screenshot

Doch werden Polizei und Ordnungsdienst das Gerät akzeptieren? Ja, sagt Kalliontzis. Die Beamten sind nämlich verpflichtet, die günstigste Möglichkeit zu wählen, um das Auto entfernen zu lassen. Das Prinzip der Verhältnismäßigkeit sieht vor, dass der Polizeibeamte demnach zunächst Abschleppstopp aktivieren sollte, um nicht gegen das Gesetz zu verstoßen.

Abschleppstopp soll 2015 für 59 Euro erhältlich sein

Daniel Kalliontzis hat nun eine Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo gestartet. Er möchte damit eine Serienproduktion von Abschleppstopp finanzieren. Das Projekt läuft noch bis zum 16. November 2014. Das Gerät soll dann ab Juni 2015 für 59 Euro erhältlich sein. Die Aktualisierung der Software erfolgt übrigens über einen Mini-USB-Anschluss, ebenso das Aufladen des Gerätes.  

Von Petra Funk
Von Petra Funk

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